Hallo Leute,
Inzwischen habe ich Antwort bekommen vom Amtsgericht in Cottbus, und ich muß zugeben dass ich extrem schockiert bin über dieses Ausmass an Behördenwillkür......
Aber fassen wir den Inhalt doch einfach mal etwas zusammen....
Das Amtsgericht Cottbus hatt beim Jugendamt Hoyerswerda nach den Akten suchen lassen, die haben das an das Kreisarchiv in Bautzen weitergeleitet....dort hat man keine Akten darüber gefunden, nach nur wenigen Wochen Bearbeitungszeit, die haben also endweder nicht gesucht oder aber die haben nichts zu tun, dritte möglichkeit, die werden von Anträgen überschwemmt und wollen die einfach nur von der Backe haben.
Der Staatsanwalt schreibt, der Antrag sei abzulehen weil er wenig aussicht auf Erfolg hat weil Ich in der Beweispflicht bin und keine Unterlagen darüber zu finden seien. Bin ich jetzt schuld dass 1989 in Hoyerswerda in Großem Ausmass Fragwürdige Akten geschreddert wurden ???????
Weiterhin schreibt man dass ja noch weitere 4 Kinder in der Familie lebten und daher vermutlich Erziehungsprobleme die Ursache für die Heimeinweisung seien, auch diese spräche dagegen.
Dass hat man sich ja schön zurecht gelegt, selbstverständlich wurden die Kinder in den Spezialkinderheimen der DDR offiziel aufgrund von Erzieherischen Problemen in die Heime eingewiesen. Was hätte man auch sonst in die Akten schreiben sollen um diesen schritt zu rechtfertigen.
Hinzu kommt dass die nicht rechnen können, ich habe denen das Einweisungs und Entlassungsdatum reingeschrieben und mein Geburtsdatum natürlich auch, die Schreiben ich sei von 12 bis 16 Jahre im Heim gewesen, richtig ist jedoch 11 bis 15 Jahre...alles analphabeten.....
Ich möge mir doch in den nächsten drei wochen überlegen ob ich meine Aussage nicht beweisen könne, wenn nicht würde der Fall geschlossen.......wie soll ich das denn machen wenn die meine Akten nicht suchen / finden oder die geschreddert wurden.
Was nützt es wenn der oberste Gerichtshof entscheidet dass Kinder aus ehemaligen DDR Spezialkinderheimen Asnspruch auf Rehabilitierung für erlittenes Unrecht, den Jahrelangen Freiheitsentzug, die Armeenahen Lebensumstände, die vielen erlittenen Körperlichen und Seelischen Quaalen haben und die Justizia aus Kostengründen (vermutlich) dann einfach den Kopf in den Sand stekt und die Opfer verprellt und sagt "sorry meine Name ist Hase, ich weiß von nix und habe auch nix gefunden".....
Oder wie hölt man das Recht aus....so etwas kann Justizia natürlich am aller besten da die täglichen Umgang mit dem Recht haben, daher ist Recht haben und Recht kriegen, vor allem in diesem Land absolut zweierlei und abhängig von jeweiliger Kassenlage und Gemütszustand des entscheidenden. Am allerbesten sieht man dies auch bei täglichen Harz4 entscheidungen der Argen.
Ich fühle mich mit der Faust ins Gesicht geschlagen, verachtet und extrem verarscht. Erst das große Geschrei in den Medien dass man ein Anrecht darauf hat und dann mogelt man sich auf diese weise raus weil man das nicht bezahlen möchte weil die Zahl der potenziellen Opfer vermutlich zu groß ist.
Währe mir im Grunde auch klar warum die nichts finden, allegemein bekannt ist dass in Hoyerswerda zur Wende in Großem Stil Akten vernichtet wurden, vor allem die fragwürdigen. Und Zeugen zu bekommen ist wohl noch schwieriger, ich vermute mal das kann ich vergessen, bis auf Spesen nichts gewesen. 4 Jahre Freiheitsentzug, Körperliche und Seelische Quaalen, verachtung von allen Seiten und die tuen so als habe ich mir das nur eingebildet. Ich bedauere es zutiefst, dass die, die das entscheiden nie so leben mussten....es ist eine wahre schande.
In diesem Sinne
Liebe Grüße -> das Seppelchen.
P.S. -> berichtet hier bitte was aus euren Anträgen geworden ist, bzw. ob es euch ähnlich ergeht.
Bin mal gespannt ob die Medien aus der kehrseite der Medalie auch so einen aufriss machen werden.