Artikel mit dem Tag „Märchen“

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  • 1. Der große,böse Wolf


    In einem fremden, großen Land lebte einmal ein Wolf. Er nannte sich selbst "Großer, böser Wolf", denn einen Namen hatte er nicht, er hatte nie jemanden gekannt, der ihm einen Namen gegeben hätte.

    Er lebte allein in den großen Wäldern und auf den weiten Ebenen seines Landes, und nur selten begegnete er einem anderen Tier. Wenn es aber doch einmal geschah, daß ihm ein Fuchs oder ein Hirsch begegnete, dann sträubte er sein struppiges Fell, fletschte die Zähne und knurrte: "Komm mir nicht zu nahe, sonst beiße ich Dich... ich bin der große, böse Wolf!" Und die anderen Tiere fürchteten sich vor ihm und ergriffen die Flucht.

    So streifte denn der Wolf tagein, tagaus durch das Land, in dem er lebte, vertrieb jeden Eindringling aus seinem Revier und hätte eigentlich recht zufrieden sein können mit seinem Leben. Er liebte das Rauschen der Tannen in den Wäldern und das Flüstern des Grases auf den Ebenen, wenn der Wind darüber hinwegstrich. Er liebte das Murmeln…
  • Oft des Nächtens, wenn ich wach bin, ruhelos die Ozeane durchschwimme oder mich durch´s Gestänge des Universums winde - wenn alles schläft und geheimnisvolle Geräusche mein Gehör streicheln und die glänzenden Augen des Alls mir ihre Weisheiten zublinzeln - oft in solchen Nächten begegnet mir ein kleiner Wicht. Ein komischer kleiner Kerl ist das! Ein kugelrundes Körperlein mit zwei dünnen Beinchen dran, langen - viel zu langen Ärmchen und ein zerschundener Kopf.

    Jaaa, der Kopf - als ich den das erste Mal sah, lag er herum, einfach so. Natürlich wußte ich da noch nicht, daß das ein Kopf ist - er sah nicht so aus! Ich hielt ihn für einen schrumpeligen Ball. Verspielt, wie wir Zahnwale nun mal sind, nahm ich dieses merkwürdige Spielzeug vorsichtig zwischen meine Zähne, schmeckte mit meiner Zungenspitze vorsichtig die Beschaffenheit dieses Dings - nä, war nicht lecker! Salzig war das, leicht bitter dazu - wenn ich mir ausdenken sollte, wie Tränen schmecken, dann wäre dieser…