Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )

    Es gibt 154 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Martin MITCHELL.

      Siggi, viele Jugendliche sind in der JWH eingewiesen worden, weil sie Fluchten über die Grenze geplant hatten oder ihre Eltern sind abgehauen oder wollten abhauen und sind in Hohenschönhausen gelandet. Die, die davon Anträge auf strafrechtliche Rehabilitierung stellen, werden auch rehabilitiert bei glaubhaften Nachweisen über die Sachverhalte.
      Meine Frage ist einfach, ob das noch immer der Fall ist oder ob man keinen derartigen Einweisungsgrund mehr nachweisen muss, wenn die Rehabilitierung erfolgreich sein soll.
      Das wäre nämlich der Durchbruch schlechthin und alle ehemaligen JWHler und Spezi-Insassen können rehabilitiert werden.
      Aha!
      Ich verstehe wenn die Eltern abgehauen sind,oder die Kinder wurden weg genommen wegen einen Antrag auf Ausreise,aber ich kann mir nicht vorstellen,
      das Kinder schon politische Gedanken hatten.
      Denn die meisten wurden mit 14 eingewiesen,aber kaum wegen Fluchtversuche oder doch?
      In den Akten die noch vorhanden sind wurde sehr viel gelogen warum auch immer.
      Siggi

      Siggi schrieb:

      Denn die meisten wurden mit 14 eingewiesen,aber kaum wegen Fluchtversuche oder doch?

      Naja mit 14 vielleicht noch nicht, aber es gibt einige Fälle, wo die Jugendlichen mit 16 oder 17 abhauen wollten, wurden erwischt und kamen in den JWH -> folglich -> Rehabilitierung wird gewährt. Warum? Weil es in der BRD rechtsstaatwidrig ist wegen unerlaubter Grenzüberschreitung bzw. dessen Vorbereitung weggesperrt zu werden. So einfach ist das :)

      ehemalige heimkinder sollen ueber den tisch gezogen werden.

      ich moechte jetzt auch malwas zu diesem thema fragen. 1. mann liest immer wieder ueber martini, wer ist das eigentlich, er wohnt in australien aber er schreibt nich was er im heim erlebt hat, und wie lange er im heim war. vielleicht habe ich das uebersehen, aber jedesmal wenn ein user darueber schreibt, kommt dan gleich ein langen bericht von ihm. 2. ich habe selber einen antrag gestellt auf entschaedigung aber ueber einen verzichtvertrag ist mir nichts bekannt. ich brauchte allein meine rentenunterlagen schiecken und es wurde ausgesucht, in welchen heimen ich war.muste allein enen bericht ueber meine erlebniesse im heim schildern, und an welche erzieher ich mich noch erinnern konte.3.es ist ein unterschied gemacht worden zwieschen heimen in ost und west. vielleicht ist es so das menschen die in der ddr im heim waren, das unterlagen von den kindern nicht so einfach zu finden sind. und mann weis auch das famielien angezeigt wurden fuer nichts, und das mann ihnen dan gleich die kinder weggenommen hat. (zb.fluchtvesuch) dann waren es doch die kinder die unschuldig in erziehungsheime kamen. ich moechte nochmals sagen das dies allein eine frage ist, und das dieser bericht nicht boes oder eine kritik sein soll. aber man liest hier so verschiedene versionen, das man manchmal gar nicht mehr durchblickt, und sich fragt was ist jetzt realitaet, und was nicht.
      Ich schwor, es ihnen heimzuzahlen
      Ralf Weber verbrachte zwölf Jahre in Heimen der DDR / Forscher sprechen vom „geschlossenen System“
      POTSDAM - Fünzig Jahre hat es gedauert, bis das Regime in Kinderheimen der jungen Bundesrepublik am „Runden Tisch Heimerziehung“ offengelegt wurde. Ein Ergebnis des Abschlussberichts von 2011: Ein Fonds zur Entschädigung ehemaliger Heimkinder. Am 26. März will nun auch die Arbeitsgruppe „Aufarbeitung DDR-Heimerziehung“ des Bundes und der Länder einen Abschlussbericht vorlegen. Auch hier wird es darum gehen, wie den Opfern eines unmenschlichen Systems geholfen werden könnte.

      Da ist zum Beispiel Ralf Weber. In einer Tagung an der Fachhochschule Potsdam (FHP) über die Heimerziehung in beiden Teilen Deutschlands hat der 56-Jährige schon eine Stunde lang wie ein Wasserfall über sein Leben in Heimen der DDR erzählt. Dann schnauft und schluckt er. Weber erinnert sich an die Selbstmorde seiner Leidensgenossen im damaligen Jugendwerkhof Torgau im Norwesten Sachsens.

      „Ein Junge hat sein Turnhemd in Streifen gerissen und sich erhängt“, sagt Weber mit belegter Stimme. „Wir hatten Jugendliche, die sich körperlich verletzten, nur um hier heraus zu kommen.“ Manche hätten Eisenspäne verschluckt, manche Säure getrunken. Weber tat etwas anderes. „Nach einer Woche bin ich zum Entschluss gelangt, dass ich das hier überleben würde“, sagt er. Als ihn am zweiten Tag zwei Erzieher zusammenschlugen, schwor er sich, ihnen das irgendwann heimzuzahlen.

      Weber war wegen eines Fluchtversuchs aus dem südlich von Jena gelegenen thüringischen Jugendwerkhof Hummelshain – dem einzigen, den er je unternommen hatte – nach Torgau gebracht worden. Am Morgen nach seiner Ankunft nahm sich der Direktor acht Stunden lang des Neuen an. Mit halboffenen Turnschuhen musste Weber im Hof auf Schotter laufen. Die Splitter gerieten in den Schuh und schnitten in Webers Fuß. Der Fünfzehnjährige musste Liegestütze machen, bis ihm auch die Hände zerschnitten waren. Als er sich vor Verzweiflung gegen eine Mauer warf, um ohnmächtig zu werden, hieb ihm der Leiter der Einrichtung so lange mit dem Schlüsselbund ins Gesicht, bis Weber sich weiter mit Liegestützen abquälte.

      Torgau. Der Name des Jugendwerkhofs weckte in Heimkindern der DDR grausige Vorstellungen. Vom 1. Mai 1964 bis zum 11. November 1989 wurden mehr als 4000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren zur angeblichen „Anbahnung eines Umerziehungsprozesses“ eingewiesen. Doch um Umerziehung ging es im einzigen offiziell geschlossenen Jugendwerkhof der DDR nicht. Tatsächlich sollte der Wille der Insassen gebrochen und denjenigen gedroht werden, die noch nicht drinnen gewesen waren. Heute ist der Ort eine von der Europäischen Union ausgezeichnete Gedenkstätte.

      Manfred Kappeler, ermeritierter Sozialpädagoge von der Technischen Universität (TU) Berlin, nennt Torgau ein Symbol für die Heimerziehung der DDR überhaupt. „Die ganze Heimerziehung der DDR war ein geschlossenes System“, sagt er. Die Türen blieben in allen Heimen zu, die Kinder waren in einem Gefängnis. Torgau sei nur der Endpunkt einer Reihe von Maßregelungen gewesen.

      Kappeler hat in den 70er Jahren in einer Art Undercover-Recherche die Missstände in den westdeutschen Heimen aufgedeckt. Vor zwei Jahren hat er in einer Studie über Berliner Heimerziehung auch die Heime in Ost-Berlin betrachtet. Während der Westen vor allem schwierige Kinder aus dem Arbeitermilieu an die Kandarre nahm, sollten in der DDR „Nicht-Kollektivfähige“ zu sozialistischen Persönlichkeiten werden. Dafür gab es Handreichungen zum Beispiel vom Institut für Jugendhilfe in Falkensee. Eberhard Mannschatz, bis 1977 Funktionär im DDR-Ministerium für Volksbildung, erläutert 1959 in einem Aufsatz die „Rolle der Ideologie bei der sozialistischen Umgestaltung der Jugendhilfe“. In Mannschatz’ Zuständigkeit fiel auch der Werkhof Torgau.

      „Die Repressionen stiegen von Einrichtung zu Einrichtung“, sagt Weber. Angefangen hatte seine Leidensgeschichte Anfang der 60er Jahre. Die überforderte Mutter hatte jahrelang einen Scheidungskrieg gegen einen gewalttätigen, trinkenden Vater geführt. Als ein Gericht 1959 endlich ein Scheidungsurteil vollstreckte, war Ralf Weber vier Jahre alt.

      Die geschiedene Mutter arbeitet ganztägig. Den schulpflichtigen Sohn weckt sie morgens um vier Uhr. Er steht ab sechs Uhr vor der Schule und wartet, bis sie geöffnet wird. Der Sechsjährige ist müde und unaufmerksam. Lehrer meinen, der Junge sei seinen Schulpflichten nicht gewachsen. Das ist der Moment, in dem die Jugendhilfe der DDR eingeschaltet wird. Die diagnostiziert bei dem unter Stimmungsschwankungen leidenden Kind eine latente Schizophrenie und einen angeblichen hirngenetischen Defekt. Mit dieser Diagnose ist das Schicksal des gebürtigen Thüringers besiegelt. In den folgenden Jahren durchwandert er vier verschiedene Erziehungsheime in der Republik.

      In den Heimen ist das Reden im Schlafsaal verboten. Zu den Bestrafungen gehört zum Beispiel, stundenlang nackt im kalten Flur zu stehen. Im Berliner „Kombinat der Sonderheime für Psychodiagnostik und pädagogisch-psychologische Therapie“ wird der elfjährige Weber ab 1966 medizinisch behandelt. Weber spricht gar von illegalen Experimenten. Spritzen in die Hüften verursachen Magenbrennen und Krämpfe. Der Junge wehrt sich. Er wird auf dem Bett fixiert. Schwestern halten ihn fest, wenn ihm die Spritzen verpasst werden.

      Webers Mutter und ihr neuer Mann fragen einen unabhängigen Mediziner. Der kennt die Medikamente nicht, die Ralf Weber bekommt. Ein Pulver, das ihm der Professor zur Linderung seiner Schmerzen gibt, wird dem Jungen in dem Heim wieder abgenommen.

      Die Traumen, die Weber in diesen Jahren zugefügt wurden, haben ihre Spuren hinterlassen. Weber ist arbeitsunfähig und frühverrentet. Weiße Kittel versetzen ihn in Panik. Spritzen sind ganz unmöglich. Groll gegen seine Mutter hegt er aber nicht. Sie habe, soweit es ihre knapp bemessene Zeit zuließ, versucht, den Kontakt zu halten. Doch jedesmal, wenn sie und der Stiefvater in die Heimerziehung eingriffen, musste es Ralf Weber büßen – meistens mit Schlägen. Er selbst bat seine Eltern in Briefen, nichts mehr zu unternehmen.

      Der Diplomsozialpädagoge der Fachhochschule Potsdam, Matthias Schreckenbach, der sich mit seinen Studenten lange mit der Heimerziehung in der DDR befasst hat, meint, Webers Deutung seiner medizinischen Behandlung sei unter Vorbehalt zu sehen. „Der Bericht ist aber sicher repräsentativ für die Erfahrungen im Jugendwerkhof Torgau.“ Was die Gewalt in den normalen Heimen angehe, machten andere Zeitzeugen ganz ähnliche Aussagen wie Weber. Dass er kein Einzelfall sei, habe auch das Land Brandenburg eingesehen. Der Diktaturbeauftragten des Landes, Ulrike Poppe, ist eine Abteilung zur Heimerziehung zugeordnet worden.

      „Wir sind eine Stelle, die ein relativ großes Vertrauen genießt“, sagt die für Heimerziehung zuständige Beraterin Silvana Hilliger. Die Abteilung behandele keineswegs eine Marginalie der DDR. „Ich würde sagen, wir bekommen um die zehn Anrufe in der Woche“, sagt Hilliger. „Es sind oft lange Gespräche.“ Von schlimmen Erfahrungen berichten insbesondere ehemalige Insassen der sogenannten Durchgangsheime. „Dort ist die Situation besonders schlimm gewesen.“

      Auch Heimforscher Kappeler sieht Webers Bericht durch die Befunde der DDR-Forschung gestützt. Sicher: „Es gab in beiden deutschen Staaten Erzieherinnen und Erzieher, die versucht haben, eine andere Praxis zu gestalten.“ Das ändere aber nichts am Zweck der Heime. Und der lautete: Disziplinierung.

      Weber haben die Heime nicht diszipliniert. Sie haben im Gegenteil seine Wut angefacht. Seit der Wende kämpft Weber als Vorsitzender des Opferbeirates der Gedenkstätte Torgau dafür, dass die DDR-Heimerziehung als Verletzung elementarer Menschenrechte anerkannt wird. Ehemalige Heimkinder sollen entschädigt werden. Für seine Tage in Torgau hat ihm das Berliner Kammergericht schon 2004 Recht gegeben. Doch bei seiner Zeit als Insasse der „normalen“ Heime mauern die untergeordneten Gerichte. Und das, obwohl das Bundesverfassungsgericht bereits 2009 sein Leben dort als widerrechtlichen Freiheitsentzug gewertet hat. (Von Rüdiger Braun)

      Quelle : Märkische Allgemeine
      Februar 2012

      - 20:21 Uhr




      Frühere Heimkinder lehnen Bedingung für Entschädigung ab +++ mit Kommentar .

      Frühere Heimkinder lehnen Bedingung für Entschädigung ab +++ mit Kommentar


      Von Christian Althoff

      Paderborn/Bünde (WB). Viele ehemalige Heimkinder lehnen es ab, Geld aus dem 120-Millionen-Fonds zu beantragen, den es seit Jahresanfang gibt. Sie kritisieren, dass sie eine weitreichende Verzichtserklärung unterschreiben sollen.


      In den kirchlichen und staatlichen Heimen Westfalen-Lippes wurden zwischen 1945 und 1980 jährlich 6000 bis 9000 Kinder und Jugendliche aufgenommen. »Oft reichten banale Anlässe wie Unsauberkeit oder Lügen, um Kinder in Heime zu stecken«, weiß Professor Bernd Walter, Leiter des Instituts für westfälische Regionalgeschichte. Viele Heimkinder wurden misshandelt, sie mussten Erbrochenes essen oder ohne Lohn in der Landwirtschaft oder für Unternehmen wie Claas, Hella und Miele arbeiten.

      Im vergangenen Jahr hatten sich Bund, Länder, die beiden großen Kirchen, der Caritasverband, das Diakonische Werk und die Deutschen Orden auf einen 120 Millionen Euro umfassenden Fonds geeinigt, der ehemaligen Heimkindern helfen soll. Markus Fischer, Sprecher beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe in Münster, einer der beiden Anlaufstellen in NRW: »Zum einen bezahlt der Fonds traumatisierten Menschen Therapien. Zum anderen zahlt er Heimkindern, die arbeiten mussten, aber weder Lohn bekamen noch Rentenansprüche erwarben, eine Pauschale.« Pro Monat Arbeit sollen Männer einmalig 170 Euro, Frauen 200 Euro bekommen.

      Obwohl das Geld tausenden früherer Heimkinder zusteht, liegen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe erst 350 Anträge vor. »Wir raten Betroffenen, sich das mit dem Antrag sehr gut zu überlegen«, warnt Monika Tschapek-Güntner, Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder. Denn jeder Antragsteller müsse unterschreiben, keine weiteren Ansprüche gegen die Gründer des Fonds zu stellen. »Deshalb werde ich auch auf gar keinen Fall eine Entschädigung beantragen«, sagt Reiner Klein (66) aus Bünde. Er war nach dem Tod seiner Eltern ins Salvator-Kolleg nach Hövelhof gekommen. »Ich war zwölf, als mich dort ein Ordensbruder missbrauchte.« Später habe er in einem anderen Heim Waschbetonplatten herstellen müssen. »Wenn ich jetzt eine Entschädigung für entgangene Rentenansprüche annehme, darf ich nicht mehr gegen den Orden der Salvatorianer vorgehen. Das ist doch ungerecht!«

      Andere, wie Hubert Groppe aus Paderborn, haben dagegen nicht einmal die Möglichkeit, an Entschädigungen zu kommen. Groppe war als Fünfjähriger, möglicherweise wegen überfüllter Kinderheime, in die Kinderpsychiatrie nach Marsberg gekommen. In den Aufnahmepapieren heißt es lapidar, eine Ordensschwester habe den Jungen mitgebracht. Ein Arzt untersuchte ihn »nach dem Bühler-Hetzer-Entwicklungstest« und notierte, bei dem Jungen bestehe »keine geistige Unterentwicklung«. Doch Hubert Groppe musste in der Psychiatrie aufwachsen, wo er nach eigenen Angaben von Ordensschwestern, die das Haus betrieben, misshandelt wurde. Eine Entschädigung bekommt der 59-Jährige nicht: Die katholische Kirche lehnt jede Verantwortung für mögliche Taten der Ordensfrauen ab, weil die Klinik auch schon damals in der Trägerschaft des Landschaftsverbandes war. Und dieser schrieb dem Paderborner, er habe keinen Anspruch auf Hilfe aus dem Heimkinderfonds, weil er ja nicht in einem Heim, sondern in der Psychiatrie aufgewachsen sei. »Die Richtigkeit dieser Entscheidung hat uns inzwischen auch das Bundesfamilienministerium bestätigt«, sagt Markus Fischer, Sprecher beim Landschaftsverband in Münster.

      Der Fonds hat übrigens noch gar kein kein Geld ausgezahlt. Denn wegen einer Gesetzeslücke darf früheren Heimkindern, die heute von Hartz IV oder anderen Transferleistungen leben, die Zahlung aus dem Fonds als Einkommen angerechnet werden, womit die staatliche Hilfe entfiele. Markus Fischer: »Deshalb warten wir jetzt mit der Auszahlung, bis die Bundesregierung einen Ausweg gefunden hat.« Wann das sein wird, ist noch unklar.



      Ex-Heimkinder vertröstet
      Aus dem 120-Millionen-Euro-Fonds für ehemalige Heimkinder fließt vorerst kein Geld. So soll verhindert werden, dass Kommunen früheren Heimkindern, die von Hartz IV oder anderen Transferleistungen leben, die Entschädigung als Einkommen anrechnen. Hanno Schäfer, Sprecher im Bundesfamilienministerium, sagte, man wolle den Menschen das Geld lassen. »Deshalb bemühen wir uns, mit den Kommunen eine Regelung zu finden.« Gelinge das nicht, müsse ein Gesetz her, was aber dauern würde. Bund, Länder, Kirchen, Orden und Wohlfahrsverbände hatten in den Fonds eingezahlt. Er soll frühere Heimkinder unter anderem dafür entschädigen, dass sie arbeiten mussten, ohne Lohn zu erhalten und Rentenansprüche zu erwerben
      Heimkinder-Entschädigung kann noch nicht fließen

      veröffentlicht am 25.02.2012

      Bielefeld - Aus dem 120-Millionen-Euro-Fonds für ehemalige Heimkinder fließt vorerst kein Geld. So soll verhindert werden, dass Kommunen früheren Heimkindern, die von Hartz IV oder anderen Transferleistungen leben, die Entschädigung als Einkommen anrechnen.
      Hanno Schäfer, Sprecher im federführenden Bundesfamilienministerium, sagte dem Westfalen-Blatt, man wolle den Menschen das Geld jedoch lassen. "Deshalb bemühen wir uns, mit den Kommunen eine Regelung zu finden." Gelinge das nicht, müsse ein Gesetz beschlossen werden, was aber dauern würde.

      Der Bund, die westlichen Bundesländer, die beiden großen christlichen Kirchen, Orden und Wohlfahrsverbände hatten sich 2011 auf den Fonds geeinigt. Er soll frühere Heimkinder aus den alten Bundesländern unter anderem dafür entschädigen, dass sie in Industrie und Landwirtschaft arbeiten mussten, ohne Lohn zu erhalten oder Rentenansprüche zu erwerben. Vorgesehen ist, den Betroffenen für jeden Monat Arbeit eine einmalige Pauschale zwischen 170 und 200 Euro zu zahlen.

      Das Geld kann seit dem 1. Januar beantragt werden, was bisher aber erst sehr wenige getan Menschen haben. Zur Begründung sagte Monika Tschapek-Güntner, die Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder, jeder Antragssteller müsse unterschreiben, dass er keine weiteren Ansprüche stelle: "Damit wird beispielsweise missbrauchten oder traumatisierten Heimkindern die Möglichkeit genommen, Leistungen nach dem Opferentschädigungsgesetz zu beantragen." (ghd)

      Quelle: net tribune
      Heimkinder-Entschädigung nicht auf Hartz IV anrechnen

      Bielefeld (dpa) - Das Bundesfamilienministerium will verhindern, dass Entschädigungen für ehemalige Heimkinder als Einkommen auf Hartz IV oder andere Transferleistungen angerechnet werden. Das Geld solle diesen Menschen bleiben, sagte Ministeriumssprecher Hanno Schäfer dem Bielefelder «Westfalen-Blatt». Deshalb bemühe man sich, mit den Kommunen eine Regelung zu finden. Gelinge das nicht, müsse ein Gesetz beschlossen werden. Um Kürzungen auszuschließen, fließt demnach aus dem Fonds vorerst kein Geld. Der Fonds ist mit 120 Millionen Euro gefüllt und steht seit Anfang des Jahres für die Opfer bereit.

      Quelle: Welt Online

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      Ja mein lieber martini das ist ja alles schön und gut, aber woher weis du den wie die Anträge aussehen, wenn diese nicht einmal gedruckt sind. Es gibt schlichtweg noch kein Formulare zum Ausfüllen.
      Das man beim Ausfüllen dieser zukünftigen Formulare Wachsam bleiben sollte versteht sich aber von selber. Es ist aber doch in der Wirtschaft genauso. Wenn ich eine Abfindung bekomme, muss ich gleichzeitig auch eine Verzichtserklärung über weitere Ansprüche Unterschreiben. Wichtig dabei ist das ich in meiner Entscheidung zu Unterschreiben frei von allen Zwängen bin. Dabei sollte man berücksichtigen das Klagen in unserem Alter oft nicht mehr zum gewünschten Ziel führen. Viele aus unserer Zeit die in Heimen waren sind bereits Verstorben, und noch ein großer Teil ist aufgrund seines Alters und Gebrechlichkeiten nicht mehr in der Lage diesen Kampf durchzustehen. Da darf es keinem wundern, das sich der eine oder andere sagt ich nehme das was ich bekommen kann. ;(

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )

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      Der Hilfsfonds-Heimerziehung-OST kommt und ist nicht mehr aufzuhalten !


      Mecklenburg-Vorpommern

      Die Landesbeauftragte
      für Mecklenburg-Vorpommern
      für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes
      der ehemaligen DDR

      Landesbeauftragte:
      Marita Pagels-Heineking
      Jägerweg 2 | 19053 Schwerin

      Tel.: 0385 734006
      Fax: 0385 734007
      e-mail:
      *edit* post@lstu.mv-regierung.de


      Am 26. März [ 2012 ] wird der Bericht zur Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Für die Entschädigung der Folgeschäden aus der Heimerziehung in der DDR wird es eine ähnliche Lösung wie bei den Heimkindern in den alten Bundesländern geben.


      PM @ landesbeauftragter.de/aktuelles/presse/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7&cHash=f79ad3bd208773daf5c2d6ecc068980d

      // 15.03.2012 // 12:00 Uhr

      PM
      - PRESSEMITTEILUNG

      Neue Anlaufstelle für DDR-Heimkinder in Vorbereitung

      Über die Bilanz ihrer Arbeit im letzten Jahr informierte die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR Marita Pagels-Heineking bei einem Pressetermin in Schwerin.
      Wie schon in den Jahren zuvor, wurden auch 2011 die Dienstleistungen der Landesbeauftragten verstärkt in Anspruch genommen. Auch die Anfragen von Medien und Forschern haben im letzten Jahr zugenommen. Von wachsender Bedeutung werden auch immer mehr die Beratungsanfragen von Parlamenten in den Kreisen, kreisfreien Städten und Gemeinden.
      Die Ansprüche an die Arbeit der Landesbeauftragten sind in den letzten Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ stetig gewachsen: „Offensichtlich ist es in den letzten Jahren gelungen, eine gesellschaftliche Atmosphäre zu schaffen, in der Aufarbeitung möglich ist“, so die Landesbeauftragte.

      „Wir müssen aber sagen, dass wir die Belastungsgrenze der Behörde erreicht haben. Auch der Inhalt unserer Arbeit muss sich in den nächsten Jahren ändern. In der Vergangenheit entstand häufig eine falsche Fixierung auf die Stasi als einzigem Repressionsinstrument in der DDR. Wenn wir aber die Funktionsweise der SED-Diktatur verstehen wollen, müssen wir auch den Alltag der Menschen stärker in den Blick nehmen. Deswegen sollten die Aufgaben der Landesbeauftragten neu formuliert und die Behörde an die gesellschaftlichen Notwendigkeiten angepasst werden. Wir müssen uns mehr um die Folgen der Diktatur insgesamt kümmern“, sagte die Landesbeauftragte Marita Pagels-Heineking.

      Deutlich wird das auch im neuen Arbeitsbereich, den die Landesbeauftragte ab Mitte des Jahres 2012 betreuen wird. Am 26. März wird der Bericht zur Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Für die Entschädigung der Folgeschäden aus der Heimerziehung in der DDR wird es eine ähnliche Lösung wie bei den Heimkindern in den alten Bundesländern geben. In allen neuen Bundesländern sollen Anlaufstellen für die Betroffenen eingerichtet werden, die in der Regel bei den Landesbeauftragten angesiedelt sind.
      Der Schweriner Landtag hat im Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Arbeit der Beratungsstelle soll im Juli 2012 beginnen
      .

      Wann genau die Beratungsstelle ihre Arbeit aufnimmt sowie über alle anderen Angebote informiert die Landesbeauftragte ab sofort hier auf der neuen Website.

      PM: Neue Anlaufstelle für DDR-Heimkinder in Vorbereitung, 15.03.2012, Schwerin @ landesbeauftragter.de/fileadmin/user_upload/downloads/pressemitteilungen/PM_LSTU-MV_neue-Anlaufstelle-DDR-Heimkinder_15032012.pdf

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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „jw1hal“ ()

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )

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      ERSTENS:

      Das Einzige was bisher ersichtlich ist: das was Marita Pagels-Heineking fordert, ist:

      Nach Auffassung von Pagels-Heineking sollen jedoch alle ehemaligen Heimkinder, egal ob sie in einem "normalen" oder in einem "speziellen" Heim waren, Hilfe aus dem geplanten Entschädigungsfonds bekommen, sofern sie dadurch bleibende Gesundheitsschäden erlitten haben. Der Bund und die ostdeutschen Länder bereiten derzeit einen Entschädigungsfonds mit rund 40 Millionen Euro vor, der jenem für misshandelte und missbrauchte Heimkinder in der alten Bundesrepublik ähnelt.

      QUELLE: Norddeutsche Neueste Nachrichten ( 15. März 2012 | 22:00 Uhr ) @ nnn.de/nachrichten/mecklenburg-u-vorpommern/artikeldetail/article/1715/spezialheime-waren-systemunrecht.html



      ZWEITENS:

      Das Einzige was bisher ersichtlich ist: das was Marita Pagels-Heineking fordert, ist:

      Deutlich wird das auch im neuen Arbeitsbereich, den die Landesbeauftragte ab Mitte des Jahres 2012 betreuen wird. Am 26. März wird der Bericht zur Aufarbeitung der DDR-Heimerziehung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt. Für die Entschädigung der Folgeschäden aus der Heimerziehung in der DDR wird es eine ähnliche Lösung wie bei den Heimkindern in den alten Bundesländern geben. In allen neuen Bundesländern sollen Anlaufstellen für die Betroffenen eingerichtet werden, die in der Regel bei den Landesbeauftragten angesiedelt sind. Der Schweriner Landtag hat im Juni 2011 einen entsprechenden Beschluss gefasst. Die Arbeit der Beratungsstelle soll im Juli 2012 beginnen.

      Wann genau die Beratungsstelle ihre Arbeit aufnimmt sowie über alle anderen Angebote informiert die Landesbeauftragte ab sofort hier auf der neuen Website.

      PM: Neue Anlaufstelle für DDR-Heimkinder in Vorbereitung, 15.03.2012, Schwerin @ landesbeauftragter.de/fileadmin/user_upload/downloads/pressemitteilungen/PM_LSTU-MV_neue-Anlaufstelle-DDR-Heimkinder_15032012.pdf [ Marita Pagels-Heinekingihr eigener Pressebericht ! ]

      QUELLE: PM - PRESSEMITTEILUNG vom // 15.03.2012 // 12:00 Uhr von Marita Pagels-Heineking auf ihrer eigenen Webseite @ landesbeauftragter.de/aktuelles/presse/details/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=7&cHash=f79ad3bd208773daf5c2d6ecc068980d
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      DER TAGESSPIEGEL, Berlin ( Mo. 02.04.2012, um 00:00 Uhr ) »Leiterin der Berliner Beratungsstelle für Heimkinder kündigt« @ http://www.tagesspiegel.de/berlin/nachrichten-nachrichten/6465072.html

      Nach wenigen Wochen Arbeit hat die Leiterin der neu eröffneten Berliner Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder bereits wieder gekündigt. „Ich halte es für unverantwortlich, bei den Betroffenen Hoffnungen zu wecken und sie dann nicht zu erfüllen“, sagte die Sozialpädagogin und Traumafachberaterin Daniela Gerstner. Die Beratungsstelle war am 19. Januar von Jugendsenatorin Sandra Scheeres (SPD) eröffnet worden. Opfer der Heimerziehung in der frühen Bundesrepublik können seit Jahresanfang Anträge auf finanzielle Hilfen stellen.

      In Berlin haben sich in den ersten drei Monaten bislang rund 250 Betroffene gemeldet. „Wir platzen ziemlich aus den Nähten mit den Anfragen, ohne dass grundlegende Fragen bereits geregelt sind“, sagte Gerstner. Die drei Mitarbeiter sollen frühere Heimkinder bei ihren Anträgen auf Leistungen aus dem bundesweit eingerichteten Fonds unterstützen. In dem Fonds stehen insgesamt 120 Millionen Euro zur Verfügung. epd

      Siehe auch in
      NEUES DEUTSCHLAND ( Mo. 02.04.2012) »Beratungsstelle ohne Chefin« https://www.neues-deutschland.de/artikel/223075.beratungsstelle-ohne-chefin.html ( nur für Abonementen lesbar ).
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      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      Ehemalige Heimkinder sollen zum wiederholten male über den Tisch gezogen werden ( Das Über-den-Tisch-Ziehen soll bundesweit – in OST und WEST - am 1. Januar 2012 beginnen ! )

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      Hervorragender neuer sehr langer und umfangreicher Artikel

      in NEUES DEUTSCHLAND vom 05.04.2012

      »Aber heidschi bumbeidschi bum bum«

      »Opfer von Missbrauch in westdeutschen Kinderheimen kämpfen noch immer um angemessene Entschädigung«

      @
      http://www.neues-deutschland.de/artikel/223437.aber-heidschi-bumbeidschi-bum-bum.html
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      ich will kein geld

      Hallo, was juckt es die deutsche Eiche wenn sich Schweine an ihre Krazen.
      Die Entschädigung, würde ja auch von dem Geld kommen die selber geschädigt sind. Und von solchen Leuten,will ich kein kein Geld. Und von Politikern will schon mal gar nichts, ich hab noch nie in meinem Leben gewählt.

      Entschädigung an Heimkinder

      Ich möchte noch etwas zu dem Thema Entschädigungen für ein Kinder sagen ich war selber von 0-14 Jahren im Heim. Ich bin auch gequält und missbraucht worden. Aber das ist lange her und ich habe damit abgeschlossen, bin jetzt wieder wegen dieser ganzen Diskussion auf dieses Thema aufmerksam gemacht worden. Nur weil man als Verlierer geboren wurde muss man nicht sein ganzes Leben Verlierer sein.
      Natürlich gibt es viele Menschen die sich in der Rolle der Verlierer gut fühlen das sind dann die die am lautesten schreien und eine Entschädigung haben möchten.
      Entschädigung von wem die Leute die das Geld am Ende zahlen haben nichts damit zu tun dass wir gequält oder missbraucht worden sind.
      Ich finde man sollte Gesetze ändern zum Beispiel dass die Verjährung für Missbrauch verlängert wird so das solche Leute auch noch nach vielen Jahren vor Gericht gestellt werden können. Das würde ich mir wünschen.
      Irgendwie habe ich auch den Eindruck dass die meisten Leute die hinter dem Entschädigungs Geld her sind aus dem Osten von Deutschland kommen. Frage ich mich warum das so ist ich glaube nicht dass da Leute mehr gequält worden sind wie im Westen.
      Natürlich ist es bei vielen Leuten aus dem Osten nicht so lange her wie im Westen. Die Heim im Westen haben irgendwann angefangen besser zu werden aber den Missbrauch gibt es ja bis heute noch.
      Ich war ein notorischer Entweichler, spricht ich bin bei jeder Gelegenheit abgehauen. Mit 14 Jahren habe ich es endlich geschafft und bin nicht mehr zurückgekommen ins Heim und nach Deutschland das erste Mal mit 27 Jahren. das es mir auch schwer gefallen.
      Ich hatte schon damals das Motto man hat Nix zu verlieren man kann nur gewinnen wenn man im Heim ist und wegläuft. Und am Ende habe ich gewonnen und ich denke man hat mich auch nicht klein gekriegt, dass ist halt bei jedem Menschen anders und irgendwie tun mir die heute die noch mit ihrem Schicksal zu hadern Leid. ich wünsche euch das ihr mit dem Thema abschließen könnt, und Scheiß auf die Kohle dadurch gehts euch auch nicht besser,

      Ich wünsche euch noch viel Spaß beim diskutieren und hoffe das Ihr recht viel Geld bekommt.