Beiträge von Axel Li

    Tut mir leid, dass das flapsig formuliert war, doch ich frage mich, weshab hat es eigentlich 16 Jahre gedauert bis der erste Sucheintrag hier erfolgt ist?

    Wenn also Ute sich bisher nicht innerhalb dieser Jahre hier gemeldet hat, wird es Ursachen haben. Kann man dann davon ausgehen, dass sie sich womöglich hier nicht meldet, weil sie gar nicht registriert ist? Weshalb ist sie nicht registriert?

    Ich will dir nicht die Hoffnung nehmen, aber einen Tipp hätte ich schon. Wenn es dir so wichtig ist, wäre es nicht einen Versuch wert, sich einfach mal in der Einrichtung tel. o. schriftl. zu melden? Man wird dir vermutlich etwas über Datenschutz erzählen, aber wenn jemand glaubhaft machen kann, dass er ein berechtigtes Interesse hat, könnte das enen Versuch wert sein.

    Was mich veranlaßt, das zu schreiben - 1998 oder 1999 ist fast schon gestern und wahrscheinlich gäbe es sogar Unterlagen und dir würde vielleicht jemand helfen können.

    Es ist reine Spekulation aber vielleicht klappt das eher, sie zu finden, als wenn man hier ewig auf den Sankt Nimmerleinstag wartet.

    Also alles Gute bei der Suche und nichts für Ungut.


    denn es geht um unser aller Leben.

    Ja, den Regierungs-Politikern ja auch ...Nur eben enden ihre Überlegungen möglicherweise darin, es zu beenden - bevor die Rentenansprüche geltend gemacht werden können ..... :cursing:

    Wobei der Gedanke zunächst einmal der Spekulation überlassen werden muss. Der Artikel ließ leider nicht erkennen, in welche Ressorts das Geld umgeschichtet werden soll. Hier muss man leider wieder spekulieren. :rolleyes:

    Besorgniserregend kann man es nennen, wenn für die Krankheit mit der zweithöchsten Todesfolge in der EU Forschungsgelder gekürzt werden sollten und die Finanzierung entsprechender weiterführender Projekte ab 2027 nicht gesichert ist.

    In Anbetracht der Lage, wenn man sich das vorstellt, dass innerhalb der EU jeder zweite Mensch einmal die Diagnose Krebs bekomme, so der Chef des EU Rechnungshofes und dass ca. 100 Mrd. € an volkswirtschaftl. Folgekosten anfallen, kann man es als skandalös bezeichnen, dass die EU Kommissionspräsidentin das Geld offensichtlich anderweitig ausgeben möchte. Dabei lag ihr doch gerade noch viel daran, dass mehr für die Krebsvorsorge und den Kampf gegen diese Krankheit getan werden müsse.

    Europas Kampf gegen den Krebs droht das Geld auszugehen
    Jede Minute gibt es in der EU fünf neue Krebs­diagnosen. Trotzdem ist durch massive Einschnitte im Gesundheitsbudget die Finanzierung des zentralen…
    www.haz.de

    Die Fortschritte in der Medizin gerade auf diesem Gebiet inerhalb der letzten 10, 20 Jahre sind phänomenal dank der in die Forschung getätigten Investitionen. Es sollte jedoch nicht an falscher Stelle gespart werden, denn es geht um unser aller Leben. Darüber darf man nicht mal eben so nach Gutdünken entscheiden.

    Natürlich kann man uralte Beiträge gern zu Tage fördern. Dafür war ich lange zuständig im Forum, doch was mich irritiert, sind Fremd-"Beiträge" einstellen, ohne sie selbst kommentiert zu haben oder eine Absicht erkennen lassen, was bezweckt wird. Wie also sollte man dann als user diskutieren oder kommentieren können, wenn hier erst einmal das große Rätselraten beginnen muss? :/

    Dass Snoopy eine persönl. Absicht damit verbindet, versteht sich von selbst und ich bin auch sehr sicher, dass es dazu von Snoopy keine Antwort geben wird.

    Wer sich das Thema hier vornimmt, wird zwangsläufig zu entsprechenden Schlüssen kommen. Eigentlich ist das schon recht gut erkennbar, was im Nicht-Gesagten gesagt wird.

    Berechtigte Frage. Letzte Nacht habe ich mir das hier schon "reingezogen" und behaupte jetzt mal dreist, ohne dass hier jemand jemanden kennt, ohne Hintergründe darüber zu haben, wer, weshalb, warum in Heimen dieser oder jener Art verbrachte, ohne selbst über ausreichendes psychologisches Hintergrundwissen zu verfügen, ist so ein Thema ohne jegliche fachl. Expertise über den Einzelnen vorliegen zu haben, schier unmöglich und vollständig fehl am Platze.

    Wer soll denn bitte schön hier überhaupt eine sachliche Antwort haben können, ohne dass sie nicht sofort zerrissen und zerpflückt wird von Leuten, die doch wohl mehrheitlich alle irgendwie traumatisiert worden sind. Sollen hier Blinde mit Tauben kommunizieren und was soll dabei herauskommen? thinking

    In der Küche gab und gibt es immer und überall etwas zu tun, wohl nicht nur im weissen Wasser. Ich musste mich gerade über den lustigen User Namen "Böhse Tante" amüsieren. Darauf muss man erst einmal kommen. War es so schlimm, sich diesen Nick zu verpassen? :D

    Gleich nach meiner Ankunft im Heim, nicht bei Euch, wurde ich einer Gruppe zugeteilt, deren Erzieherin dieser Bezeichnung durchaus ziemlich bald entsprach. Ich mochte diese Tante aber so was von. Nein. Ich sag jetzt gar nichts mehr. :oops:

    Übrigens hatte ich jüngst noch eine nette Kollegin namens Bille aus Sachsen-Anhalt. Haben wir uns in diesem Forum verpasst?? Schnell noch die Nummer raussuch'. Wir hätten sicher Einiges zu erzählen. lol

    Mir, aber das liest man sicherlich auch so heraus, geht es weder darum, alte Wunden aufzureissen, noch darum, ehem. Kameraden meiner Gruppe aus der Reserve zu locken, noch sie auszuhorchen, sondern um Gewissheiten, ob sie empfanden wie man selbst empfand und wie sie Dinge wahrnahmen, wie man sie einst selbst wahrnahm. Objektivität wäre ein Wunschtraum, aber wie soll das nach Jahrzehnten möglich sein? Die wenigen s/w Bilder deuten nur an.

    Neuerdings träume ich sehr sehr intensiv und sehe wahre Spielfilme vor den inneren Augen, nur ist mir noch keiner aus der Heimzeit im Traum erschienen, wenngleich die Erinnerungen doch zahlreich sind.

    Dennoch scheint der Wunsch ungebrochen zu sein, Puzzleteile zusammenzuführen wie man Bilder wieder auferstehen lassen möchte, von denen Teile fehlen. Sollte man KI bemühen oder belässt man besser alles wie es ist?

    100-ig stimme ich dem zu und habe in keinster Weise etwa unser Zusammen-sein dadurch schmälern wollen als ich schrieb

    Zitat

    Mein Bestreben war, zu wissen, wieso ist man auch hier allein und niemand schreibt von denen, die man suchte, allein schon um zu wissen, wie haben sie die Zeit damals selbst empfunden und was ist aus ihnen geworden?

    Wir haben letzte Frage, wer es geschafft hat oder nicht, an anderer Stelle Beide schon diskutiert oder besprochen und klar, es ist der Lauf der Dinge. Nennen wir es Schicksal, ungünstige Umstände, wie auch immer. Die Wege trennten sich und trotzdem blieben im Unterbewusstsein offene Fragen zurück.

    Du magst es missverstanden haben, aber natürlich war es zunächst die wichtigste Absicht, Ehemalige zu suchen, zu finden. Das ändert nichts daran, dass ich durch unseren, insb. durch den regen Austausch mit dir reicher an Wissen wurde, und das war nie anders, ich tanke Wissen wie als wenn jemand seinen Durst löscht, denn gefühlte Millionen Male schrieb ich es in 20 Jahren ähnl., der Schmelztiegel unterschiedlichster Charaktere, die ähnl. Heime durchlaufen haben, bereichert natürlich trotzdem und gibt Einblicke, wie Andere es empfanden, auch wenn sie nicht im gleichen Heim lebten. Trotzdem muss es legitim sein zu fragen, es hätte mich schon viel früher brennend interessiert, wie genau gingen jene Ehemalige mit ihren Erlebnissen, Erfahrungen, mit denen man gleichzeitig in einer Gruppe oder auch nur im gleichen Gebäude war, um.

    Mir ist wiederum klar, dass das bedeutet, absolut ehrlich zu sein, Wie in etwa Fragen wie diese zu hören: "was hast du empfunden, als dies oder das geschehen ist". "Aus welcher Perspektive nahmst du Dinge wahr oder was hast du dir von Anderen erhofft?". "Wer war deiner Meinung nach gerecht, ungerecht?" usw. usf.

    Vielleicht ist es naiv, aber jeder Mensch betreibt doch unbewusst Selbstreflexion und hätte vielleicht auch daher gern erfahren, wie man damals auf Andere wirkte. Komischerweise habe ich noch immer mindestens ad hoc 10 Namen im Kopf, weitere notiert, die in meiner Gruppe waren. Wie kann das sein, wenn so Viele Andere nahezu keine Erinnerungen mehr haben? Was ist denn da geschehen, dass Erinnerungen wie ausgelöscht sind?

    LG

    Es waren keine Ferienlager.

    Wir waren, wie Du schon richtig schreibst, "Kämpfer und allein", aber sieh uns an, wir können uns heute darüber austauschen. Jeder kann hier seine Geschichte erzählen, wenn er denn will.

    Früher schrieb ich des Öfteren, dass ich es als eine "harte Schule" beschrieb und ich weiß es von Anderen, dass ich damit überhaupt nicht falsch gelegen haben kann, denn so wurde es mir von gleich drei Ehemaligen aus meiner Zeit bestätigt, die ich vor langer Zeit fand bzw. sie mich. Die Gruppe war gar nicht mal schlecht untereinander, aber ich spürte sie, die Traurigkeit, nachts und obwohl wir immer fast alle zusammen waren, war man trotzdem für sich allein. Es reichte ja schon, wenn Einer aus der Reihe tanzte. Unter Dauerkontrolle, aber wir waren auch fast noch Kinder. Wir gingen als nicht-mehr-Kinder.

    Du schreibst, können uns hier austauschen. Gut so. Es sind aber nicht die eigentlich Gesuchten.

    Mein Bestreben war, zu wissen, wieso ist man auch hier allein und niemand schreibt von denen, die man suchte, allein schon um zu wissen, wie haben sie die Zeit damals selbst empfunden und was ist aus ihnen geworden?

    Hat die Zeit einst sie wirklich gebrochen, weil man doch unseren Willen hat brechen wollen? Entscheidende Fragen - für mich.

    Mir ist ja nun Einiges in den Jahren durch eine recht intensive Beschäftigung mit der Materie geglückt, aber Wunder erwarten kann man bekanntlich nirgends.

    Dass sìe deine Weißwasser Bude quasi platt gemacht haben, mag gut sein, doch innere Bilder vergisst man nicht, da können sie so viel zerstören wie sie wollen.

    So sehe ich das auch, dass man nur zusammen und gemeinsam etwas bewegen kann, sich gegenseitig stützen, vielleicht Halt geben kann, vielleicht sogar gemeinsam etwas in begrenztem Rahmen aufarbeiten kann. Das sind natürlich Wunschvorstellungen und auch ich habe nie wirklich daran geglaubt, dass das je geschehen kann. Dafür sind wir von Anfang an zu unterschiedlich, was logisch ist, denn wir waren nicht deswegen im Heim, damit uns die Unterschiede ausgetrieben werden.

    Es gab kaum so etwas wie echtes Zusammengehörigkeitsgefühl, denn wir wurden zusammengewürfelt, kämpften mehr oder weniger jeder für sich allein. Bis auf ein paar wenige Freundschaften, die entstehen konnten, war da nichts Nennenswertes. Das konnte man aus unzähligen Geschichten Anderer herauslesen und ich kann auch nur aus der Sicht von jemandem sprechen, der selbst in einem Spezialkinderheim der DDR war. Es ist dann auch erklärbar, weswegen sich so wenige finden. Es waren keine Ferienlager.

    Es ist alles in Allem kein Zufall, dass man über viele Jahre kaum jemanden wiederfindet. Entweder suchen sie bewusst nicht, was Ursachen hat oder sie haben das einfach alles vergessen. Bei mir war das damals in den 90-igern auch eine Art Zufall, weswegen ich wieder so erinnert wurde an die Zeit damals, jedoch dauerte es noch weitere Jahre, bis etwas in Bewegung kam.

    Was das Thema angeht

    - ich bin heilfroh, dass aus meinem eh. Heim kein lost place wurde. Heute bewirtschaftet die Caritas teilweise das Gelände, in dem noch immer Kinder aus div. Gründen untergebracht sind. Fast konnte man, als ich das letzte Mal dort war im Januar 2011, tief verschneit, melancholisch werden ob der Renovierungen fast aller Häuser, für die ordentlich Geld geflossen sein muss. :hutab:

    Da spukte es doch nicht etwa? Als Kind gruselte man sich ja sowieso gern einmal. Als wir um 2000 oder 2002 etwa dort gastierten, las ich nur kurz über den Ritter. Es hängt in dem kleinen Kapellchen am Straßenrand eine Art Steckbrief über ihn, für Gruselgeschichten reichte es nicht mehr. Könntest du dich vielleicht daran erinnern, was der Ritter denn alles so angestellt hatte? rofl

    Hätte man mir hier im Forum nicht in den Ohren gelegen und mich dazu überredet, hätte ich bis heute keinen einzigen Antrag gestellt.

    Darf ich fragen, ob die Leute, die dir so in den Ohren lagen, jemals gedankt haben oder sind die einfach nur gekommen, um zu schauen, ob sie nicht irgendwie an Geld kommen könnten? hmm

    Vielleicht erinnerst du dich, wir Beide hatten diesbezgl. einst eine rel. ähnl. Sicht über diese Dinge, denn ursprünglich hatte auch ich nicht vor, aktiv zu werden, habe das auch mehrfach so gepostet, doch wenigstens lag ich niemandem in den Ohren im Gegensatz zu jenen, die scheinbar auf ihnen saßen oder sich alles aus der Nase haben ziehen lassen müssen.

    Wir haben nun deutlich mitbekommen, wie es insgesamt mit der Kommuniktion unter ehem. Heimkindern aussieht, auch, ob das alles so gewollt war oder nicht, fest steht, wer nicht in Vorleistung geht, nicht ein bisschen selbst aktiv wird, darf sich nicht wundern, wenn man keinen Erfolg hat.

    Wie bitte kann man jemandem in den Ohren liegen, wie klein muss man sein, um das zu können? :/

    Ich frage mich nun schon jahrelang, weswegen sie sich zwar alle suchen, sich jedoch nicht finden. Das ist so symptomatisch und nahezu in allen Heim- und "Such"-themen immer wieder das Gleiche zu beobachten. Jemand kommt, fragt, sucht, versucht zu finden, meldet sich ab, hat keine Geduld und offenbar doch kein echtes Interesse. Reihum geht es immer so weiter. Ich würde mich vielmehr darum kümmern, etwas dort zu suchen, was nicht so oberflächlich ist wie so viele Menschen. Ein Archiv ist bestimmt interessanter als vor allem stumme Menschen.

    Sächsisches Staatsarchiv, Beständeübersicht
    Übersicht über alle Bestände des Sächsischen Staatsarchivs, untergliedert in zeit- bzw. sachbezogene Gruppen (Tektonik).
    www.archiv.sachsen.de

    Du kennst ihn auch noch? Ich sah ihn gleich 2 x unter Glas, mehrere weitere Gelegenheiten ließ ich aus. Das Leben hat in der Stadt weitaus mehr zu bieten. Jedoch solle man der Toten gedenken. L. hatte an sich einst ganz interessante Ideen, doch was der "Ritter Kahlbutz" unter Glas in Kampehl in der Prignitz einst zu sagen hatte, ist mir nicht bekannt, aber es gab Heimkinder, die ihn in unmittelbarer Nachbarschaft besucht haben dürften. Ihre Berichte über den Ritter würden mich pers. Interessieren. :rolleyes:

    Ich nehme an, sie wird eines ihrer medienfreien Wochenende dafür opfern. Das könnte ich gar nicht, denn wenn ich Fenster putze, läuft mindestens das Radio.

    Über Kampehl habe ich bereits andernorts geschrieben, denn wir waren mal in der Gegend und genau an dem Ort zu Besuch. In Kampehl liegt nämlich eine der berühmtesten Mumien der Welt aufgebahrt unter Glas. Ein Muss auch für alle Grufties. lol

    Ordnung ist wichtig. Ganz wichtig. So haben wir es gelernt. Sie dient zumal der besseren Orientierung. Nun werden sicherlich schon bald noch mehr Leute zu uns finden.

    Ordnung ist auch eine gute deutsche Tugend. Ebenso wie Sauberkeit. Putzt denn jemand gründlich Fenster? Es geht ja schon bald wieder los damit. Wo ist denn nur die Leiter??

    Übrigens hat Sven Ewald zwei schöne Fotos des Heimes in Kampehl in der Galerie abgelegt.

    Willkommen. Wünsche gibt es öfter als Erfüllungen. Übrigens gibt es schon einen Kampehl Thread aber der ist noch sehr leer..

    JW1HAL
    13. März 2023 um 05:39

    Wir sind weder Psychologen noch verfügen wir aus vielerlei Gründen nicht über den gleichen Wissensstand oder gar dem Erinnerungsvermögen, um alles wissen, gar fühlen zu können, was vielleicht sehr tief schlummern könnte, das man besser nicht wie den schlafenden Drachen zum Leben erwecken möchte.

    Ich las beide erschütternde Geschichten, die des Uwe und Nicole' und wenn Weißwasser genau so war, erklärt sich womöglich, wieso diese Einrichtung aussieht, wie du sie bei deinem Besuch jüngst vorgefunden hattest.

    Nummern trugen auch wir. War etwas, hörte man sie ausgesprochen.

    "Silly" sangen einst in "Mont Klamott" eine Textzeile wie dieser:

    Zitat

    Lass' sie ruhen, die Väter dieser Stadt

    Zitat


    die Mütter dieser Stadt, die den Berg zusammengekarrt.

    LG