Ich hab vor kurzem einen Bericht im fernsehen gesehen, da sind Kinder aus einem Heim in eine Pflegefamilie gekommen. Es scheint so, daß da beide Wege möglich sind. Also, daß Kinder gleich in eine Pflegefamilie oder in ein Heim kommen. Nach welchen Kriterien das geht weiß ich nicht. Aber vielleicht weiß Christel das. Sie hat ja meines Wissens Pflegekinder.
Pfeffer
Die Jugendämter bemühen sich Kinder heute erst einmal in geeigneten Pflegefamilien unter zubringen. Speziell bei kleinen Kindern hat sich die Pflegefamilie als günstiger erwiesen. Diese Betreuungsform entspricht mehr dem Bindungsverhalten des kleinen Kindes. Außerdem ist diese Betreuungsform kostengünstiger.
Im Regelfall bleibt das Kind erst mal für 1-3 Monate in der Pflegefamilie, bis entschieden ist, ob es in die Familie zurück kann, in der Pflegefamilie bleibt oder stationär auf Dauer in einem Heim untergebracht wird.
Übrigens sollte man nicht denken, dass das Jugendamt nur die Aufgabe hat, Eltern ihre Kinder weg zu nehmen. Ja, auch das müssen sie im Zweifelsfall tun, aber erst einmal hat das Jugendamt familienfreundliche Aufgaben, denn sie bieten Eltern, die sich an sie wenden zuerst einmal vielschichtige Hilfen an, so diese das annehmen wollen. Diese reichen von gezielter Familien-oder Erziehungshilfe über Familientherapeutische Angebote bis hin zu finanziellen Unterstützungen. Erst ganz am Ende der Hilfekette, wenn gar nichts anderes mehr greift, steht die Herrausnahme des Kindes aus der Familie. Manchmal vorrübergehend und manchmal auch auf Dauer. So etwas wird nicht leichtfertig und ohne große Überlegung entschieden, zumal diese Alternative immer mit hohen Kosten verbunden ist.
Nicht alles was Jugendämter entscheiden, ist von vorn herein schlecht.
Die gelungenen Hilfestellungen sind eben für die Medien nicht so interessant wie die Misslungenen. Geld lässt sich in den Medien nur mit reisserischen Storys verdienen. Das war schon immer so.