Beiträge von Axel Li

    Bingo. Lag ich doch richtig mit einem Höhleneingang. Die Mäntel erklären sich dann von selbst, die dem Schutz vor Tropfsteinwasser dienen. In den Feengrotten waren vier Jungs meiner Thüringer Berufsschule aus dem Internat ca. 1976 auch einmal drinnen. Ich war unter ihnen. Eigentlich hätte ich das Bild erkennen können. Alternativ hatte ich noch den Verdacht, das Bild wäre am Kyffhäuser entstanden, doch die Mäntel änderten den Gedanken, wobei es auch am Kyffhäuser eine Höhle gibt, in der ich einmal Ende der 90iger war.

    Jemand schrieb innerhalb dieses Threads oben, das Heim wäre als Hölle erlebt worden. Ich verneine, denn aus Höllen entkommt man nicht. Man verbrennt. Ich habe mir die Finger verbrannt, wenn ich mein loses Mundwerk nicht gehalten habe. ?(

    Bitte. Genug jetzt von Höhlenbildern. lol

    Krumi63 ganz richtig. Danke! Gut erkannt. Mit Sicherheit ist das Bild nicht aus dem erw. Heim, in welchem ich doch selbst war. Es könnte sogar schon aus den Sechzigern stammen. Wurde das Bild denn nicht beschriftet, um es zuordnen zu können? Das passt auf keinen Fall in dieses Thema hier. Eher scheint es der Besuchereingang eines Besuches einer Höhle, z. Bsp. der Baumannshöhle im Harz, zu sein. Ein Gruppenfoto aus einem Heim sieht anders aus.

    Steve Colditz

    Regelauffälligeiten. Wie oft lasen wir schon davon! Sie ziehen sich wie ein einziger roter Faden durch all die Einweisungsbeschlüsse die schon erkennen lassen, dass doch nur die Eingewiesenen ursächlich selbst daran Schuld waren. In dem Alter damals und ohne dem heutigen Wissensstand musste das zwangsläufig bei noch Kindern Schuldgefühle hinterlassen, die immer wieder in der wissenschaftl. Aufarbeitung einen wesentlichen Bestandteil einnahmen.

    Es gab nur das eine Prinzip: "Ursache - Wirkung" oder auch "wer nicht hören will, muss fühlen". Das hat doch jeder Mensch so verinnerlicht. Der Zeitgeist eben. Dieses Prinzip konnte letztendlich gar keinen Verdacht erst aufkommen lassen, dass Unrecht "von oben" geschehen hätte sein können.

    Es ist schwer für mich das zu lesen ohne zu weinen und doch schenkst du mir gleichzeitig Kraft und Hoffnung damit. Zu wissen das man nicht alleine ist ....

    Mehr kann ich nicht tun, als das Bild aufmachen, so weh es tut oder für andere bitte nicht tun mag! Ich weiß, es triggert vielleicht sogar und viele werden es so noch nie betrachten, doch wenn ein nie zur Ruhe kommendes Gehirn abschalten würde, hätte es womöglich vieles vergessen. Derzeit liegen viele Bilder ON OP, als wenn sie gerade erst erlebt wurden.

    Jeder kann und sollte, wer es nicht vermag, bleiben lassen, hier zu lesen. Ich gehöre vermutlich zu Wenigen, die es vermochten, ein Thema wie dieses in Worte Betroffener zu kleiden. Die Anderer benötige ich nicht. Es tut mir leid. Noch versuche ich, den Irrsinn zu verstehen, woran das alles lag. Erst wenn ich nicht mehr klar bei Sinnen bin, sollte ich Bescheid bekommen.

    I am sorry!

    "...... der meine kleine Katze erschlagen hat." Na hoffentlich nicht mit einer Neunschwänzigen...^^ kl. Wortspiel, ich weiß, ich kann hart sein, aber wer immer gerade als BOT diesen Thread hervorgeholt hat, weswegen ich auf ihn stiess und schäme mich vorsichthalber. Oh Gott, wie tief muss man fallen? Ich habe mir gerade vor dem Tode, es wird noch dauern, die Mühe gemacht, mich mit meinen Ergüssen zu ergötzen. lol

    Das hatte ich mir noch nie gefragt.

    So etwas Blödes aber auch - und das mitten in der Nacht - wie kann man sich denn so verschreiben!? "Das hatte ich mich noch nie gefragt." - muss es doch wohl richtig lauten. fie

    Schuld, da habe ich wohl richtig ' was falsch gemacht aber mal zum Thema zurück. Das hatte mich schon immer bewegt, zumal in den letzten Jahren so viel von angeblicher kollektiver Schuld die Rede ist, die so Manche kultiviert haben, als wenn Schuld Teil ihrer oder gar unserer gemeinsamen DNA wäre. Diese Art von vermeintlicher Schuld weise ich auf das Schärfste von mir.;)

    Ich habe gestern Nachmittag jemandem in einem Anflug von Güte "vergeben", mit wenigen Worten mitgeteilt, dass es zur damaligen Zeit mit den Lasten, die zu tragen waren, mehr als heute, da bin ich ganz sicher, nicht einfach gewesen sein dürfte als Alleinerziehende. Mehr noch. Der Wille, alles gut zu machen, war da - die Kraft, Unterstützungen fehlte/n. Vom Unvermögen abgesehen. Was wollte man von Kriegskindern anderes erwarten? Was hätte man von Stiefvätern erwarten sollen oder können? NICHTS. Hätte ich mein Versprechen gehalten, ihn umzubringen, was wäre dann geworden? Ich hätte nicht erfahren, wie sehr 1947 russische Soldaten meinen Stiefvater als 15 Jährigen mßhandelten. Er, zumindest sein Freund von ihm, 1 Jahr älter, war offenbar bei den "Hitlerjungen", wie die Allermeisten, den sogenannten Pimpfen. Die waren minderjährig und die Wehmacht zog die ein! Das alles erfuhr ich so viel später, bis vor 2 Jahren besaß ich noch einen Brief von der "Feldpost" zugestellt zwischen Beiden, räume seit Jahren Nachlässe auf und müßte auch mal in meinem Kopf richtig aufräumen. Für ihn gibt es keinen Reißwolf.

    Allein im Leben geht nichts richtig, doch auch zusammen ist nichts perfekt. Das weiß ich alles aus eigenem Erleben.

    Es kam, wie es kam und wenn man von Schuld reden kann, aus damaliger Sicht fühlte man sich fast täglich schuldig, nicht funktioniert zu haben z. Bsp., Dummheiten gemacht zu haben, aber es gab niemanden, der sagte, es wäre anders. Ich tickte einfach nur fast jeden Tag aus. Die Uhr lief also und im Heim war man sowieso, zurecht. Das machte man uns ja von Anfang an klar.

    Was paßte besser jetzt an dieser Stelle als der nächste Song?

    Das hatte ich mir noch nie gefragt. Man sah und fühlte nur.

    Der Song steht dafür, was wir empfinden, im Innersten, was wir vielleicht aussprechen wollten und doch nicht tun. Man kann es zwar beschreiben, doch jeder fühlt auf seine Weise.

    Ich las den Text letzte Nacht, dachte ähnlich und daran, sich an so ein Unterfangen heranzuwagen, das hat schon etwas. :hutab:

    Zu bedenken ist, wer sich in den Schatten begibt, dem könnte kühl werden. ..

    Auch von mir mein Beileid, doch primär möchtest du dich, Steve Colditz wohl besser erst einmal um die techn. Dinge vor der Beerdigung kümmern. Sie wird dir sicher auch nicht gut tun. Umso schlechter wäre jetzt vielleicht, nicht viel Gutes darüber zu hören, wie es ihr im Heim erging. Du könntest Dinge erfahren, die aus Fritz-51 genannten Gründen besser verschwiegen wurden.

    Deine Mutter kam offenbar ins Heim, als ich es nur Tage darauf verliess.

    Viel Glück dir und grabe nicht zu tief...

    VG Axel Li

    Gern geschehen. Weisst du. Mir ist das immer ein Rätsel, wie gar so kleine Länder wie das genannte, auch Luxembourg, gar Monaco, mt so viel Geld umgehen können. Sie müssten sprichwörtlich platzen, weil es doch für Geld gar nicht genug Platz geben dürfte. Es geht nicht nur um ein paar Tausende, sondern Zahlen mit wirklich vielen Nullen. Da wird mir immer schwindlig, und ich hoffe inständig, dass Länder, die grösser sind, mit unserem Geld vernünftig umgehen können. Ich möchte schließlich von der Rente noch etwas haben. Derzeit bin ich skeptisch, wie lange das noch gut geht.topicclosed

    Weshalb bin ich schon wieder wie ein Autist messerscharf und präzise, nachts, wenn alle Fußball schauen, achte ich auf Nebensächlichkeiten. :/

    Gestern habe ich es in der Bank kontrolliert, so wie ich mich öfter kontrolliere.

    Wer hat das verursacht? Was also fiel mir heute Nachmittag beim Checken der Kto.-Auszuege auf? Richtig. Die Erhöhung der Opferrente beläuft sich exakt wie es deiner Berechnung entsprach. Sie beträgt nun 417,00 € pro Monat. :suchend:

    Bei uns trank mein 2. Stiefvater, der antanzte als ich 8 war. Er trank eher, um sein bisheriges Leben, seine gescheiterte Ehe zu verarbeiten. Auf Arbeit hatte er ein paar polit. Diskussionen, wählte nie und fiel schon dadurch auf. Der Dauergast zog also bei uns ein, ich, eifersüchtig und misstrauisch zugleich, denn ich wollte um alles in der Welt nie wieder noch einen wie zuvor schon zwei Jahr lang im Haus verhassten sadistischen Stiefvater erleben. Ich ließ ihn folglich meine Unlust unbewusst spüren, vor allem, wenn uns in der engen Wohnung seine eigenen Kinder besuchten, verließ ich demonstrativ das Wohnzimmer, knallte die Tür zu, ging in mein Zimmer. Ein andermal, gleiche Szene, er schlug mich ins Gesicht, eines seiner Kinder hörte, sah es. Ich verließ stundenlang bis nachts die Wohnung. Wir wurden nicht warm, im Gegenteil, ich wurde nur noch mehr ablehnend, und nun auch von ihm mehrfach verprügelt, weil ich aufsässig, bockig wurde, in der Schule bemerkte man etwas und alles schaukelte sich wie beschrieben, hoch.

    Der 1. Stiefvater war zuvor so drauf dass spätabends einmal die Polizei eintraf. Sie kam ins Zimmer, "begutachte" mich, verschwand. Striemen waren normal.

    Vorhin und morgen erneut habe ich dort gegenüber dem Jugendamt zu tun, in welchem ich zuvor aufgeklärt wurde, ich sehe im 3. Stock das Fenster von damals, weshalb ich in ein Heim kommen werde, wo der Beschluss gefasst und unterschrieben wurde, von meiner Mutter, der völlig Überforderten.

    Hätte man also niemanden überfordert, sich nicht so gehabt, wäre man nicht aufsässig gewesen, hätte die Schule nicht geschwänzt, keine Dummheiten wie das Beschriebene mit dem Gewächshaus der Gärtnerei und den Kugellagern, den Kieselsteinwürfen in die Kita u. a. mitgemacht, wäre nie etwas passiert. Andere Kinder im Wohnblock waren doch alle normal. "Weshalb machst du so viele Sorgen?"

    Ich traue mich nicht, einen ehem. Schulkameraden anzusprechen, der die Zeit mit mir einst erlebt hatte, u. a. an einer der Schlüsselszenen wie der oben auf dem Hof des Fabrikgebäudes. Er lebt hier irgendwo, nur wenige Male sah ich ihn in der Schlange im Supermarkt. Es sind zu viele Jahre vergangen. ...

    Zum neulich nicht zu Ende Gebrachtem, Krumi63 kennt die Geschichte, in meiner Gruppe im Heim, ich war gerade 'mal 11, erst ein paar Monate dort, wurde wie die Jungfrau zum Kinde Jungpionier. Jemand machte mich zum Freundschaftsratsvorsitzenden. Ich muss wirklich gerade sehr freundlich gewesen sein oder noch, weswegen ich es wurde. Nur einer kann es werden und einer der traumatischeren Tage oder auch ein Abend vor dem Einschlafen geschah - wir erlebten, ich unmittelbar im Nachbarraum, den Tod eines Kameraden, eines kleinen Kobolden mit der Nummer 10, sympathisch, keiner Fliege ein Leid antuend. Drei Jungen nebenan spielten ein böses Spiel, das auch wir Drei nebenan spielten, ich auch - "wer hält am längsten die Luft an?".

    Der kleine Kobold hielt sie für immer an, knallte aus dem Eisendoppelstockbett mit dem Kopf zuerst auf den sehr harten Fußboden. Der Schock für die Zimmergenossen nebenan muss gewaltig gewesen sein. Wir Drei von nebenan und die Anderen auch hörten den Aufprall, sofort zu ihrem Zimmer rein sind und das ist unvergessen, der Kopf, blutverschmiert, jemand sagte, das Gehirn und später hörten wir, ein Drittel lag offen und das viele Blut auf dem Boden. Ich hasste Blut und später gar nicht. Minuten darauf Erzieher kommend, dieser Rest ist weg.

    Es war surreal und nicht etwa wie heute, Psychologen, Betreuung, unser Gruppenleben ging einfach weiter. Stille. Was schon ist auch geschehen? War es Apathie? Angst, Falsches zu sagen?

    Er verstarb Tage darauf im nahen Krankenhaus und Ironie des Schicksals, Wochen darauf, ich hatte gerade erst mit 10 die Beerdigung meines leiblichen Vaters am offenen Sarg in Berlin miterlebt, den ich nie in der Wohnung erlebte, später nur die Stiefvaeter, und was geschah jetzt?

    Wurden wir zwei Jungen gebeten, als Gruppenabordnung mit Pionieruniform zu seiner Beerdigung zu fahren oder wurde es bestimmt?

    Jürgen und ich fuhren im Auto nach Dresden, die Elbe aufwärts, an Meißen vorbei. Die nächste Beerdigung.

    Zurück von der Reise am Abend im Heim fragten sie vor dem zu Bett gehen: "wie war es denn:?" Ich kannte keine Tränen mehr und erst viel später bin ich aus diesem Traum des Lebens erwacht...

    Die Frage der Schuld bleibt ungeklärt, wir waren Kinder. Jemand von uns sechs Jungen brachte das Spiel ins Heim mit.

    Kann der Tod als Spiel zum Schicksal Überlebender werden?

    Axel Li

    Nummer 11

    Gute Frage mit den Erinnerungen, aber, könntest du als Dolmetscherin zwischen ihm und uns ihn nicht einmal fragen, weshalb er seine Tochter hier Fragen stellen lässt?

    Das kann nicht der Sinn sein, dass stellvertretend sich nun die Kinder von Betroffenen melden.

    Ich hätte eine Frage an ihn, eine Kind auf dem Stuhl stehen lassen kann mit Sicherheit unfallgefährend sein. Welches A***** von Erzieher oder Erzieherin denkt sich so etwas aus? Bist du bitte so lieb und fragst ihn? Danke!

    LG

    Was wollte ich eigentl. noch schreiben, bevor ich ein neues entwickeltes Thema anreißen möchte? Das will hier nicht recht hineinpassen, aber der Gedanke ist mir schon noch wichtig, immer und nur darüber geht es mir gerade insbesondere hier, der Perspektive des Betroffenen. Ich weiß noch immer nicht ganz genau, wieso ich so lange ein ausgesprochenes entwickeltes Schuldgefühl hatte. Bis an die Corona Zeit heranreichend, ich allmählich im Homeoffice habe arbeiten müssen/können. Ich war weniger in Präsenz, konnte arbeiten von wo ich möchte, nur musste ich mich testen lassen, um meine Arbeit 200 km weiter in der Fremde, der zweiten Heimat, zwischen den Welten lebend, noch weiter ausüben zu können. Oft sah man Kollegen gar nicht mehr, was mir nicht ganz leicht fiel. Aber das sprichst fürs Klima. Ansonsten hatte man ja auch Ruhe. 8)

    Immer jedoch schon hatte ich dieses typische Nähe-Distanz Problem und hatte wirklich gute Kollegen, doch die Schuld, in Zeiten meiner damaligen Krisen, blieb. Weshalb musste ich die Zeiten meines Zuspätkommens immer weiter ausdehnen, weil ich Nächte ausdehnte? Irgendwann hat man dann ein Problem. Es gelang mir, Dinge einzuschränken, so dass ich meine Arbeit nicht verlor. Das Loch wäre zu tief gewesen. Mein Verstand half.

    Den "Schuld-Gedanken", den ich hier noch hatte, will ich erst später zu Ende bringen. Er ist in der techn. Beschreibung andernorts früher schon zu lesen gewesen. Ich feile noch etwas im Kopf an dem Gedanken, der etwas lange beschäftigt hat und ansetzt an das, was du vorhin mit Gedanken um "Todessehnsüchte" beschriebst, ob das mit unseren Jobs nicht sogar etwas mit Aufarbeitung zu tun haben kann. Das geht schon etwas in die Psyche und ist keine Symptombehandlung mehr. ...

    Es ist eine schonungslose Ehrlichkeit, die man selten zu lesen bekommt. :thumbup:

    Ich möchte nur kurz erwähnt haben, ginopilo Unterhaltsgeldzahlungen an Kinder- und Spezialkinderheime "musste jeder zahlen, denn es gab..." Das weiß ich doch auch, aber mich interessiert natürlich, ob sich andere Ehemalige an diesen nicht unwesentlichen Fakt erinnern oder das so wahrgenommen haben.

    Uns fehlte dann einfach das Geld. Sie nahmen es von den Toten meiner Halbwaisenrente, meinem für mich bestimmten Geld. Jedoch, weil ich doch Schuld daran hatte, ins Heim gekommen zu sein, verinnerlicht man das genau so.

    Schon als ich im Heim war und einmal zu Besuch war, hörte ich von der Summe für meine Ausgaben. Das war noch kein schuldbehafteter Vorwurf, jedoch las ich schon Bücher und immer ging es um Schicksale, Schuld und Sühne.

    Noch nach der Entlassung konnte man die Signale hören, ja wenn man sich doch gut benommen hätte, wäre erspart geblieben, nun darüber zu schreiben.

    Wir hatten eine Nachbarin schräg gegenüber, so eine Aufpasserin alter Schule. Ich war schon ein Jahr entlassen, in der achten Klasse etwa, die wusste alles über mich/uns, woher?, ich lief über den Rasen vor ihrem Fenster.

    Zitat

    Rasenlatscher! Axel, sie hätten dich besser noch ein paar Jahre im Heim behalten sollen! Ungezogener Bengel!

    Wir schreiben das Jahr 1973/74. Die Frau war Olympiateilnehmerin 1936 im Dritten Reich, kannte Zucht und Ordnung. :hutab:

    Meine Schuld war es schon bald, der Nachbarin unter ihr ein Jahr lang die Kohlen drei Treppen kostenlos hochzutragen, versteht sich. Die Olympiateilnehmerin bekam keine einzige. So viel Strafe musste sein.lol

    Wenn ich das so lese, "Zahlungsanforderungen an meine Erzeugerin gefunden, die sie natürlich nicht gezahlt hat, und dafür auch entsprechend als Unterhaltsschuldnerin im Knast absitzen musste" erinnert es an das Mittelalter.

    Schuldnerinnen wurden in den Hungerturm gesperrt, bis sie durch ein Lösegeld freigekauft wurden. Eine Entschädigung gab es nicht. . .

    Also doch, liegen wir drei fast auf einer Linie. 8)

    Haben offenbar Schwachköpfe über uns Berichte geschrieben. Der Heimleitung und einem gefakten Erziehungsbericht/-plan mit Zielsetzung der Besserung meines Charakters unter strenger Aufsicht muss etwas im angestaubten Oberstübchen Entscheidendes gefehlt haben - fachliche Expertise.

    Ich hätte weder die Schule erfolgreich abschließen, weder eine Ausbildung, weder mehrere Fremdsprachen erlernen, noch in teils anspruchsvollen Tätigkeitsfeldern arbeiten können. Mehr noch. Ich hätte ein Idiot werden müssen. Jetzt habe ich für all diesen Dreck Entschädigung bekommen. So viel zum Thema Fachleute. dash

    Wenn man abhebt. Ich hob ab, nur eben erst mit knapp 21.

    Ich lebte in einer Zeit als ich zu jung war, mit dem Versprechen meines leiblichen geschiedenen Vaters auf, er war schon 7 Jahre fort, als er mich abholte, wieder einmal etwas unternahm. Einmal besuchten wir den Flughafen, er wohnte um die Ecke, versprach, einer der nächsten Besuche werde ein Rundflug über die Stadt mit uns sein. Ich träumte, nur, er war krank und Monate später, ich sah ihn noch im Krankenhaus, mit 10. Sein Versprechen hielt er nicht. Er starb einfach nur, was mich aus der Bahn warf, aber das weiss man schon, wie sehr ich entgleiste aufgrund des leichenblassen Antlitzes im Sarg nun erst recht.

    Ausgerissen bin ich, weil ich die ganze Welt hasste. Mein Stiefvater rannte mir einmal mit dem Riemen die Treppe hinunter hinterher, ich war schneller und verschwand mit Wolle der unten wartete, drei Tage, drei Nächte. Die Polizei griff uns auf. Schuld war nicht ich, der schlechte Einfluss war es. Bald kam jedoch das Schneller Heim zu hilfe...

    Apropos Kinder. Zunächst mein Riesendank an dich. Bewundernswert wie du das "geschafft" hast!! So viel wollte ich gar nicht rauslassen. Erwähnen wir es also.

    Du ahnst es. Ich wollte kein Kind, weil ich Sorge hatte, ihm kein guter Vater sein zu können. Ich wurde "überrumpelt". Kein Zurück, durchlebte das Alles, freute mich dann doch, als ich ihn wickelte, ihm die ersten Jahre nahe sein durfte, bis ich ihn/uns aufgrund berufl. Veränderungen 1992 wochentags verlassen musste, fast 200 km weit weg lebte und somit zwar finanziell aufkam, aber immer nur der liebe Wochenendpapa war. Jahrzehnte war ich fort. Die ersten Jahre waren berufl., ach was solls und es stellten sich Sinnfragen.

    Mein ehem. Heim war kaum 20 km weit entfernt. Ganz vorsichtig meldete es sich aus dem Dunkeln. Noch brodelte es nicht. 2006 war ich das zweite Mal dort, auf einem durch uns organisierten Treffen Ehemaliger. Leider traf ich niemanden aus meiner Gruppe an.

    Die Reise war lang und wie ein chinesischer Drache erwacht, meldeten sich Dämonen. Weit weg von der Heimat.

    Zu Hause hätte ich keine Chance gehabt, gegen sie zu kämpfen oder meine Familie verloren, weil sie zu leiden gehabt hätte. Ich wollte kein Schläger sein, der ich geworden wäre. Das schlummerte alles unter der Decke, es war gut so. Meine Frau wusste von fast noch nichts. "Woher hast du das"?

    Eine Korrektur. Wie soeben in "Wechselburg vermerkt, mein Eintritt in die "Heimkinderszene" datiert auf den 6. Februar des Jahres 2006.

    Im Hintergrund läuft Fussball und ich war nicht draußen...