Kinderheim Charlotte Krieger

  • Tiergarten 8
    53945 Blankenheim/Ahr


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  • Hallo,


    für mich wäre es sehr interessant, Leute zu finden, die ebenfalls in diesem Heim untergebracht waren.
    Ich war dort von Dezember 1966 - Juni 1968 und die knapp 1,5 Jahre waren die besten in meiner Kindheit.
    Das Heim war ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung, in welcher die Mutter der Heimleiterin wohnte.


    Die Heimleiterin hieß Charlotte Krieger, von allen aber immer nur Kri Kra genannt, weil einer der Jungs vor meiner Zeit ihren Namen nicht richtig aussprechen konnte und immer Frau Kri Kra sagte.


    Das Heim lag oberhalb der Molkerei direkt am Tiergarten. In der direkten Nähe befindet sich die Burg Blankenheim. Einer der früheren Grafen hielt sich in dem Wald zwischen der Burg und dem Heim Rotwild. Daher auch der Name Tiergarten.

  • Ich bin der Peter


    Auch ich habe im Kinderheim in Blankenheim/Ahr gelebt. ( Ca. 1,5 Jahre )


    Genau genommen war es ein Heim mit vielen Waisen und Halbwaisen.


    Wir waren etwa 15 Kinder. Ich gehörte zu den älteren..


    Nun es ist für mich schwer hier etwas zu schreiben denn tausend Dinge die damals geschahen fallen mir ein.



    Zu meinem 9 ten Geburtstag haben alle Kinder für mich gesungen : " Viel Glück und viel Segen auf all deinen Wegen... "




    Jedem, der Schwimmen lernte war eine große Tafel Schokolade versprochen....


    Ich wollte sie nicht nur, sondern bekam sie auch.


    Die Tafel war etwa doppet bis 3-mal so groß wie sie es heute sind.


    Jahrzehnte später wurde ich sogar zum Taucher der bis auf 40 m Tiefe geht.



    Es war schon zu "meiner Zeit" so, wie Pitterchen es hier geschrieben hat:



    Die Heimleiterin Frau Krieger wurde Krikra genannt.


    Sie war es die alles zusammenhielt.


    Alle Kinder wurden gleich behandelt - Niemand wurde in irgendeiner Weise bevorzugt.



    Wir waren eine Gemeinde wie ich sie nie wieder erlebt habe



    Ich kann mich nicht daran erinnern das es zwischen uns Heimkindern jemals böse Worte gegeben hat.


    Auch gab es keine Ausernandersetzungen physischer Art.


    Wir wussten alle, das wir nur uns selbst hatten....


    und so gingen wir gut miteinander um.





    Bis heute bin ich immer noch traurig, das ich den Kontakt zu meinen liebsten Menschen verlohren habe....




    nur einige Vornamen: ( Dies war die Gruppe der älteren , zu denen auch ich gehörte )



    Der Edu (Eduard - aus Köln - er bekam nie Besuch )

    Der Ulrich ( aus Lintorf)

    DEr Rüdi ( ? )

    Der Dieter ( er bekam nie Besuch )

    Ich selbt, der Peter, bekam in der ganzen Zeit einen 2-stündigen Besuch meiner Mutter



    Der Edu war mein Busenfreund. Er war es der mir während des Gangs zur Schule durch den Burgwald erklärte,


    das man im Mai die Blätter der Buche essen kann. Die Blätter schmeckten wunderbar.


    Leicht säuerlich, aber lecker. ( Man muß sie zur richtigen Reife Erwischen )




    Zum Abschied aus Blankenheim habe ich ein Mini-Fotoalbum bekommen aus diesen Tagen.


    Ich habe es immer an meinem Herzen getragen, so ist es mir gelungen es bis heute zu retten.


    Die Qualität der Fotos ist erstaunlich gut.


    Es ist meine Absicht zu scannen und die Bilder euch gern hochzuladen.




    Ich komm jetzt zum Ende der Message



    Ich schließe mich an, was Pitterchen (hier im Forum) geschrieben hat:




    Die andertalb Jahre am Tiergarten 8 waren die schönste Zeit in meinem Leben.



    Dies danke ich Charlotte Krieger mit ihrer unglaublichen Persönlichkeit:


    Liebe , Güte , Gerechtigkeit





    Tausend Dinge die geschehen sind in dieser Zeit fallen mir ein.


    Aufschreiben ? Wer will denn so was lesen.


    Heimkinder können das vielleicht noch verstehen.


    Aber der Rest der Welt möchte solche oft unbequemen Geschichten nicht hören.




    Am Ende ist es doch so : Wir sind Blätter, die der Wind verweht

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