Entschuldige bitte Monika, aber ein Bericht über den Ablauf der eigenen Entschädigung, also ab dem ersten Kontakt mit der Anlaufstelle, bis hin zu dem Erhalt der Sachleistungen, hat wohl absolut nichts mit "MITLEID" zu tun! Wenn dann könnte daraus eher "Neid" entstehen. Aber die, die neidisch sind, haben es entweder nicht nötig, diesen Weg auch zu gehen, oder wurden aus was für Gründen auch immer abgelehnt.
So etwas sollte doch lediglich ein Erfahrungsaustausch bzw. auch eine Art Wegweiser für die Leute sein, die da gewisse Bedenken haben oder nicht wissen, wie das funktionieren soll.
Wenn sich hier jeder hinstellt und sagt "Ich verrate nichts, weil ich Angst vor den Neidern habe", dann wird es aber auch nichts. Dann braucht man ehrlich gesagt auch absolut kein Wort darüber verlieren.
Ich finde es ehrlich gesagt ein wenig beschämend, nicht für einzelne Personen, sondern eher für die Gemeinschaft der ehemaligen Heimkinder in so einem Forum, mit solchen Dingen hinter dem Berg zu halten, ein riesen Geheimnis daraus zu machen und nur in persönlichen Gesprächen etwas zu verraten oder auch nur mit Teilinformationen zu dienen.
Für eine Gemeinschaft, ein Forum, ein Treffpunkt für eine gewisse Gruppierung stelle ich mir ganz anders vor!
Dazu schweife ich mal ein wenig aus und nenne mal ein Beispiel aus Fachforen für irgendwelche Dinge, die zum Beispiel ein Forum für eine bestimmte Automarke, oder auch ein bestimmtes Navigationsgerät ein bestimmtes Handy oder auch bestimmte Softwaren für irgendwelche Geräte wären. Da ist es allgemein so üblich, dass man gemeinsam nach Lösungen für Probleme sucht. Hat man Lösungen gefunden, stellt sich einer hin und macht eine möglichst detailierte bebilderte Anleitung für all die, die noch an dieser Lösung interessiert sind. Es ist immer irgendwie eine Gemeinschaft zu sehen. Alle für einen, einer für alle.
Ich muss auch sagen, dass so etwas gerade für Neulinge eine absolut feine Sache ist. So wie es jetzt ist, wird immer sehr viel erzählt, was man dort und dort so mitbekommt. Das ist aber alles Hörensagen, das ist eine bunte Mischung von Berichten, logischen Denken und Vermutungen, was einem letztendlich nicht viel weiter bringt. Viel besser wäre es, wenn einige, die diesen Weg gegangen sind, mal einen detailierten Bericht darüber schreiben würden, was sie wann und wie getan haben und was darauf jeweils folgte.
Es ist mir völlig unklar, warum das nicht getan wird. Vor was hat man Angst? Vor Mitleid? Vor Neid? Das ist doch wohl absoluter Quatsch. Wenn man keinen Betrug begeht, dass man sich irgendwie Kohle einstreicht, die einem nicht zusteht oder so, hat man doch rein gar nichts zu befürchten. Ich kenne hier schon mindestens 5 Leute, die den Weg gegangen sind, von denen ich in Gesprächen davon gehört und auch hier teilweise etwas geschriebenes gesehen habe. Einige sind schon völlig duch damit, bei anderen läuft es noch. Warum berichten diese Leute nicht ausführlich über ihre Erfahrungen? Weil man neidisch sein könnte? Also ich weiß nicht. Die Neider können doch neidisch sein, wie sie wollen. Damit ändern die doch auch nichts. Weder wird einem das, was man bekommen hat, weg genommen, noch erreichen die Neider irgendwas anderes damit.
Wenn ich als Neuuser hier rein kommen würde, würde ich mich über Einzelberichte freuen, wo man genau nachlesen kann, wie die einzelnen Leute was gemacht haben und was darauf jeweils folgte. das würde mich doch einfach dazu ermutigen, diesen Weg auch zu gehen, gerade wenn ich es angezweifelt habe. Aber was liest man statt dessen? "Ich schreibe nichts dazu." und alles solche Dinge. Ist sich denn hier jeder selbst der Nächste? Ich meine gut, ich wäre mir selbst auch der Nächste. Aber was spricht dagegen, etwas von meinen Erfahrungen weiter zu geben? Ich habe doch keinen Nachteil dadurch. Gut, einige könnten blöd quatschen. Aber das sind dann einfach nur Dummköpfe! Lasst sie doch quatschen. Wenn sie sonst nichts zu tun haben und es ihnen dadurch besser geht, sollen sie ihr dummes Zeug quatschen.
Um mich mal selbst zu loben, aber doch eher einige Beispiele zu nennen, möchte ich mal auf Meine Suche nach den Heimakten / meine Akteneinsicht und auch auf diverse Anleitungen im FAQs oder was wird oft gefragt verweisen, wo ich doch schon die eine oder andere Anleitung für solche Dinge erstellt habe. das habe ich nicht dafür gemacht, weil ich akut die lange Weile habe, sondern um einigen zu helfen, damit sie es leichter haben. Ich könnte mich ja hinstellen und sagen, dass ich den Weg auch allein gehen musste, sollen die das doch auch allein herausbekommen, ich verrate nichts. Aber was hat das für einen Sinn? Was bedeutet das in so einer Gemeinschaft? Wenn jeder sein eigenes Süppchen kocht und nichts davon weiter gibt, dann ist die Gemeinschaft auch fürn A.....!
Und was das Mitleid betrifft, das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Ich muss gleich dazu sagen, dass ich auch absolut kein Freund, sondern eher ein feind von solchen Aktionen bin, ich aber so etwas akzeptiere, weil es erstens relativ normal und nicht immer so, wie es scheint ist und weil es zweitens einige Menschen brauchen und auch beachten. Wenn die Frage im Raum steht, was man im Heim erlebt hat, wird explizit danach gefragt, so dass man anschließend nicht sagen kann, man möchte Mitleid erregen. Wenn man nach der Gesundheit gefragt wird oder man unterhält sich zwangsläufig über dieses Thema und man berichtet über seinen Gesundheitszustand, kann man auch nicht davon reden, dass man Mitleid erregen möchte.
Ich persönlich jammere auch zu Hause übertrieben rum, wenn ich mal einen Schnupfen habe. So sind Männer nun mal. Die wollen von den Frauen umsorgt werden. 
Ich stelle mich aber nicht hier ins Forum oder bei Facebook und schreibe darein, dass es mir schlecht geht. So etwas finde ich persönlich unmöglich. Das hatte ich übrigens mal bei Facebook getestet. Ich schrieb da mal rein, "alles Sch...." oder so ähnlich. Und prompt kamen einige Leute daher und fragten was los ist. Einerseits ist das ja ganz gut, wenn wirklich mal jemand Probleme hat und Hilfe braucht. Aber ich bin nun mal kein Freund davon. Und gerade bei Facebook sieht man etliche Leute, die Tag für Tag solche Mitleids-Sprüche suchen und sie posten. Zum, größten teil habe ich das bei mir blockiert, um das nicht lesen oder vielleicht auch dumm darauf antworten zu müssen. Denn ich kenne mich, mir kribbeln da manchmal die Finger, so dass ich stimmungsabhängig manchmal nicht anders kann.
Da muss ich dann irgend was Dummes dazu oder auch irgendwas neues Dummes dazu schreiben. Da suche ich immer bei Google nach Sinnlossprüchen und poste die dann bei Facebook. Denn ich weiß nicht, manchmal kommen mir vile Sachen absolut sinnlos vor.
Ach beim Mitleid waren wir. Ja, Mitleid erregen ist für mich nur, wenn man sich immer und immer wieder durch Krankheit oder oder schlimme Heimerlebnisse in den Mittelpunkt stellt, ohne dass es dafür einen Grund gibt und zwangsläufig dafür auch das Mitleid erhält. Gut, manch einer braucht das, sonst würde er das nicht immer wieder machen. Andere bekommen dann vielleicht mit, dass darauf immer eine Reaktion erfolgt, so dass sie es dann möglichst vermeiden. Mir ist das meist unangenehm, so dass es mir dann selbst auf den Sack geht. Manchmal ist es aber auch eine Art Wettbewerb, wem es denn am schlechtesten geht oder wer die schlimmste Krankheit hat. Da ertappe ich mich auch oft, da mit zu machen.
Man sollte das alles aber nicht überbewerten, sondern einfach mal so hinnehmen, wie es ist. Einige machen das ständig, egal ob sie das vorsätzlich machen oder nicht. Andere machen das gar nicht. Und der Gegenpart ist genau so. Einige springen sofort darauf an, die haben sogar ein Gespür dafür und erkennen da was, wenn ich selbst noch nichts daran erkennen kann. Also an einem Text beispielsweise. Und anderen geht es einfach nur auf den Sack, so dass sie sich da absolut raus halten oder im schlimmsten Fall dumme Sprüche machen.
Also sollte ich mal das mit den Entschädigungen in Angriff nehmen, werde ich darüber ausführlich berichten, auch was es für Kohle und Sachgegenstände gab. Ist mir doch egal, wer davon erfährt oder nicht. Und wenn ich´s eh fast jedem im Gespräch erzähle, dann kann ich´s doch auch gleich ausführlich berichten. So brauche ich´s nicht immer erneut erzählen und kann die Leute lesen schicken. 