Danke erst einmal zu deinen Zeilen, direkt auf meinen Beitrag bezogen.
Ich z.B. gehöre zu den Frauen, die ihr Hauptaugenmerk nicht auf liebe Worte legt. Oder vielmehr gesagt: liebe Pauschalisierungen! Blicke und Gestiken sagen für mich viel mehr aus! Als Beispiel nenne ich mal die Aussage: Ich wünsche dir alles Gute - das kann ich mit freundlichem Ton Menschen wünschen die mir sympathisch sind, aber auch meinen Feinden.
Erst einmal, wie meinst du das genau "liebe Pauschalisierungen!"? Denn ich mag Pauschalisierungen genau so wenig, wie ein um den heißen Brei gerede. Auch zwischen den Zeilen gibt es bei mir nichts zu lesen, weil da keine für mich sichtbaren Buchstaben stehen.
Was die Gestiken betrifft, bin ich genau der Meinung. Generell sind solche Aussagen nur gesprochene Wörter, die man eben so sagt, weil es so üblich ist und die jeder hören will! Ich bringe es zum Beispiel auch nicht fertig, ständig oder auch ab und zu zu meiner Frau zu sagen, dass ich sie liebe. Wenn sie es hören will, sage ich es, aber dann klingt es eh nicht echt, eher albern und gezwungen und sie gibt mir immer einen Brustpuffer, weil es dann doch nicht das war, was sie sich erhoffte. Da bin ich nämlich auch der Meinung, dass man es nicht sagen/hören, sondern spüren muss!
Ich hasse es auch wenn sich Leute mit den übelsten Kosenamen anreden. Platz Eins ist wohl "Schatz" ...
Da bekomme ich Plag ...
Du hast halt eine andere Art es zu zeigen und diese Art sagt viel mehr aus als ein riesiger Rosenstrauß, Liebesbriefe und was sich sonst noch Frauen so alles von Männern wünschen 
Meiner Frau schrieb ich bisher einen Liebesbrief, den sie sich aufhob und auch ernst nimmt. Das was da steht, meine ich im Gegensatz zu daher Gesprochenen auch genau so.
Blumen gibt es von mir gar nicht! Auf jeden Fall nicht zu den vorgeschrieben Tagen! Es könnte zum Geburtstag mal vorkommen, dass ich an so etwas denke und auch der Meinung bin, sie sollte mal ne Blume bekommen. Lieber würde ich einen Blumentopf holen, weil der länger hält. Was hat man von einen Straus, den man nach 3 Tagen wieder in die Tonne kloppt? Das ist Verschwendung und Tötung von Blumen!
Klingt doof, aber so denke ich. 
Wenn ich mal das Gefühl habe, sie hat sich ne Blume verdient und würde sich darüber freuen, bringe ich ihr mal ganz spontan eine mit. Das ist aber eben dann, wenn sie gar nicht damit rechnet. Das ist auch sehr sehr selten, vielleicht ein oder zwei Mal im Jahr.
Was die Geburtstagsgeschenke betrifft: Ich denke, daß man aus dem Alter raus ist wo man vor Freude euphorisch rumsprang! Wirkliche Freude kommt von innen und ist nicht das was man sieht! Mir bringt es garnichts wenn sich jemand ausgeprägt sichtbar über ein Geschenk von mir freut, sich dann aber letztendlich nicht damit befaßt!
Da komme ich mir richtig blöd vor, so dass ich nicht weiß, wie ich mich verhalten soll. Da es so üblich ist, gehe ich hin und umarme meist den Menschen, zu den ich etwas innigeren Kontakt habe und bedanke mich mit einem "Danke" dafür. Mehr kommt da nicht. Ich weiß, das ist doof, könnte auch undankbar sein, aber es ist so.
Zum Thema Emotionen - Himmel, warum müssen Menschen immer emotional sein? Mir ist es ein Rätsel wie man emotionsgeladen ein Problem lösen kann! Mir ist auch ein Rätsel warum Menschen als kalt und arrogant eingestuft werden die rational an eine Sache rangehen.
Ich hasse es, wenn Menschen bei einem Sachverhalt gleich an die Palme gehen und den Gegenüber am liebsten gleich an die Gurgel wollen.
Ich für meinen Teil nehme das ganz gelassen zur Kenntnis, analysiere und denke in aller Ruhe darüber nach. Erst dann mache ich was, meist nichts, weil es eh nichts bringt. Das kommt aber immer auf die Situation drauf an.
Ich erinnere mich, wie mein Opa damals nach meiner Heimzeit in Hauslatschen und Unterhemd im Winter zur Starssenbahnhaltestelle lief, weil ich nicht pünktlich zu Hause war. So etwas ist völlig sinnlos. Ich könnte ja auch nicht mit der Strassenbahn kommen.
Ich erinnere mich auch, wie meine Frau die unmöglichsten Dinge machen wollte, wo die Kinder mal nicht pünktlich waren. Auch sinnlos. Es bringt wenig Punkte unkontrolliert in der Gegend herum zu rennen, wo doch auch sehr viele andere Möglichkeiten in Frage kommen könnten.
Ich sehe es auch immer wieder, wie sich allgemein Menschen an Dinge hochschaukeln, die man eh nach einer bestimmten Zeit wieder vergisst und die es gar nicht Wert sind, einen Aufstand daraus zu machen. So etwas ist in meinen Augen einfach nur Krank. Manche Menschen verfallen dann auch in so einen Wahn, dass sie sich Scheuklappen anlegen und völlig emotionengeladen und unkontrolliert durch die Gegend rennen und irgendwelchen Mist machen. Es geht dann so weit, dass man sogar andere Menschen Schaden zufügt. Ich glaube, so entstehen auch Kriege, ob im ganz großen oder auch ganz kleinen Stil. Also völlig sinnlos.
Manchmal, eher ganz selten, mache ich aber auch so etwas, denn so ganz frei davon bin ich auch nicht. Oder ich kündige etwas an und überlege es mir meist anders, weil es eben völlig krank wäre. Ich will einfach nur meine Ruhe haben. 
Wenn man weiß was man kann, wenn man weiß wohin man gehört, wenn man weiß was man will und was man nicht will, mit beiden Beinen auf dem Boden der Tatsachen steht, dann hat man es mit einem selbstbewußten Menschen zu tun. Manchmal sogar mit einem durch und durch selbstbewußten Menschen. Ich glaube nicht, daß man Selbstbewußtsein mit Arroganz vergleichen sollte. Obwohl der Grad manchmal schmal ist - aber dennoch gibt es dort Unterschiede!
Ist es auch nicht, kommt jedoch so rüber, wenn man einen Menschen nür flüchtig kennt und ihn auch nicht näher kennenlernen möchte oder darf. Ich muss sagen, es ist auch oft ein Schutz, der einem unliebsame Zeitgenossen vom Hals hält. Ob es immer Selbstbewusst ist, weiß ich selbst nicht. Ich bin ein genereller großer Zweifler und zweifle selbst das ständig an und weiß oft selbst nicht so richtig, was ich will, was richtig und falsch ist. Das kann man so und dann mal so sein. Man lernt auch ständig dazu und bidet sich aus den Erfahrungen seine Meinung und auch seinen Standpunkt zu gewissen Dingen. Dazu gleich mehr, zum Thema verbiegen.
Gewisse Eigenschaften werden einem schon in die Wiege gelegt! Woher auch immer sie kommen - sie müssen nicht immer gentechnisch sein! Und mit Erziehung oder Vorleben muß es auch nichts zu tun haben. Wobei ich die These vertrete, daß es rein garnichts damit zu tun hat!
Da frage ich mich auch und bin mir absolut unsicher, ob so etwas gen- oder erziehungstechnische Hintergründe hat. Ich glaube, es spielen beide Faktoren eine kleine, hauptsächlich aber der Faktor "Umfeld" eine sehr große Rolle. Ich habe zwei Töchter. Die ältere hat einen anderen Vater, hat ihre Lehre abgebrochen und ist arbeitsscheu. Seit der Lehre keine wirkliche Arbeit. Die Kleine ist von mir, und macht gerade ihre Lehre. Man sollte also nicht den Abend vor dem Morgen loben. Es kann noch viel passieren. Aber warum ist es so? Beide wurden gleich erzogen, hatten unterschiedliche Gene und unterschiedliche Umfelder. An was liegt es? Ich weiß es nicht. Es wird mir immer ein Rätsel bleiben.
Um es mal auf den Punkt zu bringen: Du bist ein Mensch und Mann wie es leider nicht mehr viele gibt! Einer der sich nicht verbiegen läßt von dieser Gesellschaft die der Meinung ist, Männer müssen Gefühlsdusel sein, Weinen, Emotionen zeigen usw. und letztendlich damit überfordert sind.
Das mit dem Verbiegen behaupten böse Zungen ganz anders! da müsste man sich fragen, was verbiegen ist? Natürlich passe ich mich in gewisser Weise an. Das macht jeder in irgend einer Form. Natürlich ändere ich auch mal meine Meinung. Auch das macht jeder, wenn er neue Erkenntnisse gewinnt und plötzlich der Meinung ist, es ist ganz anders. Ich gebe auch oft klein bei, wenn es mir nicht ganz so wichtig ist und man gerade in einer Gruppe oder auch anderen Gegebenheiten, wo man in gewisser Weise in einer Abhängigkeit ist, eben für mich am sinnvollsten ist. Wenn das alles verbiegen ist, dann verbiege ich mich eben. Ich sehe das jedenfalls nicht als so ein verbiegen, wie es immer gerne dargestellt wird. Das Thema "Verbiegen" ist für mich eine völlig sinnfreie Diskussion.
Und ich denke, daß deine Frauen - wie ich es mal benenne - wissen es sehr wohl schätzen, daß du so bist wie du bist! Was dann auch heißt, daß deine Art Liebe zu zeigen sehr wohl ankommt! 
Darüber bin ich mir nicht ganz im Klaren, ob denen das gefällt. Ich gleube eher nicht. Aber sie akzeptieren das und wissen ganz genau, dass sie das nie ändern werden! Also können die damit leben oder auch nicht. Das ist, so hart wie das klingt, nicht mein Problem. Gut, das könnte mein Problem sein, wenn mich Frau deswegen verlässt. Aber dann passt es eben nicht. Ich werde mich deswegen nicht verstellen (oder auch verbiegen :))!
Sollte sich mein Geschreib'sel nach einer Liebeserklärung anhören - ja, es ist eine! Aber - es wird nichts weiter passieren, denn ich bin mit meinem Partner außerordentlich glücklich, denn er ist noch ein paar Takte krasser als Jan. Ein sogenannter Indianer der so gar keinen Schmerz kennt 
Ich behaupte von mir, dass ich schon ein komischer Vogel bin. Viele kommen mit mir nicht klar, das ist auch gut so. Vielleicht will ich das auch so ... Aber ganz so krass bin ich wohl auch wieder nicht.
Ich habe schon als Kind die negativen Konsequenzen getragen die sich ergeben könnten und daran hat sich bis heute nichts geändert! Ich bin durch und durch ein Rebell und bis auf meine Leute (Mann u. Kinder) kann sich niemand meiner sicher sein mich zu kennen 
Als Rebell würde ich mich nicht bezeichnen, da ich Widerstand, aus Gründen der Sinnfreiheit vermeide, wo es nur geht. Man könnte sagen, ich schwimme mit dem Strom. Das kann gut sein. Ich toleriere viele Dinge, habe jedoch auch meine Grenzen und wäge für mich genau ab, was sinnvoll ist und was nicht. Das mag jetzt etwas egoistisch klingen, aber es ist so. An erster Stelle denke ich immer an mich selbst. Erst dann denke ich an andere und mache vielleicht auch persönliche Abstriche bei mir selbst. Ich weiß, dass es Menschen gibt, die erst an andere Denken. Aber ob das ausnahmslos so ist, bezweifle ich.
Und wann kennt man jemanden richtig? Meine Frau kennt mich nun schon ziemlich genau 20 Jahre. Sie kennt mich gut. So gut kennt mich keiner. Aber auch wenn sie oft schon genau weiß, was ich sagen will oder was ich denke, weiß sie nie alles ...
Und noch etwas. Wenn ich mich einer Sache anschließe und davon überzeugt bin, bleibe ich dabei und setze mich solange dafür ein, wie es sinnvoll für mich erscheint. Natürlich spielen da auch rein persönliche Gründe eine Rolle. Denn wenn ich eines Tages kein Bock mehr dazu habe, mache ich etwas anderes. Ich war damals in der DDR für den Pionier- Und FDJ-Kram. Das habe ich gern gemacht, fand ich gut und finde ich auch heute noch gut. Es war nicht alles schlecht. Heute setze ich mich zum Beispiel für dieses Forum ein und lasse mich nicht so schnell davon abbringen.
Ich glaube jetzt bin ich nicht mit besten Beispiel voran gegenagen und habe weit vom eigentlichen Thema abgeschweift.
Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema: Waren manche unter uns als Kinder zu recht im Heim ?
Ich galube auch die Kinder, die wegen politischen Gründen ins Heim kamen, waren nach damaliger Sicht berechtigt im Heim. Das Jugendamt hat im Sinne des Staates, des damaligen Systems gehandelt. Ich hätrte damals wohl genau so gehandelt, weil ich ein überzeugter DDR-Bürger war. Aus heutiger Sicht, war es wohl doch eher ungerecht. Aber die Zeiten ändern sich nun mal. Was damals Recht und Mittel zum Zweck war, ist heute ungerecht.
Aber all die Kinder, die ins Heim kamen, weil zu Hause etwas nicht in Ordnung war, weil sie eben geprügelt oder vernachlassigt wurden, waren meinert Meinung nach berechtigt ins Heim gekommen. Denn ich persönlich würde wohl auch so entscheiden, wie das Jugendamt.
Was allerdings in den Heimen, gerade mit dem Thema Missbrauch ablief, steht auf einem ganz anderen Blatt. Da denke ich, dass damals vieles nicht so bekannt war, wie es heute alles ans Tageslicht kommt.
Gruß Jan