Wege dafür gibt es Viele. Manche rufen überall an, manche übetragen das jemand anders und andere machen das schriftlich, damit man auch was in der Hand hat. Letzteres habe ich gemacht.
Du solltest dir überlegen, wo deine Akten sein könnten. In Frage kommen Archive die mit deinem Heim und deinem damaligen Wohnort, den Wohnort deiner Eltern und dem zuständigen Jugendamt zu tun haben. Berücksichtigen muss man nun natürlich bei den neuen Bundesländern, dass es damals alles Bezirke waren und nun Bundesländer sind. Also wer ist da für was zuständig. Ich würde das einfach austesten und mir alle möglichen Post- und E-Mail-Adressen zusammensuchen. Zum einen von deinen Heimeinrichtung(en), dann von den damals und heute zuständigen Jugendämtern, dann die zuständigen Stadt- und Staatsarchive, auch jeweils für den letzten Wohnort, zur Heimentlassung. Verkehrt wäre aber auch nicht alle anderen Wohn- und Aufenthaltsorte von dir und deinen Eltern mit ein zu beziehen. Wenn du die Adressen zusammen hast, schreibst du einen Standartbrief, den du X-Mal kopierst oder ausdruckst. Den schickst du dann überall hin, lehnst dich dann zurück und wartest auf Antworten. Ich habe ja bereits geschrieben, wie ich das gemacht habe. Dass kannst du ja als Art Muster nehmen oder eben ähnlich verfahren.
Ich persönlich würde mich anfangs immer freundlich und hilflos darstellen. Zu härteren Bandagen kann man bei Bedarf immer noch greifen.
Du wirst dann die verschiedensten Antworten erhalten. Entweder sind sie nicht zuständig oder haben nix. Wenn sie nett sind, was natürlich auch immer auf deinen Brief ankommt, geben sie dir Tipps, wo du dich sonst noch hinwenden könntest. Da schreibst du einfach auch deinen Brief hin.
Und so nimmt die Sache eigentlich von ganz alleine seinen Lauf. Wenn du mögliche Quellen hast, verlasse dich nicht nur auf eine, sondern zapfe alle an und nehme, was du bekommen hast.
Das habe ich hier aber alles schon mehrmals und detailiert beschrieben. Bitte auch mal die Mühe machen, und alles sorgfältig lesen und nicht nur überfliegen. Denn genau darum hab ich´s ja auch geschrieben. Sonst hätte ich mir das auch sparen können, wenn ich hier alles noch 100 Mal schreiben und mich somit immer und immer wieder wiederholen soll. Das ist nicht böse gemeint, aber so etwas ärgert mich.