Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

    Es gibt 40 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von norda.

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      Wer meint sich nicht mit gleichdenkenden Heimopfern und Missbrauchsopfern solidarisieren zu brauchen und gegen Kirchengewalt und Staatsgewalt protestieren und demonstrieren zu müssen und meint dass dies nicht notwendig sei – wem es „noch zu gut“ „geht“ – bleibt eben zu hause. Basta.


      Noch mal in anderen Worten.

      NIEMAND ! – auch Du nicht »rechtsvorlinks«, und auch Du nicht »Tadzio« – IST GEZWUNGEN SICH FÜR ETWAS EINZUSETZEN, weder für sich selbst, noch für seinen Nächsten.
      Wer meint KEINE „RECHTLICHEN ANSPRÜCHE“ zu haben ... DAS IST DIE SACHE EINES JEDEN SELBST.

      Wer keine „angemessene Entschädigung“ haben will bleibt zu hause; macht garnichts. So einfach ist das.

      Wer „rechtliche Ansprüche“ hat wende sich an den „SCHÄDIGER“, bzw. dessen „RECHTSNACHFOLGER“. Das ist Innerstaatliches Recht und Gesetz, sowohl wie auch Internationales Recht und Gesetz.

      NIEMAND BRAUCH SICH AN ETWAS BETEILIGENAN DAS ER NICHT GLAUBT.

      Ich habe fertig.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Martin MITCHELL schrieb:

      Noch mal in anderen Worten.

      NIEMAND ! – auch Du nicht »rechtsvorlinks«, und auch Du nicht »Tadzio« – IST GEZWUNGEN SICH FÜR ETWAS EINZUSETZEN, weder für sich selbst, noch für seinen Nächsten.
      Wer meint KEINE „RECHTLICHEN ANSPRÜCHE“ zu haben ... DAS IST DIE SACHE EINES JEDEN SELBST.

      Wer keine „angemessene Entschädigung“ haben will bleibt zu hause; macht garnichts. So einfach ist das.

      Wer „rechtliche Ansprüche“ hat wende sich an den „SCHÄDIGER“, bzw. dessen „RECHTSNACHFOLGER“. Das ist Innerstaatliches Recht und Gesetz, sowohl wie auch Internationales Recht und Gesetz.

      NIEMAND BRAUCH SICH AN ETWAS BETEILIGENAN DAS ER NICHT GLAUBT.

      Ich habe fertig.
      lieber martini,
      ich weis du bist ein netter, harter kämpfer und blogbetreiber um die sache derer, die in kinderjahren arges erleiden mussten.
      zu bewundern ist auch deine härte in der sache vollmer.
      lese dir aber noch einmal langsam und in aller ruhe den beitrag vom user Tadzio durch. er hat wohl alles trefflich beschrieben.

      dann bitte solltest du aufhören mit deiner kopfweh erzeugenden schreibe. es kann doch nicht so schwer sein, bei einem schrifttyp, in grösse und farbe zu bleiben. alle, die deine zeilen lesen, sind doch keine deppen und verstehen den text auch so. :thumbup:

      mit besten grüssen aus den bergen tirol´s
      rechts....
      Wenn keine andere Meinung erwünscht ist, sollte man vielleicht den Threadtitel abändern. Denn darin steht nämlich das Wort "Sollte" als Frage, die man mit Ja oder nein beantworten kann und am Schluss die Bitte sich dazu zu äußern mit dem Satz: "Was meint Ihr?". "Meint" hat etwas mit Meinung zu tun und es gibt nun mal User, die eine andere Meinung haben.Auch wenn sie nicht in´s Schema passt und Frau Vollmer als Feindbild herhalten muss.

      Deswegen habe ich mir Heute einmal die Mühe gemacht und die Arbeit von Frau Vollmer in Bezug der Aussöhnung mit der Tschechoslowakei recherchiert die ja von Prof. Jähnichen an erster Stelle angeführt wurde. Und alleine dafür hat sie den Preis verdient.

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      Jeder darf auch in jeder Form und in jeder Größe und für alle Zwecke – VÖLLIG GEMEINFREI – dieses IMAGE ( oder eine ähnliche, den speziellen Zwecken angepasste Version dieses IMAGE ! ) benutzen !

      ...auch für die Heimkinder-Demo in BOCHUM am 22.11.2011 benutzen.

      ...auch für die Heimkinder-Demo in MÜNSTER am 10.12.2011 benutzen.

      Dieses IMAGE ist von dem Australier Martin MITCHELL entworfen worden, schon im Jahre 2009.



      IMAGE @
      heimkinder-ueberlebende.org/DAS-QUARTETT-MUSS-VERANTWORTUNG-UEBERNEHMEN.jpg
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lebemann“ ()

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      Und wieder der 'böse' Diplom-Psychologe / Diplom-Pädagoge / Theologe – Pfarrer Dierk Schäfer i.R. und seine Weisheiten zur Sache --- meines Erachtens GANZ SACHLICH UND UNAUFGEREGT.

      Präsentiert von dem ebenso 'bösen' Australier Martin MITCHELL, der angeblich niemand zu Wort kommen lassen will und angeblich „keine anderen Meinungen“ zulässt / angeblich „keine entgegengesetzte Meinungen“ zulässt.

      Dierk Schaefers Blog @
      dierkschaefer.wordpress.com/2011/11/11/von-rauberbanden-und-preisverleihungen/

      Samstag, 11. November 2011 ( kurz nach Mitternacht [MEZ] )

      Von Räuberbanden und Preisverleihungen

      Der Papst hat bei seinem Deutschlandbesuch [im September 2011] den Passus von Augustinus zu Gerechtigkeit und Räuberbanden angesprochen. Ich gebe den Augustinustext unten wieder.

      Die ehemaligen Heimkinder haben Staat und Kirche als solche Räuberbanden erlebt, zunächst in ihrer Kindheit. Doch was geschah am Runden Tisch [Heimerziehung] unter der Moderation von Frau Vollmer?

      In Verteidigung der Preisverleihung [an Antje Vollmer des Hans-Ehrenberg-Preises, am 22.11.2011 in Bochum] bezieht sich mein Kollege Wessel [CHRISTUS KIRCHE BOCHUM] auch auf die Verjährung. Augustinus aber spricht von Gerechtigkeit, nicht von Rechtsprechung, die oft keine Gerechtigkeit herstellt. O.K., das ist wohl auch kein Zustand, der in dieser Welt so ganz erreichbar ist. Doch Annäherungen sind möglich und sollten versucht werden. Am Runden Tisch [Heimerziehung] jedoch saßen den ehemaligen Heimkinder Interessenvertreter gegenüber, denen es um Besitzstandswahrung ging, nicht um Gerechtigkeit. Diese Gruppierungen, die von den ehemaligen Heimkindern nun als Räuberbanden erlebt werden, wußten, daß in anderen Ländern zum Nachteilsausgleich von mißhandelten und mißbrauchten Heimkindern deutlich mehr Leistungen erbracht werden, als sie sie konzediert haben. Sie [, d.h., diese Gruppierungen/Räuberbanden] konnten die Angelegenheit dank „erlangter Straflosigkeit“ ziemlich bequem aussitzen und haben damit den Anspruch verspielt, Gerechtigkeit wenigstens angestrebt zu haben. Dies ist die Gewalt, die die ehemaligen Heimkinder nun auch noch im vorgeschrittenen Alter erleben. Das ist nicht o.k., aber so ist es.

      Doch zur doppelt erlebten Gewalt kommt nun noch die Verhöhnung. Frau Vollmer hat „Demokratie“ gemacht, schreibt Herr Wessel [CHRISTUSKIRCHE BOCHUM]. Zu seinen Vorstellungen von Demokratie gehört offensichtlich, daß Gerechtigkeit der Übermacht von Interessenvertretern weichen muß. Und die Liquidatorin jeder Spur von Gerechtigkeit ist auszuzeichnen, denn: Es hätte ja noch schlimmer kommen können. Diese Preisverleihung gehört zum Schlimmeren!

      Egal, welche Verdienste Frau Vollmer sonst vielleicht haben mag: In den Augen der meisten Heimkinder hat sie sich generell für einen Preis disqualifiziert, der sich auf einen Menschen beruft, der gegen Räuberbanden Widerstand geleistet hat. Die Hans-Ehrenberg-Gesellschaft schändet mit dieser unwürdigen Preisverleihung das Gedenken an Hans Ehrenberg.

      Augustinus, De Civitate Dei/Die Gottesbürgerschaft:

      »Was anders sind also Reiche, wenn ihnen Gerechtigkeit fehlt, als große Räuberbanden? Sind doch auch Räuberbanden nichts anderes als kleine Reiche. Auch da ist eine Schar von Menschen, die unter Befehl eines Anführers steht, sich durch Verabredung zu einer Gemeinschaft zusammenschließt und nach fester Übereinkunft die Beute teilt. Wenn dies üble Gebilde durch Zuzug verkommener Menschen so ins Große wächst, daß Ortschaften besetzt, Niederlassungen gegründet, Städte erobert, Völker unterworfen werden, nimmt es ohne weiteres den Namen Reich an, den ihm offenkundig nicht etwa hingeschwundene Habgier, sondern erlangte Straflosigkeit erwirbt. Treffend und wahrheitsgemäß war darum die Antwort, die einst ein aufgegriffener Seeräuber Alexander dem Großen gab. Denn als der König den Mann fragte, was ihm einfalle, daß er das Meer unsicher mache, erwiderte er mit freimütigem Trotz: Und was fällt dir ein, daß du das Erdreich unsicher machst? Freilich, weil ich’s mit einem kleinen Fahrzeug tue, heiße ich Räuber. Du tust’s mit einer großen Flotte und heißt Imperator.«



      Und abschließend von mir dem 'bösen' Australier:

      Zum Thema "Freie Meinungsäußerung für alle"

      EVELIN BEATRICE HALL alias Pseudonym S. G. Tallentyre ( 1906 ):

      „Ich mag nicht was Du sagst aber ich verteidige Dein Recht es zu sagen.“

      „Ich stimme nicht mit dem überein, was Du sagst, aber ich verteidige Dein Recht, es zu sagen.“

      „Ich bin ganz und gar nicht Deiner Meinung, aber ich verteidige Dein Recht sie zu äußern.“

      „Ich stimme dem, was Du sagst, nicht zu - Aber ich verteidige Dein Recht, zu sagen, was Du denkst.“

      „Ich mißbillige, was Du sagst, aber ich werde bis zu meinem Tod Dein Recht verteidigen, es zu sagen.“

      "I disapprove of what you say, but I will defend to the death your right to say it."

      Lieber "Freie Meinungsäußerung" als Zensur !!!

      In anderen Worten: Jeder kann ( wo auch immer ! – und so auch hier ! ) sagen und schreiben was er will ( das ist sein absolutes Recht ! ) --- Ich brauche DIESES GESAGTE oder DIESES GESCHRIEBENE jedoch weder zu akzeptieren, noch für mich zu adoptieren, noch brauch dies die allgemeine Öffentlichkeit zu tun.

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Martin MITCHELL schrieb:

      .
      Wer meint sich nicht mit gleichdenkenden Heimopfern und Missbrauchsopfern solidarisieren zu brauchen und gegen Kirchengewalt und Staatsgewalt protestieren und demonstrieren zu müssen und meint dass dies nicht notwendig sei – wem es „noch zu gut“ „geht“ – bleibt eben zu hause. Basta.

      Martin......i...... :D
      Kann ich mich nicht auch im Stillen mit den Opfern Solidarisieren ? Warum muss es immer ein Lauter Protest sein........und was heist wem es noch zu gut geht ?.........bist du immer Anwesend.....?

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      diesbezüglicher Artikel

      Preisverleihung - Hans-Ehrenberg-Preis geht an Antje Vollmer

      Artikel vom 1. November 2011

      ...und Leser-Kommentare zu diesem Artikel

      Marler Zeitung @
      marler-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723
      Die diesbezüglichen Leser-Kommentare sind hier zu finden @
      marler-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723,D


      Hertener Zeitung @
      hertener-allgemeine.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723
      Die diesbezüglichen Leser-Kommentare sind hier zu finden @
      hertener-allgemeine.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723,D


      Recklinghäuser Zeitung @ recklinghaeuser-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723
      Die diesbezüglichen Leser-Kommentare sind hier zu finden @
      recklinghaeuser-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723,D


      Dattelener Morgenpost @ dattelner-morgenpost.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723
      Die diesbezüglichen Leser-Kommentare sind hier zu finden @
      dattelner-morgenpost.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723,D


      Waltroper Zeitung @ waltroper-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723
      Die diesbezüglichen Leser-Kommentare sind hier zu finden @ waltroper-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723,D


      Stimberg Zeitung @ stimberg-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723
      Die diesbezüglichen Leser-Kommentare sind hier zu finden @ stimberg-zeitung.de/nachrichten/region/Hans-Ehrenberg-Preis-geht-an-Antje-Vollmer;art999,590723,D

      [ Und vielleicht auch noch einige dazugehörige online Zeitungen, die ich bisher noch nicht entdeckt habe. ]

      Leser-Kommentare sind jeweilig auf 2000 Zeichen zu beschränken ( einschließlich Leerzeichen ).

      Man brauch seinen Leser-Kommentar aber nur eine eine dieser online Zeitungen schreibendann stehen sie sofort in allen
      .

      Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, müssen wir, meine Erachtens, „unter die Leute gehen“, d.h. überall dort hingehen wo die Leute sind ( auch virtuell im Internet ! ), und uns nicht nur auf UNSERE FOREN beschränken.

      Wo sind all die redegewandten und schreibgewandten unter uns ?
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      Zu dieser UNVERSCHÄMTEN BEHAUPTUNG – kürzlich berichtet in den Medien in Nordrhein-Westfalenvon Pfarrer Thomas Wessel CHRISTUSKIRCHE BOCHUM, dass es am Runden Tisch Heimerziehung absurde Forderungender Opfer gegeben habe, erfolgte eine sofortige GEGENDARSTELLUNG von seiten der Schriftführerin desVereins ehemaliger Heimkinder e.V.“ ( „VEH e.V.“ ), Heidi Dettinger, am Fr. 18.11.2011 | 12:49 Uhr, in folgendem Wortlaut:

      ( @
      derwesten.de/staedte/bochum/demo-gegen-preisverleihung-id6084991.html ( 12:49 ) und @ radiobochum.de/Lokalnachrichten.592+M579f970350c.0.html ( 12:42 ) )

      Absurd
      nennt der Herr Pastor die Forderungen, welche die Opfer kirchlicher Heimkinderhöllen stellen.

      Was ist denn NICHT absurd als Entschädigung für eine zerbrochene Biografie? Für geraubte Schul- und Berufsbildungschancen? Was darf es denn sein für geschundene Seelen, gefolterte Körper, gesplitterte Knochen und ausgebrannte Hoden? Welche Forderung würde der Herr Pfarrer denn als genehm ansehen?

      Aber vielleicht weiß er einfach nicht, wovon er redet... Hat er schon mal sein eigenes Erbrochenes (oder auch das von anderen, da waren die "Erzieher", Nonnen, Brüder, Diakonissen nicht unbedingt so eigen) vom Boden auflutschen müssen? Oder tagelang in einer Besenkammer gekauert, oder auf kaltem Flur die ganze Nacht gestanden?

      Absurd
      nennt er auch die Forderung der Überlebenden, nicht ohne anwaltlich Vertretung einer Runde von ca. 20 Profis aus Politik und Kirche gegenüberzusitzen - etwa die Hälfte von ihnen selbst Juristen...

      Um es mal deutlich zu machen:
      Der Verein ehemaliger Heimkinder e.V. fordert
      - eine Opferrente von 300 Euro monatlich oder wahlweise 54.000 Euro Einmalzahlung
      - für ehemalige Heimkinder mit Behinderung 400 Euro monatlich oder wahlweise 72.000 Euro
      - für Überlebende mit besonders schwerer Schädigung die Möglichkeit, eine höhere Summe einzuklagen

      Absurd?
      Zum Vergleich: In Irland werden ehemalige Heimkinder mit durchschnittlich 69.000 Euro entschädigt. In den USA bekommen Missbrauchsopfer Entschädigungen in Millionenhöhe zugesprochen.

      Und in der Bundesrepublik Deutschland, einem der reichsten Länder der Welt?

      Es gibt keine Entschädigung! Es soll - irgendwann mal - Hilfeleistungen geben. Und zwar nur für die unter uns, die bedürftig sind. Sachleistungen. Vielleicht eine Brille? Oder einen Rollstuhl? Oder einen Stützstrumpf? Eine Therapie womöglich?

      DAS ist es, was Frau Vollmer "ausgehandelt" hat. Und das ist es, was untrennbar mit ihrem Namen verbunden bleiben wird. Und nun wird diese Frau, die es so trefflich verstanden hat, die ehemaligen Heimkinder über den Runden Tisch zu ziehen, mit einem Preis ausgezeichnet. U.A. dafür...

      Übrigens: der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert. Das ist mindestens 10x soviel, wie eines der Opfer DER Organisation, die selbigen verleiht, jemals bekommen wird. Nicht etwa als Entschädigung - als Sachleistung. Bei Hilfsbedürftigkeit.

      Absurd? Unbedingt!

      Heidi Dettinger
      VEH e.V.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      Wieder ein hervoragender Beitrag von Pfarrer Dierk Schäfer, vom Samstag, 19. November 2011 in seinem BLOG, dem Dierk Schaefers Blog, in dem er seinen Kollegen den Bochumer Pfarrer Thomas Wessel CHRISTUSKIRCHE BOCHUM in die Pflicht nimmt und sein Verständnis vonDemokratiezu Recht kritisiert

      dierkschaefer.wordpress.com/2011/11/19/ich-war-so-gerne-ganz-auf-ihrer-seite/
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      Nichts rechtfertigt die Verleihung des HANS-EHRENBERG-PREISES an Antje Vollmer !


      Behindertes Ehemaliges Heimkind
      Helmut Jacob in seinem Helmut Jacob Blog @ helmutjacob.over-blog.de/article-absurde-forderungen-thomas-wessel-verteidigt-bis-zur-schamlosigkeit-89365902.html präsentiert am Sonntag, 20. November 2011 folgenden hervoragenden diesbezüglichen Bericht: »„Absurde Forderungen“ – Thomas Wessel verteidigt bis zur Schamlosigkeit«


      Behindertes Ehemaliges Heimkind Helmut Jacob in seinem Helmut Jacob Blog @ helmutjacob.over-blog.de/article-heimopfer-demonstrieren-gegen-preisverleihung-an-antje-vollmer-89097419.html präsentiert am Freitag, 18. November 2011 hervoragenden diesbezüglichen Bericht
      : »Heimopfer demonstrieren gegen Preisverleihung an Antje Vollmer«


      Behindertes Ehemaliges Heimkind Helmut Jacob in seinem Helmut Jacob Blog @ helmutjacob.over-blog.de/article-herr-pfarrer-drehen-sie-sich-um-zur-ehrenberg-preisverleihung-an-antje-vollmer-88947586.html präsentiert am Donnerstag, 17. November 2011 hervoragenden diesbezüglichen Bericht: »Herr Pfarrer, drehen Sie sich um! – Zur Ehrenberg-Preisverleihung an Antje Vollmer«
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      Ich rufe erst einmal auch noch einmal – INSBESONDERE – die Inhalte meiner vorherigen Beiträge zu diesem Thema, Beitrag 20 und Beitrag 25 ( oben ) in Erinnerung.


      Priviligiertes 'Ehemaliges Heimkind' Dr. Hans-Siegfried Wiegand ( Kinderpsychologe ) aus Bronnweiler-Reutlingen / Reutlingen-Bronnweiler – derjenige, der zusammen mit Antje Vollmer den Spatz in der Handfür Ehemalige Heimkinder zu verantworten hat ! – meldet sich zu Wort beim WDR um die Preisverleihung des HANS-EHRENBERG-PREISES an Antje Vollmer am Dienstag, 22. November 2011 in der CHRISTUSKIRCHE BOCHUM zu verteidigen:

      ...unter der Überschrift

      Protest gegen Preis für Antje Vollmer:
      Der lange Schatten des Runden Tischs [Heimerziehung] [RTH]

      WDR @ 1.wdr.de/themen/politik/hansehrenbergpreis100.html (
      Stand: 21.11.2011, 06.00 Uhr )

      Auszug der diesbezüglichen Äusserungen von WIEGAND:


      Opfervertreter kritisiert Vorwürfe des VEH

      Ganz anders Hans-Siegfried Wiegand. Der Reutlinger Psychologe saß für die Opferseite mit am Tisch, damals war er noch Vorsitzender des VEH. "Ich bin ziemlich entsetzt, was einige von uns schreiben", kommentiert Wiegand die Reaktion seiner ehemaligen Vereinskollegen auf die Preisverleihung. Er ist sehr bedacht in seiner Wortwahl, spricht langsam, schnell wird klar, wie oft er schon versucht hat, seine Sicht der Dinge zu schildern. "Ich weiß, was für eine harte, eine gute Arbeit Frau Vollmer am RTH geleistet hat. Sämtliche Vorwürfe, sie sei eine Agentin der Täterseite gegen unsere Sache gewesen, sind haltlos."

      Der Riss durch die Opfergruppe

      Schon während der RTH tagte, entstanden immer wieder Unstimmigkeiten zwischen den Opfervertretern am Tisch und dem VEH. Als Wiegand und seine beiden Kollegen [ Nicht-Vereinsmitglieder: Fr. Sonja Djurovik und Fr. Eleonore Fleth ( die Beide im ersten Quartal des Jahres 2009 aus dem Verein ausgetreten waren ) ] den Abschlussbericht mit absegneten [ am 10. Dezember 2010 ! ], kam es schließlich zum offenen Bruch. Wiegand verließ den VEH [ stellte sich gegen den Verein schon Mitte Februar 2009 ! – verließ den Verein wenige Wochen später ! ]. Gleich in mehreren Punkten widerspricht er den Vorwürfen Friedrichs vehement: Mit dem Magdeburger Sozialwissenschaftler Peter Schruth habe sehr wohl ein Opferanwalt am Tisch gesessen, die Forderung, die Industrie mit an den Tisch zu holen, sei nie wirklich gestellt worden. "Die Spaltung geschah in unseren Reihen, auch ich bin schuld daran. Frau Vollmer hat damit aber nichts zu tun."

      ORIGINAL: längerer Artikel 1.wdr.de/themen/politik/hansehrenbergpreis100.html
      ( Stand: 21.11.2011, 06.00 Uhr )
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Sollte Antje Vollmer mit einem Ehrenpreis ausgezeichtet werden für ihre Arbeit am RUNDEN TISCH HEIMERZIEHUNG ? --- Was meint Ihr ?

      .
      Nichts rechtfertigt die Verleihung des HANS-EHRENBERG-PREISES an Antje Vollmer !


      bsz - Bochumer Stadt- und Studierenden Zeitung @
      bszonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2574%3Afik&catid=56%3Akm&Itemid=88

      [ 20./21./22. Nov. 2011 ]

      Geschrieben von fik

      Bochum: In Kürze: Wem Ehre gebührt?

      Am 22. November wurde Antje Vollmer, Theologin und ehemalige Vizepräsidentin des Bundestages von Bündnis90/Die Grünen der Hans-Ehrenberg-Preis verliehen. Der Preis wird in Erinnerung an den Bochumer Pfarrer und Publizisten Hans Ehrenberg verliehen und ist mit 5.000 Euro dotiert. Die evangelische Kirche wollte den Verdienst Vollmers für ihre Moderation des „Runden Tisches Heimerziehung“ ehren. Von den Kindern, die zwischen 1945 und 1970 in meist kirchlichen Heimen missbraucht wurden, leben laut Opferverbänden noch etwa 600.000 Menschen. Der Runde Tisch hat einen Fonds von 120 Millionen Euro – gespeist durch die Kirchen und den Staat – vereinbart. Der Verein ehemaliger Heimkinder (VEH) kritisiert die Verleihung an Antje Vollmer scharf: Aus ihrer Sicht, hat Vollmer die Opfer unter Druck gesetzt, dem Kompromiss zuzustimmen und sie darüber hinaus verhöhnt. Außerdem empfindet der Verein die umgerechnet 200 Euro pro Opfer, abzüglich der Verwaltungskosten, für Hohn. Aus diesen Gründen demonstrierten einige Opfer vor der Bochumer Christuskirche, dem Ort der Preisverleihung. Nach der Verleihung fand eine kontroverse, aber öffentliche Podiumsdiskussion mit Antje Vollmer und Margot Käßmann statt.



      bsz - Bochumer Stadt- und Studierenden Zeitung @
      bszonline.de/index.php?option=com_content&view=article&id=2574%3Afik&catid=56%3Akm&Itemid=88

      Di., 22. Nov. 2011, 19:06

      Geschrieben von Dierk Schäfer

      Das politische Versagen der Hans-Ehrenberg-Gesellschaft

      Vorweg:

      Wer die Diskussion auf der Web-Seite der Christuskirche verfolgt hat, weiß, daß die ethisch-moralische Qualifikation der Preisträgerin Antje Vollmer mit guten Gründen angezweifelt wird. Die Zweifel und Proteste haben ihren Niederschlag auch auf anderen Web-Seiten, in Blogs und Foren gefunden. Damit wurden die Zensurmaßnahmen von Thomas Wessel obsolet. Er ist Mitglied der Findungskommission der Ehrenberg Gesellschaft, Pfarrer an der Kirche und „Moderator“ ihrer Web-Seite. Wenn auch nicht als solcher ausgewiesen scheint er der Sprecher der Gesellschaft zu sein.

      Nachdem nun wohl alle Argumente zur ethisch-moralischen Qualifikation – wo auch immer – vorgetragen sind und die meisten nicht widerlegt, sondern überhört oder wegzensiert wurden, erscheint es mir angebracht, den politischen Aspekt zu betrachten, der Herrn Wessel erklärtermaßen der wichtigste ist. Ich kann mich dabei nur an der causa Vollmer orientieren. Es geht also nicht um frühere Preisträger.

      Nun zum politischen Aspekt der Angelegenheit:

      »Antje Vollmer, so Traugott Jähnichen, Vorsitzender der Hans-Ehrenberg-Gesellschaft, habe ihre Politik auf jenem „dialogischen Prinzip“ gegründet, das Ehrenberg für die politische Theorie der Gegenwart (Hans-Georg Gadamer, Jürgen Habermas, Emanuel Levinas) fruchtbar gemacht habe.« So auf der Web-Seite der Christuskirche.

      Das dialogische Prinzip und die politische Theorie der Gegenwart

      Was geschah politisch am Runden Tisch, den Frau Vollmer moderiert hat?

      Drei einzelnen ehemaligen Heimkindern (plus drei Stellvertreter), alle ohne Mandat einer Gruppierung, saß eine Mehrzahl von Vertretern von Korporationen und Verbänden gegenüber. Das waren in der Hauptsache der Staat in seinen Auffächerungen von Bund, Land und kommunal Verantwortlichen und die beiden Großkirchen mit ihren Sozialeinrichtungen. Die asymmetrische Machtverteilung wurde vielfach beklagt und nirgends gerechtfertigt. Sie soll hier kein Thema sein. Es geht um die politische Struktur (und Kultur).

      Wir wissen, daß zum Einfluß des Wählers mit seiner Stimme am Wahltag noch andere Einflußgrößen im politischen Prozeß hinzutreten. Manche sind im Rahmen der repräsentativen Demokratie demokratisch legitimiert, andere nicht. Der Wähler, kleinste Basis einer jeden Demokratie, sieht sich (nicht nur am Runden Tisch) einem Machtgefüge gegenüber, auf das er so gut wie keinen Einfluß hat. Wie ein politischer Dialog mit einem solchen Machtgefüge funktioniert, sieht man am Beispiel des Runden Tisches sehr gut. Begründete Argumente werden kaum aufgenommen, vielleicht nicht einmal wahrgenommen. Die Ehrenberg Gesellschaft setzt dieses auf der Web-Seite der Christuskirche fort. Eine solche politische Struktur gleicht eher der eines Ständestaates, der allerdings in seiner Machtstruktur für alle durchschaubar war. Das ist in unserem Parteien- und Korporationsstaat anders. Das Ende des Ständestaates war in Frankreich die Revolution. Der für den Normalbürger undurchschaubare Parteien- und Korporationsstaat hat als Ventil zwar die allgemeinen Wahlen, doch zunehmend mehr treten Politikverdrossenheit und Wahlmüdigkeit hinzu. Der Sieg von Staat, Kirchen und Verbänden in der Heimkindersache, befördert die Verdrossenheit über Staat und Kirche. Bei den Kirchen ist die Austrittswelle der schlagende (und teure) Beleg dafür.

      Frau Vollmer hat mit ihrer inzwischen erschöpfend kritisierten Moderation des Runden Tisches Heimkinder das unterstützt, was Habermas die „post- bzw. scheindemokratische Politik kleiner Führungseliten und ihrer staatstechnischen Strategien“ nennt. Er spricht auch davon, daß mit der „Positivierung unteilbarer demokratischer, sozialer und kultureller Menschenrecht von Anfang an eine Rechtspflicht erzeugt“ wurde. Diese bestehe darin, die überschießenden moralischen Gehalte zu realisieren, also den historisch wechselnden Verletzungen der Menschenrechte mit Mitteln einklagbarer Rechte zu begegnen.

      Die Festlegung der Hans-Ehrenberg-Gesellschaft auf Frau Vollmer erfolgte ohne eine gründliche Bewertung ihrer Maximen und der Verdienste von Frau Vollmer. Wer mit der heißen Nadel näht, darf sich nicht wundern, wenn die Nähte platzen. Man hätte nachbessern können. Aber so hat die Hans-Ehrenberg-Gesellschaft nicht nur ihren bisher guten Ruf verspielt, sondern ihrem Namensgeber Schande bereitet.

      Dies alles, so meine Interpretation, um sich mit einer bekannten Politikerin a.D. zu schmücken. Eine Lebenswerk-Prämie sozusagen. Doch Frau Vollmer schmückt nicht und ihr Politikstil entspricht nicht der Auslobung.

      Ein Hans-Ehrenberg-Preis wäre angemessener für Menschen, die, wie Hans Ehrenberg, mutig sind und für ihre vorbildlichen Ziele ihre Existenz dransetzen. Ein solches Zeichen wäre mutig und ermutigend zugleich.

      Dieser Kommentar von Dierk Schäfer vom 22.11.201 in diesem genauen und vollständigen Wortlaut ist auch – schon am 21.11.2011 – hier in Dierk Schaefers Blog zu finden:
      dierkschaefer.wordpress.com/2011/11/21/das-politische-versagen-der-hans-ehrenberg-gesellschaft/


      Und ebenso in Dierk Schaefers Blog @
      dierkschaefer.wordpress.com/2011/11/19/ich-war-so-gerne-ganz-auf-ihrer-seite/#comment-2166 hat die Schriftführerin desVereins ehemaliger Heimkinder“ – schon am 20.11.2011 – folgenden Kommentar abgegeben:

      Heidi Dettinger sagte, am 20. Nov. 2011 zu 01:36

      Endlich, endlich habe jetzt auch ich begriffen, wozu diese ganze Preisverleihung gut ist. Denn für irgendetwas gut sein MUSS sie zwangsläufig, sonst würde sie gar nicht passieren oder im Falle eines „Fehltrittes“ seitens der Findungskomission wäre es wahrscheinlich nicht mal eine große Sache, das richtig zu stellen.

      Aber – hier endlich des Rätsels Lösung:
      Mit dieser Preisverleihung wird ein ein bisschen mehr an Antje Vollmers „Gutmenschen-Image“ gebastelt. Und eines ist doch klar: Ein Gutmensch ist deshalb ein Gutmensch weil er nie und nimmer nicht was Schlechtes tun kann. Ein RICHTIGER Gutmensch kann also auch niemanden über einem Runden Tisch ziehen, niemanden verhöhnen, niemanden aus- bzw. be-nutzen. Und zwei Dinge KANN ein Gutmensch gar nicht: Lügen und Druck ausüben!

      Na also… Rätsel gelöst – und was ist nun der Preis?



      Und siehe auch den von dem behinderten ehemaligen Heimkind Helmut Jacob in seinem Blog, dem Helmut Jacob Blog, zusamengestellten »
      Demo gegen Ehrenberg-Preis an Antje Volmer – Pressespiegel« ( vom Di. 22.11.2011 ) @ helmutjacob.over-blog.de/article-demo-gegen-ehrenberg-preis-an-antje-volmer-pressespiegel-89535670.html
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!
      Ex-Heimkinder protestierten gegen Antje Vollmer
      22.11.2011 | 19:18 Uhr

      Bochum. Rund 30 ehemalige Heimkinder protestierten am Dienstag vor der Bochumer Christuskirche gegen die Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an Antje Vollmer, der ehemaligen Vizepräsidentin des Bundestages.

      Mit Sprüchen wie „Noch ein Schlag ins Gesicht“ demonstrierten am Dienstag ehemalige Heimkinder gegen die Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises an die ehemalige Vizepräsidentin des Bundestags, Antje Vollmer. Der Preis, benannt nach dem Widerstandskämpfer und Bochumer Pfarrer Hans Ehrenberg, wird vom Ev. Kirchenkreis und der Landeskirche verliehen.

      Rund 30 Mitglieder des Vereins ehemaliger Heimkinder hatten im Zuge ihres Protestes ein Zelt vor der Christuskirche am Rathaus aufgebaut - dort, wo ab 19 Uhr die Preisverleihung geplant war, samt Diskussion mit Ex-Bischöfin Margot Käßmann.

      Der Protest galt der Art und Weise, wie die Theologin Antje Vollmer ihre Aufgabe als Vorsitzende des „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ wahrgenommen hatte. Zwar wurde nach zweijährigen Verhandlungen u.a. mit kirchlichen Trägern ein Fonds von 120 Millionen Euro vereinbart, aus dem misshandelte Ex-Heimkinder in Deutschland entschädigt werden sollen, aber der Heimkinder-Verein zeigte sich gleichwohl enttäuscht.
      Drastische Vorwürfe im Internet

      Im Internet finden sich drastische Anwürfe gegen die mit vielen Auszeichnungen geehrte Spitzen-Grüne. Auch vor der Christuskirche hauten Ex-Heimkinder, inzwischen teils im Rentenalter, verbal auf den Putz. In Anspielung an das mit 5000 Euro dotierte Preisgeld hieß es auf einem Plakat: „5000 Silberlinge für Antje Vollmer. Jesus sagt: Ich schäme mich für Sie.“

      Pfarrer Thomas Wessel als Hausherr der Christuskirche sorgte dafür, dass die Demonstranten in ihrem Zelt Strom bekamen, weil es draußen dunkel wurde.

      Einzelne Ex-Heimkinder erzählten aus ihrem Leben. Eckhard O. (62) aus Hamm, wie er wegen Nichtigkeiten („Störung der Nachtruhe“) eingesperrt worden war. Heute sei er „zu hundert Prozent schwerbehindert, ein Krüppel, seelisch und körperlich“. „Das steht in den Sternen“ sagte er auf die Frage, wann er mit einer Entschädigung aus dem Fonds rechne.


      Quelle : Der Westen
      Hans-Ehrenberg-Preis für Antje Vollmer: Preisverleihung unter Protest

      Von Katja Goebel

      Sie hatten ihn angekündigt, ihren Protest gegen die Preisträgerin Anke Vollmer. Bei der Verleihung des Hans-Ehrenberg-Preises machten sich ehemalige Heimkinder mit einer Demo Luft. Doch sie blieben friedlich und bekamen am Ende sogar Applaus.


      Demonstrierte in Bochum: Heidi Dettinger

      Schon zwei Stunden vor der eigentlichen Preisverleihung in der Bochumer Christuskirche, haben sie auf dem Vorplatz einen weißen Pavillon aufgebaut. Es gibt Punsch und anfangs noch Musik. Ein Grüppchen von rund 30 Leuten steht dort beisammen - in stillem Protest. Sie halten Plakate in den Händen und tragen T-Shirts, auf denen ein mit wenigen Strichen gezeichneter Kinderkopf zu sehen ist, dem eine Träne über die Wange rollt. Die, die hier stehen, hatten keine Kindheit. Stattdessen sind sie in Heimen misshandelt worden. Viele von ihnen sind längst im Rentenalter und nun auf ihrer ersten Demo. Ihr Protest richtet sich gegen Antje Vollmer, die an diesem Abend den Hans-Ehrenberg-Preis erhalten soll - auch für ihre Bemühungen an dem "Runden Tisch Heimerziehung".

      Mit der Auszeichnung, die an Leben und Werk des Theologen Hans Ehrenberg erinnert, wird die Grünen-Politikerin und ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages für ihre politischen Initiativen geehrt, gerade auch als Schlichterin in gesellschaftlichen Konflikten. Vollmer hatte sich in der Vergangenheit unter anderem für die deutsch-tschechische Aussöhnung sowie die Entschädigung von NS-Opfern engagiert. Zuletzt saß sie dem "Runden Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren" (RTH) vor. Das Gremium war 2009 vom Bundestag ins Leben gerufen worden, um die Verhältnisse in kirchlichen und staatlichen Heimen der Nachkriegszeit aufzuarbeiten und eine Entschädigungslösung zu finden.
      "Das ist keine Entschädigung"
      Rückblick

      Ehemalige Heimkinder bezeichnen Ergebnis als "Farce" [tagesschau.de]

      "Was sie vorher gemacht hat, ist uns egal. Dafür soll sie ruhig einen Preis bekommen", sagt Heidi Dettinger vom Verein der ehemaligen Heimkinder (VEH). "Dass sie den Preis aber für ihre Vermittlungen am Runden Tisch bekommen soll, ist für uns ein Schlag ins Gesicht." Der Name Vollmer sei schließlich untrennbar mit dem Ergebnis des Runden Tisches verbunden. Und das sei am Ende völlig inakzeptabel gewesen. 120 Millionen Euro sollen aus einem Fond an ehemalige Heimkinder fließen, die viel Leid, Gewalt und Zwangsarbeit ertragen mussten. "Bei 500.000 Betroffenen kann man sich ausrechnen, wie viel da für den Einzelnen übrig bleibt. Das ist keine Entschädigung, das ist eine Hilfeleistung, die Betroffene auch noch beantragen müssen und die vielleicht gar nicht genehmigt wird", so Dettinger. "Die sind billig davon gekommen."

      Noch eine halbe Stunde bis zur Preisverleihung. Die Protestler ziehen schweigend vor den Kircheneingang. Drinnen soll es nach der Ehrung eine Podiumsdiskussion mit Antje Vollmer und Margot Käßmann geben. Ob die Demonstranten mitreden wollen? "Die Diskussion ist öffentlich, aber nicht offen", so Dettinger. "Vielleicht lassen die uns auch gar nicht rein."

      Thomas Wessel ist Pfarrer der Bochumer Christuskirche und somit auch der Gastgeber des Abends. Er kennt die Argumente der Demonstranten. Seit Monaten diskutiert er mit ihnen im Internetforum seiner Kirche und wird nicht müde, den wütenden Schreibern zu erklären, dass Frau Vollmer den Preis nicht für das Ergebnis des Runden Tisches bekomme, sondern für ihre Rolle als Vermittlerin. Jetzt also stehen sie tatsächlich vor seiner Kirche und wollen rein. Er lässt sie. Aber die Plakate, die sollen doch bitte draußen bleiben.
      "Menschenrechte verjähren nicht"

      Wenig später eröffnet Peter Scheffler, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises die Feierstunde in der gefüllten Christuskirche, während sich die Demonstranten still in einen Kirchenwinkel drücken - mit Plakaten. Dann betritt Antje Vollmer die Bühne, nimmt den mit 5.000 Euro dotierten Preis entgegen und ahnt wohl schon, dass dies keine gewöhnliche Ehrung werden wird. "Ich habe mir den Dialog am Runden Tisch nicht ausgesucht, ich wurde gebeten", so die Publizistin und wird bald deutlicher: "Ein Vermittler muss sich für die versöhnenden Seiten interessieren. Er muss sich aber auch der Vereinnahmung entziehen, damit er überhaupt die Freiheit hat, eine Lösung zu finden. Das war der intensivste Verständigungsprozess, den ich je durchgemacht habe."

      Als Reinhard Mawick, Sprecher der Evangelischen Kirche und Moderator des Abends, der Preisträgerin später sensibles Wahrnehmen von geschehenem Unrecht bescheinigt, werden Zwischenrufe laut. Demonstranten mit Plakaten treten vor die Bühne. "Sie haben mir Unrecht getan", ruft eine Frau aufgelöst. Eine andere dreht sich zum Publikum und erzählt laut ihre Geschichte. Es ist eine von Schlägen, Zwang und Unmenschlichkeit - erlebt in einem Heim der Diakonie. "Ich möchte nur nicht, dass unsere Akten vernichtet werden. Menschenrechte verjähren nicht." Am Ende bekommt sie Applaus.
      "Die Gesellschaft muss das ertragen"

      "Ich begrüße, dass Sie sich trauen ihre Stimme zu erheben. Die Gesellschaft muss das ertragen", entgegnet Vollmer und ihre Stimme klingt brüchig. "Eines habe ich durch diesen schwierigen Prozess gelernt: Wenn es nicht zeitnah Leute gibt, die aufstehen, wird es später bitter." Das jetzige Ergebnis sei das, was möglich war. "Ich weiß, dass sie nicht mich meinen", sagt Antje Vollmer nach der Diskussion. Sie sitzt vorne auf einer Kirchenbank und sieht müde aus. "Ich fange das ab, was für andere bestimmt war. Aber es ist trotzdem anstrengend." Sie wisse aber auch, dass viele Betroffene nicht die Meinung der Protestler teilten.

      Auf dem Kirchenvorplatz steht Monika Tschapeck-Günter. Sie ist die Vorsizende des Vereins der ehemaligen Heimkinder. Wird der Protest weitergehen? "Wir werden klagen. Wir wollen, dass die Menschenrechtsverletzungen von damals auch als solche anerkannt werden, genau wie die Zwangsarbeit der Heimkinder."

      Im Portal seiner Kirche steht Thomas Wessel und blickt etwas ratlos zu den letzten Demonstranten herüber. Eine sehr emotionale Geschichte sei das. "Sie haben einfach immer Recht, auch wenn sie Unrecht haben."

      Quelle : WDR.de

      Es geht weiterhin um eine „angemessene Entschädigung“ für ALLE Ehemaligen Heimkinder.

      .
      Heimkinder-Demo-Bochum Berichterstattung NOCH BESSER VERVOLLSTÄNDIGT von Helmut Jacob in seinem Helmut Jacob Blog: »
      Ehrenberg-Preis an Antje Vollmer: Filme, Presse, O-Töne, Schilderungen und Kommentar« @ helmutjacob.over-blog.de/article-ehrenberg-preis-an-antje-vollmer-erste-filme-89551447.html ( viel, viel, und noch viel mehr --- runter scrollen und immer weiter dort runterscrollen ) ( Di. 22.11.2011 )
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Es geht weiterhin um eine „angemessene Entschädigung“ für ALLE Ehemaligen Heimkinder.

      .
      [ CHRISTUS KIRCHE BOCHUM Podiumsdiskussion, Di. 22.11.2011 ] Ehemalige Heimkinder bei der Hans-Ehrenberg-Preis-Verleihung - Teil 3 von 3

      4baMOXOijqc
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lebemann“ ()

      Es geht weiterhin um eine „angemessene Entschädigung“ für ALLE Ehemaligen Heimkinder.

      .
      [ CHRISTUS KIRCHE BOCHUM Podiumsdiskussion, Di. 22.11.2011 ] Ehemalige Heimkinder bei der Hans-Ehrenberg-Preis-Verleihung - Teil 2 von 3

      CN10Nj-w_M0
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Lebemann“ ()

      Es geht weiterhin um eine „angemessene Entschädigung“ für ALLE Ehemaligen Heimkinder.

      .
      [ CHRISTUS KIRCHE BOCHUM Podiumsdiskussion, Di. 22.11.2011 ] Ehemalige Heimkinder bei der Hans-Ehrenberg-Preis-Verleihung - Teil 1 von 3 @
      youtube.com/watch?v=BmlKNv06oSA ( 6.35 Min. )

      BmlKNv06oSA
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Es geht weiterhin um eine „angemessene Entschädigung“ für ALLE Ehemaligen Heimkinder.

      .
      Die Ev.-Luth. Kirche Oldenburg berichtet bezüglich der Heimkinder-Demo Bochum @
      kirche-oldenburg.de/aktuell/news-niedersachsen/artikel/fruehere-heimkinder-kritisieren-auszeichnung-von-antje-vollmer.html ( Di. 22.11.2011 )
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!