Unsere Leute waren ja nicht dumm, die sind immer mit den Güterzug gereist ... ![]()
Beiträge von JW1HAL
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Ich kann mich wage daran erinnern, dass ich einmal mitgegangen bin. Ich glaube ich bin dann irgendwann umgekehrt und zurück ins Heim gegangen. Ich wüsste nicht, dass ich auf Güterzüge gesprungen und weit gereist bin. Das kenne ich nur vom Erzählen her, von den Anderen. Aber wenn man wieder zurück kam und praktisch erwischt wurde, waren ein paar Wochen Badelatschen und Trainingshose ohne Gummi unten angesagt, egal ob es Sommer oder Winter war, so glaube ich. Die Schule war ja eh gleich über den Platz, von daher kein Problem. Und man erkannte gleich die Ausreißer.

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Also ich hatte in beiden Heimen auch eine Heimliebe, die aber eher von kurzer Dauer oder zumindestens kaum noch in Erinnerung ist.
In Krosigk war ja ein normales Heim mit Jungen und Mädels. Da hatte ich ne Freundin mit dem Namen Peggy Siebenhühner. Sie wurde wohl später vom Heimleiter adoptiert oder so ähnlich. irgend so etwas habe ich da im Hinterstübchen. Das Einzige, an was ich mich da noch erinnern kann, ist eigentlich eine kleine Sauerei, die ich heute eigentlich nicht so recht nachvolllziehen kann, weil ich in der Hinsicht eigentlich ein Spätzünder bin und erst mit 20 den ersten GV hatte.
Ich war in der 3. Klasse, sie in der 1. Klasse. Ich weiß nicht warum und wie es dazu kam, jedenfalls kann ich mich wage daran erinnern, dass wir im Waschraum waren und uns nackig machten. Dann legten wir uns übereinander und machten die Bewegungen. Warum und wer die Idee dazu hatte, weiß ich nicht. Wie kann man in dem Alter überhaupt auf so eine Idee kommen? Das ist mir völlig unklar. Vielleicht hatten wir das mal irgendwo gesehen oder so und wollten es im Spiel nachahmen, ich weiß es nicht.
Im zweiten Heim, ein Spezi mit nur Jungs hatte ich eine Freundin aus dem Schneller-Heim. Wie es dazu kam und wie die hieß, weiß ich nicht mehr. Auch ob die Liebe nur einseitig war, ist mir völlig unklar. Die Heime hatten öfter oder ab und zu mal gemeinsame Aktivitäten gemacht, wie zum Beispiel ins Kino gehen. Ich kann mich noch erinnern, dass ich mich damals für meine Brille so schämte, dass ich sie beim Kinobesuch im Tivoli im Heim lies, um diesem Mädchen besser zu gefallen. Ich habe wahrscheinlich keine klaren Bilder von den Film gehabt, aber das war egal, das Mädchen war wichtiger.
Ansonsten hatte ich in den Heimen nichts in der Richtung, an was ich mich erinnern kann. Das ging dann erst nach der Heimzeit, ab der 7. Klasse so langsam los. Waren aber auch nur ein paar Beziehungen, die teilweise sehr kurz waren. Von 2 Personen habe ich noch etliche Briefe, über die ich immer schmunzeln muss, wenn ich sie mal wieder lese. erst nach der Lehrzeit, hatte ich das erste Mal. Das war übrigens auch ein Heimkind und die vor meiner Frau.
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Bei dem Teil musste ich jetzt ein wenig schmunzeln weil auch das kenn ich nur zu gut ,da möchte ich mir dann immer auf die zunge beissen um da nicht laut loszulachen
ich will jetzt nicht sagen das Heim war alles nur schlecht nein hab das letzte heim durchaus in guter erinnerung .Aber wenn ich sowas höre denke ich mir immer die hätten es auch Schlechter treffen könnenalso sollen die darüber doch froh sein das es nur das war.
Ich auch.
Man sollte sich an der Stelle auch mal in die Situation von "Nicht-Heim-Kinder" hineinversetzen, die in ihrer Kindheit auch ihr Probleme im Elternhaus oder mit bestimmten Situationen hatten. Die haben nämlich heute auch ihre Probleme mit Ängsten oder sonstwas und suchen nach Gründen dafür. Die wurden auch durch bestimmte Ereignisse in ihrer Kindheit geprägt. Es geht also nicht nur den Heimkindern so.
Aber es ist in der Tat so, dass man sich damit beschäftigt. Es sind ja schließlich nicht alle hier, um Ehemalige zu finden.
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Jeder ist anders, wie die anderen alle. Wenn man immer genau drauf achtet, wie die Reaktionen der Anderen sind, interpretiert man da auch immer zu viel rein. Man hat das Gefühl, dass man ständig überall und von jeden gemustert und in eine Schublade gesteckt wird. In Wirklichkeit ist das nicht so. Man kann einem Heimkind niemals ansehen, ob es im Heim war oder nicht. Ich stelle mir auch immer und immer wieder die Frage, ob ich anders bin, ob ich andere Verhaltensweisen habe und vor allem , ob das alles vom Heim kommt und komme immer und immer wieder zu der Erkenntnis, dass es nicht so ist.
Wenn man seien Umgebung bzw. seine Mitmenschen mal etwas genauer betrachtet und beobachtet und nicht nur sich selbst sieht und beurteilt, wird man schnell zu der Erkenntnis kommen, dass andere Menschen, die nicht im Heim waren, teilweise genau so einen an der Klatsche haben, teilweise die selben Verhaltensweisen an den Tag legen, manchmal auch noch viel schlimmer sind, wie man selbst. das hat alles sehr wenig mit Heim zu tun, da andere Menschen ähnliche Lebenserfahrungen haben. Somit ist man selbst, das Heimkind, nie allein so.Früher zu DDR-Zeiten war das meiner Meinung nach noch etwas mehr mit Vorurteilen belastet, wie es heutzutage ist. Ich weiß hierbei nicht, wie es in den alten Bundesländern oder einfach nur weit weit vorher so war.
Ich persönlich habe damit absolut keine Probleme. Eher im Gegenteil. Wenn man mal ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert, bleiben den meisten eher der Mund offen stehen, weil sie das so nicht kennen. Man bekommt da eher eine Art Anerkennung oder auch Mitleid, was man doch für eine verkorkste Kindheit hatte. Das man eben nicht wie die anderen Kinder schön "normal" im Elternhaus, wohl behütet und mit viel Liebe aufgewachsen ist.
Wenn mich übrigens jemand fragt, was ich in meiner Jugend und Kindheit so gemacht habe, würde ich ihm erzählen was er hören möchte. Ich würde sagen, dass ich zur Schule gegangen bin und später meine Lehre gemacht habe. Ich würde den einfach das so erzählen, als wäre ich nie im Heim gewesen. Man kann doch alle Details, die auf Heim schließen einfach weglassen. damit würde er nie auf die Idee kommen, wenn er´s nicht schön wüsste. Wenn ich´s nicht erzählen möchte, mache ich´s entweder so, oder ich gebe den noch dämlichere Antworten, dass ich wohl sicher das selbe in der Kindheit gemacht habe, wie er und was er denn genau wissen möchte.
Manchmal erzähle ich es auch mit Absicht, dass ich im Heim war, wenn ich genau weiß, dass die Person es nicht gut finden wird und ich eh meine Ruhe von dieser Person haben möchte. Mich hat es eigentlich noch nie interessiert, was andere über mich denken. Ich war schon immer ein wenig ein Außenseiter und habe schon immer mein eigenes Ding gemacht, wenn es sein muss. Meistens wurde ich aber doch gut aufgenommen und habe nicht wirklich das Gefühl gehabt, einen Stempel auf die Stirn zu bekommen. Und wenn es doch so war, war mir das völlig Schnuppe. Man muss die Vergangenheit nun nicht jeden vor den Guten Tag sagen auf die Nase binden, jedoch machte ich da nie ein Geheimnis draus und konnte so schon von Anfang an, die Spreu vom Weizen trennen. Die, die das wichtig finden, können mir gestohlen bleiben. Und die, die das nicht interessiert bzw. für die das keine Rolle spielt, sind dann wohl eher die "wahren Freunde".
Irgendwie weiß ich nicht, was einige so für Probleme damit haben. Ich habe das bisher immer erzählt, wenn gefragt wurde und kann jetzt nicht sagen, dass ich Nachteile dadurch hatte, Vielleicht habe ich auch nie wirklich darauf geachtet und mir keine Waffel gemacht, wenn sich jemand abgewendet hatte. War mir sicher egal, da dann die Chemie eh nicht stimmte. Und selbst wenn es mal bei einem Arbeitgeber eine Rolle gespielt hätte, hab ich´s sicher nicht gemerkt oder wollte es nicht merken oder zum Grund machen. das ist wahrscheinlich der Fehler, den viele machen, das Heimkind stets und ständig in den Vordergrund rücken und das auch ständig als Grund, Entschuldigung, Ausrede oder sonstwas zu sehen.
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Da stimme ich Diana zu, so habe ich es auch in Erinnerung. Ich war allerdings noch viel zu jung. Zur Wende befand ich mich in der Lehre. Allerdings habe ich schon öfter gehört, dass es auch in der DDR Arbeitslose gab, egal wie man sie nun nannte.
Aber es ist ja schon ein interessanter Hinweis von Zicke. Soll ja heißen, dass man überall schlecht gemacht wurde und somit keinen anständigen Job mehr bekam, statt dessen wahrscheinlich irgendwelche Hilfsjobs ausführen musste, man vielleicht auch regelrecht dazu gezwungen wurde, um den den Bau zu vermeiden.
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Hallo Rocky81w
Vieleicht hilft dir das weiter http://www.christian-sachse.de/heimerziehung/…_77.Ver.3.0.pdf dadrüber hab ich die adresse und bezeichnung des Kinderheims gefunden wo ich war
Da wird man nicht fündig!Aber wenn man mal bei Google den Namen "Emilienheim Halle" eingibt, bekommt man schon so einige Ergebnisse.
Zitatund das Emilienheim am Riveufer (1915/16).
Quelle: http://sundoc.bibliothek.uni-halle.de/diss-online/08/09H022/t3.pdfZitatAus Stiftungsmitteln wurde 1917/18 schließlich noch das Emilienheim als Säuglingsheim (heute Kindergarten, Riveufer
erbaut.
Quelle: http://www.friedhofskultur-halle.de/index.php?id=66ZitatHintergrund war die Überbelegung des Heims, so dass sogar „Vollheimkinder“ vorübergehend in das Emilienheim (am heutigen Riveufer) verlegt werden mussten.
Quelle: http://www.halle.de/Veroeffentlich…erstrasse_4.pdfZitat41 Sitzung des Rates der Stadt Halle vom 19.11.1975, ebenfalls neue Namen erhielten mit diesem Beschluss: das Dauerheim Emilienheim, welches den Namen „Fritz Weineck“ und die Tageskrippe Ernestusstraße, welches den Namen „Albert Schweitzer“ erhielt.
Quelle: http://www.halle.de/Veroeffentlich…erstrasse_4.pdf[/quote]
ZitatDie heutige Kindertagesstätte „Spielkiste“ wurde im Mai 1917 als städtisches Säuglingsheim „Emilienheim“ eröffnet.
Quelle: http://www.planungsbuero-fiedler.de/index.php/sani…spielkiste.htmlZitat1916–1917: ehemaliges Emilienheim (Säuglingsheim) der Bethcke-Lehmann-Stiftung, Riveufer 8
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Jost_%28Architekt%29 -
Werde ich morgen mal ändern ...
Nachtrag: geändert!
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Ich glaube, da gab es eine Wochengrippe oder so, dachte auch, dass ich da drin war, las aber letztens in meinen Akten, dass die in der Leninallee war. Ich kenne aber das Gebäude, es ist gegenüber von der Pestalozzischule bzw. der Straße "Vor dem Hamstertor", weiß aber nicht genau, ob es das ist.
Ansonsten gab es noch zwei Heime im Böllberger Weg.
Das eine ist das Klara-Zetkin, das gibt es heute noch und das andere war an der "Insel der Jugend". Da weiß ich allerdings nicht wie das hieß. Beide waren aber bestimmt keine Säuglingsheime.Ich habe da eben eine interesannte PDF gefunden. Di gucke ich mir morgen mal in aller Ruhe an.
http://www.halle.de/Veroeffentlich…erstrasse_4.pdf -
War das NUR ein Säuglingsheim?
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Wie sieht´s denn heute mit einem Tee aus?
Vielleicht noch ein paar Kekse dazu? 
Ich stimme dir aber mit dem Beitrag voll und ganz zu, hatte ich ja in meinem letzten Beitrag schon zum Ausdruck gebracht.
Da musste ich doch jetzt glatt mal schauen, ob ich mich da bedankt hatte.
Hab ich nicht. Da bin ich ja heil froh.
Mit dem Danke sollte man aber nicht ganz so ernst nehmen, da sich etliche User für jeden Beitrag bedanken und das als Art Lesezeichen nutzen. -
Ja gut, da ist natürlich was dran. Aber man sieht, wir brauchen schon ein paar Informationen, mit denen wir auch etwas anfangen können, sonst haben wir vielleicht einige Heime hier doppelt drin.
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Das ist doch mal eine gute Antwort!

Hättest du das gleich im ersten Post so geschrieben, vielleicht noch mit einem Link, dann wären wir schon einen Schritt weiter.

Wir sind eben immer ein wenig auf euch angewiesen, die Heimliste zu vervollständigen. Danke für die Informationen.
Das Heim ist nun hier zu finden: Kinderheim Osnabrück Agnes-Schöller-Heim Schölerbergstraße (Säuglingsheim)
Bitte trage es dann auch in deinem Profil ein: https://www.kinder-heim.de/index.php?page=Institutionedit
Gruß Jan
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Kinderheim Osnabrück Agnes-Schöller-Heim Schölerbergstraße (Säuglingsheim)
Wohnheim Agnes-Schoeller-Haus
Schölerberg Straße 25
49082 OsnabrückTel.: 0541 - 75041-0
Fax: 0541 - 75041-29http://www.os-hho.de/wohnen/station…er-haus-os.html
Nein, das Kinderheim am Schölerberg war ein Kinderheim - Iburger Straße 185 - für Kinder von 3 - 18 Jahren, Träger war die Diakonie bzw. die ev. Kirche, es ist heute vom Gebäude her eine Jugendherberge, der 1970er Jahre Anbau ist heute eine Mutter-Kind-Einrichtung.
Das Agnes-Schöller-Heim - Schölerbergstraße 25 - war ein reines Säuglingsheim für Kinder bis 3 Jahren, Träger war das Deutsche Rote Kreuz, es ist heute eine Behinderten-Wohngruppen-Einrichtung und nennt sich jetzt Agnes-Schöller-Haus.
Die Einrichtungen liegen zwar in mittelbarer Nachbarschaft, haben und hatten aber Nichts miteinander zu tun, außer das das Säuglingsheim seinerzeit die 3-jährigen Kinder in das Kinderheim abgab.
Hier kannst du alles posten, an was du dich aus deiner Heimzeit erinnerst, zum Beispiel wann du dort gewesen bist, was du dort so alles erlebt hast, an wen du dich noch erinnerst, wen du gerne wieder treffen möchtest oder zu wem du vielleicht noch Kontakt hast. Klicke dazu am Besten auf "Antworten"! Alles was du hier schreibst, kann dann auch über die Suchmaschinen gefunden werden. Einer muss wohl den Anfang machen, also trau dich! Denn somit könnte man auch dich finden!
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Also ich weiß gar nicht, ob ich alternativ bin oder lebe. Ich denke mal nicht.

Mal zum Thema:
Ich finde es auch nicht ganz in Ordnung, dass Flugmacher nahezu etwas behauptet, was er ja gar nicht weiß, weil er nicht dabei war. da sollte man schon etwas aufpassen, was man schreibt.Eine nette und rege Diskussion ist ja gut und schön, aber man sollte nicht etwas in Frage stellen bzw. das Gegenteil behaupten, wenn man es nicht belegen kann.
Es kann ja gut möglich sein, dass es bei Flugmacher im Heim anders war, wie bei Rehlein. darüber kann man sich ja austauschen. das finde ich schon sehr interessant.
Davon abgesehen, kann ich gar nicht erkennen, in welchen Heim Flugmacher war, weil er das leider nicht in seinen Profil eingetragen hat.
Ich werde dann jetzt mal meinen Tee allein trinken, wenn keiner weiter will.

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