Jugendämter Bayern haben keine Akten ...

    Es gibt 29 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von MeeneKleene.

      Hallo MeeneKleene,

      dass nun durch das Gericht meine Akten angefordert werden liegt daran, dass ich vor einigen Jahren einen OEG-Antrag stellte und mich im Klageverfahren befinde.
      Kosten habe ich nicht zu tragen, diese werden vom Staat übernommen da ich Grundsicherung und EU-Rente beziehe.


      LG
      Tigress
      Nachtrag:

      Da sich ja nun das Gericht um sämtliche Akten bemüht muß ich mich zunächst etwas zurückhalten, um dem Richter nicht mit meinen eigenen Recherchen ins Gehege zu kommen. Das fällt mir natürlich unheimlich schwer, aber gleichzeitig zeigt es mir, dass manch "Bayerische Behörde, Istitution, usw." selbst dem Gericht nicht Folge leisten und sich "tot stellen".
      Aber das Gericht sitzt zum Glück am längeren Hebel :thumbup: daher übe ich mich in Geduld.
      Eigenartig an der ganzen Sache ist, dass sämtliche Jugendamtsakten bei mir erst ab dem Jahr 1974 beginnen, obwohl ich Jahrgang 1962 bin und von Geburt an unter deren Pflegschaft bzw. Vormundschaft gestanden haben muß.
      Beim nächsten RA-Termin werde ich mal nachhören, ob durch Gericht auch am Geburtsort Akten abgefragt wurden.
      Die Mühlen mahlen laaangsam aber stetig.

      Bisher ganz schwierig bzw. erfolglos war die Suche nach Akten in Bezug auf "Vollzeitpflege in Pflegefamilie", da gibt es nur einige wenige Seiten über das Pflegegeld was den Pflegeeltern monatlich für mich bezahlt wurde, ab 1974 vorher LEERE als hätte ich nicht existiert ?(
      Mal sehen ob ich mit Hilfe des Gerichts noch an Akten komme.

      LG
      Tigress
      Ich habe 2 Jugendamtsakten - eine bis 1969 - dann Umzug - dann neue Akte. 2 Städte = 2 Akten.

      Die erste Akte bis 1969 habe ich erst vor ca. einem Jahr gefunden, muss aber ehrlicherweise sagen, dass ich gar nicht intensiv gesucht hatte bis dahin. Und die aus Berlin stellen sich tot.

      Ich drück dir die Daumen, dass sie doch noch was ausgraben!

      OEG-Antrag fällt bei mir flach, also muss ich wohl alleine weiter machen.
      Auch Dir MeeneKleene viel Erfolg weiterhin bei Deiner Recherche.

      Ich bleibe auf jeden Fall dran und gebe die Hoffnung nicht auf. In einigen Wochen kann ich sicher persönlich nach Bayern fahren, dann mache ich dort vorher Termine aus.


      Tigress
      Ich bin in W-Berlin geboren und habe auch längere Zeit in Berliner Heimen verbracht.

      Meine Anfrage wegen Akteneinsicht wurde schon nach 4 Tagen beantwortet: Keine Akten mehr vorhanden.
      Aber wie das Vergessen können wohl eine Gnade ist, so gehört doch das Gedächtnis, das Wiederholen empfangener Lehren, zum verantwortlichen Leben.

      Dietrich Bonhoeffer (1943)
      Und ich warte nun bereits seit drei Jahren auf eine Antwort... Vermutlich ist mein Antrag unter irgend einem Tischbein verschwunden...

      Aber... mein Schwesterlein ist bei der ABeH und jetzt suchen die, mal schauen ob das was bringt.

      Du hast beim Jugendamt nach 4 Tagen eine Antwort bekommen? :schiefguck:
      Hallo,

      kurzer Zwischenstandsbericht was sich seit Mai/ Juni getan hat.
      Leider nichts, außer dem gewohnten großen Schweigen.

      Mein RA hat das Vormundschaftsgericht in meinem Geburtsort angeschrieben, nach meinem Wissen 2 mal, aber bisher keine Antwort erhalten.
      Gleiches gilt für das Vormundschaftsgericht in der Stadt wo ich aufgewachsen bin, ebenfalls keine Antwort.

      Nun überlege ich, ob ich nicht direkt selbst vor Ort fahre und die Angelegenheit selbst in die Hand nehme obwohl mein RA mir davon abgeraten hat.
      Die Aufbewahrungsfrist für Vormundschaftsakten endet nach einiger Zeit. Die längste Aufbewahrungsfrist von 30 Jahren nach dem Jahr der Volljährigkeit des letzten Beteiligten besteht nur für einige Teile der Vormundschaftsakte. Wenn die deine Akte nicht längst vernichtet haben, bzw. dem zuständigen Archiv angeboten haben, dann müssen die vermutlich erstmal tief in den Katakomben graben.

      Wenn du hinfahren würdest, würden die vermutlich auch nicht schneller suchen (können). Falls sie das denn überhaupt tun.

      Ein freundliches telefonisches Nachfragen allerdings, verbunden mit der Frage ob man noch irgendwie helfen kann durch Unterlagen o.ä und ner kleinen Geschiche, warum diese Unterlagen für einen persönlich so wichtig sind, schadet sicherlich nicht. Aber es sollte wirklich freundlich sein, Eine "Beziehung" aufbauen hilft vielleicht, dass jemand ein mehr persönliches Interesse daran hat, etwas zu finden. Kommt aber auch immer darauf an, wen man am Telefon so erwischt und ob der- oder diejenige überhaupt gerade Zeit hat zu telefonieren.