Zur Begrüßung eine Suppe!

  • Ich habe da einmal eine Frage an euch und hoffe, dass vielleicht jemand eine ähnliche Erinnerung in seinem Herzen trägt.

    Als ich ein kleines Kind war und ins Heim kam, gab es dort zur Begrüßung eine Suppe, die ich bis heute nicht vergessen habe. Es war eine lauwarme Milchsuppe – ganz schlicht vielleicht, und doch für mich etwas ganz Besonderes. Ihr Geschmack war so einzigartig, so wohlig und tröstend, dass ich ihn all die Jahre mit mir getragen habe.

    Seitdem habe ich unzählige Milchsuppen probiert und viele Rezepte gelesen, aber keine kam auch nur annähernd an diese Erinnerung heran. Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt nur die Suppe war – oder ob sich darin ein bestimmter Moment meines Lebens versteckt hat.

    Ich glaube, darin waren Klümpchen oder Klitze, vielleicht kleine Graupen, die wie winzige Augen aus der Suppe schauten. Eventuell waren auch Banane, Sahne, Milch und etwas Vanille darin. Aber ehrlich gesagt weiß ich es nicht mehr genau. Die Erinnerung ist wie ein alter Schleier – manches schimmert noch hindurch, anderes bleibt verborgen.

    Hat jemand von euch schon einmal etwas Ähnliches erlebt? Kennt vielleicht sogar jemand so eine Milchsuppe aus Kindertagen? Oder hat ein Rezept, das in diese Richtung geht?

    Man sagt ja, dass Gerüche und Geschmäcker uns wie auf unsichtbaren Wegen zurück in die Vergangenheit tragen können. Genau so fühlt es sich für mich an. Als hätte diese Suppe ein kleines Stück meiner Kindheit bewahrt, das ich bis heute suche.

    Ich freue mich über jede Erinnerung, jeden Gedanken und jeden Hinweis. 🌷 PinkElly

  • Hm. Willkommen. Ich versuche gerade nebenbei mit einem der vielen Gehirnareale zu entschlüsseln, was das mit der Suppe auf sich hat.

    Sollte das gar keine Begrüßung dafür sein, dass man nun im Heim war, sondern eine Art Metapher sein, dass man sich die Suppe, die man essen sollte, nur dafür steht, das man sie auslöffeln sollte, weil man sie sich doch zuvor selbst eingebrockt hatte? :/

    LG

    Das Ziel im Lebens ist nicht, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern aus den Reihen der Wahnsinnigen auszubrechen. Mark Aurel

    Gehe nicht, wohin der Weg führen mag, sondern dorthin, wo kein Weg ist, und hinterlasse eine Spur. Jean Paul

    Einmal editiert, zuletzt von Axel Li (18. Juni 2026 um 14:04)

  • Ich komme gerade von draußen rein, auch vom Einkaufen, bin an den Supermarkt-Regalen entlanggetigert und sah sie - all die Tütensuppen, igitt, all die Süßspeisen, noch igittiger und kenne sie auch noch gut persönlich, aus der Schule, dann auch aus dem Heim.

    Ab und an wurde das gegessen. Ich kannte Kinder, die um süße Suppen einen Bogen machten wie der Teufel das Weihwasser mied.

    WAS aber nun wird mit diesen Kindern geschehen sein, die KEINE wie die von dir beschriebenen Suppen mochten? Ich wage nicht daran zu denken, was geschehen ist, aber in manchen Heimen soll man nicht zimperlich gewesen sein. "Bei uns wird gegessen, was die Kelle kleckt". :huh:

    Du, PinkElly hattest mit der sußen Suppe offenbar Glück. Andere Kinder nicht. Sie löffelten artig oder kriegten im schlimmsten Falle eines hinter die Löffel. Manche wurden gezungen, aufzuessen, ob es schmeckte oder nicht. Ich erbrach mich einmal und aßen sie nicht auf, sind unschöne Dinge geschehen. So in etwa las Einiges in Internetforen darüber, was passiert, wenn man kulinarisch aus der Reihe tanzen wollte. Das macht heute aber niemand mehr. :saint:

    Liebe Grüße

    Axel Li

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    Einmal editiert, zuletzt von Axel Li (19. Juni 2026 um 15:12)

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