Beiträge von JW1HAL

    zu den Leuten, die nicht in Vorkasse gehen können, gehöre ich wegen einer entsprechenden Schufa und Arbeitslosengeld2 auch.


    Man kann aber, mit den ersten Überweisungen, wie zum Beispiel die 1000 Euro Bekleidungsgeld, die 250 Euro Fahrtkosten und (wenn man hat) eingereichte Quittungen für bereits angeschaffte Dinge, dann mit ein paar Dingen, welche jetzt nicht all so viel kosten, in Vorkasse gehen. Ich persönlich habe nun auch nichts auf der Kante liegen und auch monatlich nichts übrig. Denn wenn den einen Monat etwas übrig ist, geht das den nächsten Monat wieder weg. Da bleibt in der Regel auch nichts weiter übrig. Und das ohne einen entsprechenden Schufa und auch ohne ALG2. Für mich wäre es auf jeden Fall bequemer, wenn ich den Tausender hätte, damit in den Laden zu gehen und mir dafür eben nen Fernseher, nen PC, Drucker oder Sonstwas in Bar in diesen Wert zu holen. Dann reiche ich die Quittungen ein, warte 5-6 Wochen, bekomme das Geld überwiesen und beginne mit dem Spiel wieder von vorne. Wenn ich nun etwas dabei hätte, was vielleicht 1500 kostet, dann würde ich wohl eher so nen Vertrag machen, so dass die Fondstelle das gleich dahin überweist und ich dann erst die Ware bekomme. So in der Richtung hätte ich mir das vorgestellt. Denn es ist ganz schön blöd, das jedes Mal in jeden Laden erklären zu müssen. Nicht das ich mich schäme, das ist mir egal. Es ist aber einfach umständlich und nervend. Wenn die Läden das schon kennen, ist es OK. Wenn die das aber nicht kennen und erst den Filialleiter und der dann erst den Chef und der dann wieder sein Chef fragen muss, ist es einfach nur nervend. und das möchte ich dann schon, wenn es denn geht, vermeiden.

    Eine Auflistung der Bedarfsbereiche gibt es nicht. Die ergeben sich daraus, was tatsächlich gebraucht wird. Daraus werden die Kategorien erstellt und die verschiedenen Rahmenvereinbarungen in einer Vereinbarung zusammengefasst. Ich würde mich mit ihrer Bearbeiterin in Verbindung setzen, den Sachverhalt schildern und mit ihr einen persönlichen Termin mit mir selbst und dem älteren Herren erwirken, so dass sie den Herren persönlich anhören und weitere Dinge regeln kann.

    Gestern hatte ich ja nun gemeinsam mit Löwin1 den Termin in Magdeburg. Insgesamt waren wir gut 2 Stunden dort und haben so einiges mit der sehr netten Dame besprochen. Von mir stand ja bereits so einiges in den Akten und per E-Mail hatte ich ihr auch so einige Angaben im Vorfeld gemacht, so dass sie sich beim Termin keine weiteren Notizen dazu notierte. Bei Diana hinterfragte sie dann doch die eine oder andere Sache, die sich aber dann doch eher auf Daten und Fakten bezogen, wie zum Beispiel, von wann bis wann sie genau im Heim war, von wann bis wann sie arbeiten musste. So entwickelte es sich während des Gespräches, dass Löwin1 dann doch so ein bisschen emotional in Detail ging, wo die gute Dame ganz geduldig, ohne zu unterbrechen zu hörte und sich ein paar Notizen dazu machte. Löwin1 stand mit der Dame bereits im regen E-Mail-Kontakt und hatte somit im Vorfeld ausgiebig Gedanken dazu gemacht, was sie sich alles für Wünsche erfüllen möchte. So liegt ihr Hauptaugenmerk auf Dinge, welche man für die Wohnung benötigt, was Renovieren und die gesamte Einrichtung betrifft, was zum Beispiel Tapete, Laminat, eine komplette Küche, Gardinen, Rollos und diverse Möbel und Geräte betrifft. Ich dagegen habe mir nur Dinge gewünscht, die man sich, wie die Dame treffend bemerkte, unter dem Arm klemmen kann, was zum Beispiel ein Moped/Motorrad, Laptop, PC, TV, Musikanlage, Waschtrockner, Brille usw. wäre.

    Im Gegensatz zu früher wird jetzt nur noch eine gesamte Vereinbarung abgeschlossen, welche mehrere Rahmenvereinbarungen beinhalten kann, wo man nicht explizit festlegen muss, wie viel Geld man für welche Kategorie ausgeben möchte. Wenn man zum Beispiel Eine Vereinbarung mit 4 Rahmenvereinbarungen der Kategorien Elektronik, Wohnsituation, Mobil und Gesundheit abgeschlossen hat, kann man hinterher nicht noch eine Reise aus der Kategorie Urlaub hinzufügen. Man ist also gezwungen bei den Kategorien Elektronik, Wohnsituation, Mobil und Gesundheit zu bleiben und kann dort aber frei variieren, wie viel man für welche Kategorie ausgibt.

    Früher war das so, dass man mehrere Vereinbarungen abschließen und somit 3x die Pauschale von 1000 Euro in Anspruch nehmen konnte.

    Heute kann man die Pauschale von 1000 Euro nur einmal mit der Gesamtvereinbarung in Anspruch nehmen, welche für Kleidung, Schuhe und Hausrat gedacht und wofür kein Nachweis erbracht werden muss. Hinzu kommt auch noch eine Pauschale von 250 Euro für die Fahrtkosten zur Fond-Anlaufstelle, welche man in Anspruch nehmen kann. Diese Pauschalen gehen aber alle von den 10000 Euro ab, so dass wenn man sie alle in Anspruch nimmt, nur noch 8750 Euro übrig bleiben.

    Man muss bis Ende 2018 alle Dinge gekauft bzw. alle Quittungen dafür eingereicht haben, da ansonsten der Rest verfällt.

    Hat man alles soweit gekauft und ist noch ein kleiner Betrag übrig, kann man sich diesen, sofern er unter 20% ist, auch auszahlen lassen. Das heißt im Klartext, wenn man die 1000 Euro für Kleidung und auch die 250 Euro für Fahrtkosten nicht in Anspruch nimmt, 20% von 10000 Euro, also bis zu 2000 Euro. Nimmt man die 1000 Euro und die 250 Euro in Anspruch, sind es dann 20% von 8750 Euro, also bis zu 1750 Euro.

    Dies alles kann man aber auch hier nachlesen:
    http://www.fonds-heimerziehung.de/fileadmin/user…offene_West.pdf
    http://www.aufarbeitung.brandenburg.de/media_fast/586…roffene_Ost.pdf

    Man braucht also nur Stichpunkte machen, was man für Wünsche hat, wie zum Beispiel Fernseher, Musikanlage, Brille, Tapete, Laminat, Waschmaschine, Fahrrad, Auto usw. und so wird es den Kategorien Elektro, Gesundheit, Wohnen, Mobil usw, zugeordnet. Für die Kategorien gibt es keine Liste, wie ich annahm. Sie werden individuell aus den Wünschen erstellt und somit mittels mehrere Rahmenvereinbarungen in einer Vereinbarung zusammengefasst, an der man im Nachhinein in der Regel nichts mehr ändern kann. Aber auch hier gibt es wohl in Ausnahmefällen auch Mittel und Wege, wie man das doch eventuell hin bekommt.

    Für bereits gekaufte Dinge, für die man noch die Belege hat, gilt nicht wie ich bisher hörte und es auch annahm, das Datum der Antragstellung, sondern das Datum der Existens des Heimfondes, was für Ost der 01.07.2012 und für West der 01.01.2012 wäre.
    Dies kann man auch hier nachlesen:
    https://www.fonds-heimerziehung.de/fonds/fonds-he…g-ddr.html#c187
    https://www.fonds-heimerziehung.de/fonds/fonds-he…ehung-west.html

    Hier nochmal die Seite von Fonds-Anlaufstelle: https://www.fonds-heimerziehung.de

    Meine Angaben beziehen sich alle auf die gewonnenen Informationen aus dem Gespräch mit der Dame bei der Fondanlaufstelle für Sachsen-Anhalt in Magdeburg und müssen nicht zu 100% stimmen. Die Dame könnte mir Falschinformationen wiedergegeben haben, ich könnte sie falsch verstanden haben oder es könnte sich auch etwas geändert haben. Also keine Garantie auf Richtigkeit meiner Angaben.

    Nachtrag 1:
    Die Rentengeschichte kam auch auf den Plan, welche aber nicht mich, sondern eher Diana betraf. So musste sie per Rentennachweis nachweisen, dass sie keinen Renteneintrag für den Zeitraum ihrer Arbeit im Heim hatte. Somit bekommt sie für diesen Zeitraum 300 Euro pro Monat als Rentenersatzleistung nach gezahlt.

    Nachtrag2:
    Man kann mehrere Wege der Bezahlung wählen, wobei ich eher für Vorkasse wäre, um überflüssige Diskussionen mit den Läden zu vermeiden.
    1. Man geht in Vorkasse und reicht die Quittung ein.
    2. Man vereinbart mit dem Verkäufer einen Kaufvertrag, reicht diesen ein und lässt sich die Kohle auf das eigene Konto überweisen und bezahlt das dann.
    3. Man vereinbart mit dem Verkäufer einen Kaufvertrag, reicht diesen ein und lässt die Kohle direkt zum Verkäufer überweisen.

    Letztendlich soll wohl die Bearbeitung ca. 6 Wochen dauern und so kann man sich die Ware auch in 6 Wochen liefern lassen bzw. so bestellen oder den Kaufvertrag machen, dass man sie nach 6 Wochen abholt.

    Ich hatte am 19.04.2013 meinen Antrag gestellt, im April 2015 die erste und bissel später, vielleicht August 2015 die zweite Einladung zur Kontaktaufnahme erhalten, die ich beide ignorierte. Nun hat mich meine Lebenspartnerin dazu gedrängt mit ihr gemeinsam das zu machen, so dass wir beide am 07.12.2015 einen Termin in Magdeburg haben. Ich wurde mit zur Bearbeiterin von meiner Lebenspartnerin hinzugefügt, so dass sie uns beide bearbeitet. Meine Lebenspartnerin hat sich schon ganz viele Sachen heraus gesucht und so einige Dinge dazu vorbereitet. Ich habe in der Hinsicht noch nichts gemacht. Ich habe keine Lust und scheue mich davor. Nun wurde ich gebeten, dass ich mich mal bei der netten Bearbeiterin mal melde, was ich dann per Mail getan habe. Hier einstellen darf ich das leider nicht, weil es zum einen sehr persönlich ist un d zum anderen ausdrücklich für den Empfänger, also für mich bestimmt ist, was bedeutet, dass ich es gar nicht veröffentlichen darf. Nun habe ich beschrieben, dass ich eigentlich gar nicht so recht will, weil die eine oder anderen Bedenken zwecks Gewissen habe. Darauf hat sie mir geschrieben, dass sie sehr wohl erkennen kann, dass ich im Heim gelitten und sehr wohl Anspruch darauf habe. Sie hat mir auch vermittelt, dass ich so einige Dinge völlig falsch sehe und das dies alles auf den Heimaufenthalt zurückzuführen sei.

    Nun bin ich gespannt, auf den Termin und werde dann so ganz langsam auch mal damit los legen. ich habe ja Zeit, viel Zeit.

    Da hast du aber das falsche Zitat gewählt. Denn Pitterchen und auch Kumpeline stehen in dieser Hinsicht auf deiner Seite.

    Du müsstest dann schon diesen Beitrag zitieren:


    Schwachsinn!!! :thumbdown:
    Von welchem Zeitraum redest du hier eigentlich!?


    Und es ist dann auch nur ein und nicht mehrere User, welcher sich gegen deine Aussagen stellt, die wir nun leider raus nehmen mussten.

    Wenn du möchtest, dass er wieder unzensiert eingestellt wird, damit alle lesen können, was da abging, solltest du das folgende Formular ausgefüllt und unterschrieben an den Forenbetreiber senden.

    https://www.kinder-heim.de/Verifizierung.pdf

    Somit übernimmst du die alleinige Verantwortung dafür.

    Stimmt, aber in diesem Zusammenhang ist ja sicher nur die Gewalt zwischen Erziehungsberechtigten, egal ob es Erzieher, Nonne, Lehrer oder Eltern sind, und Kinder, also körperliche und auch psychische Gewalt gemeint.

    Hier:

    Hallo,
    obwohl ich schwerste Gewalttaten in den Heimen erleben musste habe ich meine 2 grossen Töchter nie geschlagen, sie haben schon geweint wenn ich die Stimme etwas angehoben habe.Aus Beiden ist was geworden, ich n´bin sehr stolz aus sie.
    Mein jüngster ist 2 Jahre, 10 Monate und 2 Tage alt. Er lacht sehr süss ist aber leider krank. Jetzt sind wir beim SPZ, ich hoffe das die uns helfen können.
    Grüße aus Berlin
    Günter

    Nimm das Igno raus, vertragt euch wieder, dann kannste das auch lesen ... :)

    Oder hat Günther das drin? Na egal. Ich denke mal, es liegt daran. Hab da letztens sowas gelesen ... :)

    Was ist SPZ?

    Das fand ich bei Google:

    Zitat

    Sozialpädiatrische Zentren (SPZ) sind ambulante interdisziplinäre Einrichtungen. Sie bieten ergänzend zu den Praxen niedergelassener Ärzte und Therapeuten und den Frühförderstellen interdisziplinär Hilfe und Unterstützung für Kinder, Erwachsene und Familien mit Entwicklungsstörungen, psychischen Erkrankungen und Behinderungen bzw. von Behinderung bedrohten Kindern an. Sie stehen fachlich und medizinisch unter ständiger ärztlicher Aufsicht. In sozialpädiatrischen Zentren werden anders als in Frühförderstellen Kinder und Jugendliche jeden Alters behandelt.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Sozialp%C…risches_Zentrum

    Ich bin wegen so etwas erst ins Heim gekommen. Da es mir aber gut geht, ich keine Schäden, abgesehen von dem Heimaufenthalt und meine somit verkorkste Kindheit, davon getragen habe, verzeihe ich ihnen. Sie, mein Vater und meine Stiefmutter, waren jung und unerfahren und wussten sich nicht anders zu helfen, sage ich mir immer. Ist zwar keine Entschuldigung dafür, aber es ist nun mal so. Ich war der Älteste von 4 Kindern und auch immer der Trottel, der an allem Schuld war, für alles den Kopf hinhalten und alles machen musste. Eltern verstanden sich auch nicht immer und so kam der Vater öfters abends nicht nach Hause, pfuschte irgendwo und/oder war in der Kneipe, um den Stress aus dem Weg zu gehen. So lastete alles auf der Stiefmutter, die ganz sicher sehr oft dabei überfordert war, so dass die bzw. der Große eben oft mit ran musste. Also auf die Kleinen aufpassen, ihnen die Flasche geben, windeln, Windeln auswaschen usw. Ich musste auch jeden Sonnabend die Treppe wischen, egal ob ich Geburtstag hatte oder nicht, egal ob der Besuch da war oder nicht. Da ich auch ein kleiner Mäkelhannes war, saß ich auch manchmal Stunden am Essen, was immer mehr im Mund wurde und trocken wie die Sau war. Nun kommt noch dazu, dass ich natürlich auch nur Blödsinn im Kopf hatte und diesen auch bis zum Abwinken gemacht hatte. Ist natürlich keine Berechtigung für Prügel. Aber die gab es dann eben mal. Mal mit dem Latsch, mal mit nen Gürtel oder eben alles, was Stiefmutter so greifen konnte. So schauten eines Tages Striemen am Hals raus, was in der Schule bemerkt wurde. Also ab in Sekretariat und ausziehen. Naja, der ganze Rücken und Arsch waren voll damit. Laut Akte war das nicht zum ersten Mal und so kam ich direkt nach dem Krankenhaus ins Heim. Ein Jahr in ein Normales, dann 4 Jahre in ein Spezi.

    Mein Vater hatte sich aber IMMER rührend um mich gekümmert, während ich im Heim war. Er und seine Eltern haben mich immer besucht und ich war in den Ferien auch immer bei ihnen. Nach 4 Jahren kam ich dann endlich zu meinen Großeltern, was sie und auch mein Vater bereits während der gesamten Heimzeit versucht hatten. Großeltern sind nun tot und zum Vater habe ich ganz normalen Kontakt. Es ist ja nun mal mein Vater. Meine leibliche Mutter kenne ich nicht, sie hat mich bereits mit einem Jahr in Stich gelassen und vor Gericht auf die Frage, warum sie mich nicht im Krankenhaus besucht habe, geantwortet "Ich dachte der macht sowieso nicht mehr lange.". Nach 30 Jahren stellte sie Kontakt her und wollte mir mein Leben vorschreiben, was ich 30 Jahre auch ganz gut OHNE sie hinbekommen habe oder auch musste.

    Meine Stiefmutter besuchte ich dies Jahr das erste Mal, seit etlichen Jahren, weil ja dort noch 2 Halbbrüder sind. Ich habe ihr verziehen und dies auch nicht zur Sprache gebracht. Ich verzeihe ihr und auch mein Vater. Alles andere bringt für mich nichts.

    Ich verzeihe zum Teil auch meiner leiblichen Mutter (sie war jung und dumm), werde aber nie versteh, warum sie JETZT so reagiert. Sie ist also doch noch wie früher, sieht nichts ein und es hat sich auch alles bewahrheitet, was ich von Vaters Seite Familie über sie hörte. Soll sie bleiben, wo der Pfeffer wächst. Ich habe sie nun mittlerweile über 40 Jahre nicht gehabt und brauche sie auch weiterhin nicht.

    Vater und seine Eltern ist alles Schick, obwohl letztere ja nun schon nicht mehr unter uns weilen. Also habe ich vom Prinzip nur noch den Vater. Und da versuche ich bis zuletzt ein gutes Verhältnis aufrecht zu erhalten, schon allein, weil er immer da war und sich stets bemühte. Er ist und bleibt mein Vater.

    Meine Kinder haben natürlich auch mal eine leichte Ohrfeige bekommen, wenn sie bereits Versuche unternahmen, mir gegenüber frech zu werden. Das war aber im frühesten Kindesalter und hat seine Wirkung über Jahre gehabt. ich brauchte immer nur einmal etwas sagen und sie haben gespurt. Meine besser Hälfte hat sich da sehr oft den Mund fusselig geredet, weil sie eben auch nicht so konsequent war, wie ich. Ich habe immer alles so durchgezogen, wie ich es beim ersten Mal angekündigt habe. Frau ist da immer wieder weich geworden, was sich natürlich im Verhältnis zwischen ihr und den Kindern auswirkte. Sie war zwar somit immer die lebe Mutti und ich der letzte Arsch. Ganz so schlimm sicher nicht, aber immer dann, wenn es nicht nach den Willen der Kinder ging.

    Gewalt gab es vielleicht in der Form von psychischen Stress. Ich suchte mir immer altes Spielzeug, was sie nicht so dringend brauchten, was nicht so teuer war, ihnen aber schon am Herzen lag und zerstörte dies mit Vorankündigung, wenn sie versuchten Spiele mit mir oder uns zu spielen. Auch das zeigte Wirkung, ist auch gemein, aber immerhin besser, als Prügel.

    Die letzte Ohrfeige, die ich der großen mal im Alter von 15 oder 16 gab, war wo sie mit Kippe zur Schule ging. ich beobachtete das schon mehrere Tage, dass sie sich unmittelbar nach verlassen des Hauses eine Kippe anzündete. Den Tag ging ich hinterher und stellte sie sie zur Rede. Irgendwie gab es da eine sehr dämliche und freche Antwort, so dass es wie ein Reflex war. Es tat mir einerseits doch irgendwie leid, aber andererseits, fand ich es richtig und finde es auch heute noch richtig. denn eine Backpfeiffe hat noch niemanden geschadet und dient eigentlich nur zum Erschrecken, um zu sagen, dass Kind hier ganz deutlich eine Grenze überschreitet und wach werden sollte.

    Mit dem Rauchen hatte ich das so gehandhabt, dass ich es eh nicht ganz verbieten kann. Ich kann aber schon verbieten, dass dies bis zum 18. Lebensjahr zu Hause, in unmittelbarer Nähe, also vor meinen und den Augen der Familienmitglieder, wie Oma, Opa usw. geschieht. Und das zog ich auch durch. Denn bis 18 bin ich für sie verantwortlich, danach sie selbst. So kann sie mir hinterher nie nachsagen, dass sie Lungenkrebs hat, weil sie rauchen durfte.

    Ansonsten gab es nie Gewalt bei uns. Ich versuchte dies immer mit psychologischen Tricks zu bewerkstelligen und nutzte dazu auch einige Methoden aus dem Heim, die ich für nützlich hielt. Das waren zum Beispiel bei Störung der Nachtruhe oder auch Lügen, mal ne viertel oder halbe Stunde im Flur stehen, wo wir sie auch sehen könnten. Das war zum Beispiel bei Lügerei auch mal ganz lustig, wo sie alle beide nebeneinander standen und die Kleine zur Großen immer flüsterte, sag jetzt, dass du das warst und sie dabei immer antippte. Dies Problem bestand aber nur, als sie sich noch beide ein Zimmer teilten. Als sie jeder ihr eigenes Zimmer hatten, wurden derartige Probleme automatisch weniger.

    Ich muss auch sagen, ich würde es immer wieder genau so tun.

    Nun habe ich allerdings eine neue Familie, mit nicht eigenen Kindern, die dann doch schon älter wie 5 sind. was bis dahin versäumt wurde, wird schwieriger. Ich versuche hier bisher nur mit Reden, Erpressung, Kompromisse, mit eigen Waffen schlagen usw. Und vor allem auch mit Konsequenz! Mal klappt es ganz gut, mal geht es in die Hose. Ist auch etwas schwieriger mit ADHS und so. Ein Kind ist nun beim Kindesvater und mit dem anderen Kind wird es schon werden. Ich bin da ganz guter Dinger. Für das Kind ist es ja auch nicht gerade leicht. Nicht nur ich muss mich an das Kind gewöhnen, sondern auch das Kind an mich. Ganz wichtig ist aber dabei, dass die Mutti mitmachen sollte, was nicht immer gelingt ...