Hallo Marduk,
Da ich erst kürzlich von der Entschädigung erfahren habe meine Frage nun dazu. Ich weiss das die Frist seit 30. September letzten Jahres vorbei ist. Gibt es noch Alternativen zu dem Fond? da bei mir diesbezüglich einiges schief gelaufen ist. Ich war von 88 - 89 im JWH aufgrund einer Unterschrift meines Stiefvaters, der nichtmal ein Erziehungsberechtigter war. Wäre über jede Hilfe dankbar...
den Antrag auf Leistungen aus dem Fonds für Heimerziehung in Kombination mit einem Antrag auf Akteneinsicht in alte noch vorhandene Kinderheim- und Jugendamtsakten zu deiner Person würde ich an deiner Stelle dennoch stellen, alleine schon deshalb, um wenigstens die Kinderheimzeit amtlich dokumentiert und mindestens Einsicht bzw. Fotokopien von allen noch vorhandenen Kinderheim-und Jugendamtsunterlagen zu deiner Person zu erhalten. Zusätzlich stellst du noch einen Antrag auf Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz, denn schließlich sind die Erzieher in den Kinderheimen mit manchen Kindern nicht grade zimperlich umgegangen, so wie man hier so liest. Ggf. erhälst du dann wenigstens finanzielle leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz.
Ich bin für meinereiner selbst etwas ähnliches am ausarbeiten, denn die Kinderheimzeit beinhaltet nur ein Bruchteil an Gewalterfahrung, die ich in meinem Leben machen mußte, darunter zwei Beinahevergewaltigungen, wobei ich beim zweiten mal stiften gehen konnte, Stalking durch den damaligen Freund meiner verstorbenen Mutter, Mobbing und Verprügelattacken in der Schule, Diebstahl usw.; daher stelle ich noch zusätzlich einen Antrag auf Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz, mal sehen, ob das ebenfalls klappt.... den Nachweis über die Kinderheimzeit habe ich jetzt nun amtlich und kann ihn dem Antrag auf Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz neben noch anderen Unterlagen beifügen.
Der Antrag auf Leistungen aus dem Fonds für heimerziehung läuft nach wie vor weiter und, nachdem ich nun die ersten 250€ alleine für die Fahrt zum Gesprächstermin beim landschaftsverband Westfalen-Lippe erhalten habe, müssen nur noch die weiteren Feinheiten ausgearbeitet werden und dann gibts hoffentlich Bares für den angestrebten Großeinkauf...