Warum wollen ehemalige Heimkinder sich wieder finden?

    Es gibt 29 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von anho1971.

      In einem Forum ist es ganz normal, das man verschiedener Meinung sein kann, und dies dann auch schriftlich äussert. Das hat mit stänkern oder degradieren nichts zu tun. Jeder User hier im Forum hat seine eigene Meinung, und das ist doch auch gut so. Andere Meinungen sollte man dann schon aushalten können, oder es einfach überlesen/ ignorieren.




      -Von Leuten, die immer alles besser wissen, können wir nichts lernen.-

      von Ernst Ferstl
      "ZeiMacer" Wie recht du doch hast.

      Ich habe in letzter Zeit sehr viele alte Themen gelesen. Auch aus einer Zeit als es "Leser" noch gar nicht hier gab. Da geht es teilweise auch so zu, wie ich es beschreibe. Es wurden sogar schon
      Themen, von den Moderatoren, beendet, weil diese ausuferten.

      Wenn man beim Thema bleibt, ist das auch in Ordnung. Nur wenn Wortfetzen genommen werden, diese dann völlig anders dargestellt werden, das finde ich nicht mehr so gut. Denn dann
      Verschwindet der gute Umgangston.

      Das ist nicht Personengebunden, sonder das habe ich schön öfter festgestellt. Auch schon in Beiträgen, die schon Jahre alt sind.

      Im übrigen gehört das auch nicht wirklich hier her. Aber es musste, aus meiner Sicht, mal erwähnt werden.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anklip“ ()

      anklip schrieb:

      Ich habe in letzter Zeit sehr viele alte Themen gelesen. Auch aus einer Zeit als es "Leser" noch gar nicht gab. Da geht es teilweise auch so zu, wie ich es beschreibe. Es wurden sogar schon
      Themen, von den Moderatoren, beendet, weil diese ausuferten.

      Das ist aber bestimmt schon ewig her. Seit ich hier wieder im Forum bin, geht es größtenteils vernünftig ab.

      anklip schrieb:

      Nur wenn Wortfetzen genommen werden

      Ja, aber genau das hast Du doch auch schon gemacht, und so einen Satz total verfälscht. Da sollte man schon bereit sein, auch mal sein eigenes Verhalten zu hinterfragen.

      anklip schrieb:

      Im übrigen gehört das auch nicht wirklich hier her.

      Stimmt, und deshalb lasse ich es jetzt auch.




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      von Ernst Ferstl
      Vor zig Jahren war ich auf der MV des Vereins ehemaliger Heimkinder. Das war ganz gruselig, man brüllte sich an und es hatte Stunden gedauert, bis man sich auf die Tagesordnung verständigt hatte.
      An einem Ehemaligen-Treffen habe ich nie teilgenommen. Ich habe nie "die Kurve gekriegt". Bedauerlich ist, dass ich nur noch zu einer Ehemaligen aus unserem Heim Kontakt habe. Uns hat man auch nie gesagt, wer wo seine Ausbildung macht, es gab nie Hinweise, wo wir wen finden könnten. Es gibt ein paar Ehemalige aus dem Heim, die ich gern wieder sehen würde. Hier habe ich auch niemanden wiedergefunden.
      @anklip Natürlich kenne ich diese Gegend um diese Straße sehr genau. Das war damals Einzugsgebiet von mir und spätestens mit 18 war ich dort sehr oft und neulich auch mal wieder, weil dort ein Dok angesiedelt ist, den ich mal aufsuchen musste. In der Pasteurstraße, du kennst sie, nur ein paar Str. um die Ecke verbrachte ich mal einige Jahre auf der Abendschule. Man hatte ja Lust, Zeit und Muße. Was macht man heute? Schreiben.... :whistling:

      @Mozart Waren das wirklich so schroffe Töne in dem eh. HK-Verein? Wenn das so ist, schienen sie selbst nicht gelernt zu haben, wie man als eh. Heimkinder miteinander nicht umgehen darf. nono

      Weswegen sich-wieder-finden, was ich noch gar nicht richtig in diesem Thema beantwortet hatte und sich wahrscheinlich mit dem decken wird, was andere posteten. Der Sinn kann/war bei mir wohl nur der sein, zu wissen, was mag aus drei, vier, fünf Leuten geworden sein, mit denen man sich ein wenig verstanden hat. Schließlich waren auch zwei andere Zöglinge in meiner Gruppe, so nennen wir sie einmal, aus meiner Heimatstadt Berlin in der E-Burg und da wollte man es schon wissen, was aus dem einen und dem anderen geworden ist. Mich versuchten ja auch zwei von ihnen schon wenige Jahre nach der Entlassung aufzusuchen, so unegal kann man sich also nicht gewesen sein. Mir gelang das teilweise in Erfahrung zu bringen, was aus wem wurde, aber es war nun auch kein Muss, sondern es ergab sich einfach. Ein wenig Neugierde mit Kribbeln war es natürlich auch, weswegen man auf der ersten Heimkinderplattform imheim.de damals in 2006 aufschlug, gefühlt in einer anderen Zeit.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Leser“ ()

      Der jahni hat jahrelang in der Winsstraße gewohnt.....gerade rüber vom Rettungsdienst.
      Der prenzl. Berg war mein Viertel.....lang ist her und seit vielen Jahren auch vorbei.

      Auch, die treffen die ich mitgemacht habe, waren eigentlich alle recht angenehm.
      Die User bekamen ein Gesicht und so ein richtiger Ekel war auch nie bei.
      Ok, sehr unterschiedliche Menschen natürlich, aber das ist ja normal.

      Jetzt ist die Zeit vorbei, alles ist x mal durchgekaut und das Interesse am Thema weg....ist halt so.
      Aber natürlich kenne ich die Pasteurstraße und die Winsstraße - Der Rettungsdienst war schon noch in der Marienburger Strasse. Übrigens, ist im Internet, jedenfalls finde ich es nicht, war in der Immanuelkirchstraße
      dass 55er Polizeirevier. Die "Böse Bubenbar" und "Clärchens Ballhaus" und...... dürften auch sehr bekannt sein. Aber da schweife ich schon wieder weit ab vom Eigentlichen. Aber schön, dass es doch noch einige gibt
      und davon liest.
      Nach der Heimentlassung 1973 bis 1984 habe ich diese Gegend mein Unwesen getrieben.
      Klar, es fällt mir wieder ein. @Jahni sagte es mir einmal auf dem einzigen Treffen, auf dem ich ihn traf, dass er dort in der Ecke wohnte. Dann hätten wir uns sogar begegnen können, so oft war ich dort, auch dich hätte ich treffen können, vielleicht sogar im Knaack Klub @anklip.

      Aus meiner Gruppe im Heim kam nämlich jemand, der genau aus dieser Ecke stammt, die Gegend um diesen Teil der Stadt, über den wir schreiben. Ich bin sogar mit ihm gemeinsam auf einem alten Bild, das wer auch immer im Heim aufgenommen hat, drauf. Eines der ganz ganz wenigen Bilder, die ich aus der Zeit damals besetze und natürlich war auch mal der Wunsch da, diese wenigen Ehemaligen irgendwann wieder zu treffen, doch auch hier ergab sich ein sollte-wohl-nicht sein.

      Auf den anderen beiden früheren Heimplattformen habe ich damals u. a. auch ihn versucht, zu finden. Noch in den 80-igern als ich in der Gegend viel mehr unterwegs war als heute gelegentlich nur, meine ich, ihn in einem Elektrogeschäft der Greifswalder Straße gesehen zu haben, in einer Reparaturannahmestelle. Dieser Ehemalige namens Bernd B. war mal einige Monate etwa in einem der benachbarten Dreibettzimmer von mir untergebracht. Und das ist dann auch wieder komisch. U. a. auch dieses Bild fand ich beim ersten Ehemaligen Treffen auf unserem Heimgelände in einem Gruppenfotoalbum, aus dem ich das eine und andere abfotografiert hatte. Es tauchten mehrere Fotos auf, von denen ich nie dachte, sie jemals zu sehen. Das kann solche Treffen auch überraschend mit sich bringen. Es gibt also versch. Gründe, weswegen man versuchte, sich zu finden. Auf der anderen Seite ist natürlich immer auch die Frage zu stellen, ob denn wirklich alle jemals den selben Wunsch verspürten. Wie gesagt, ich fand auch erst durch eine Art Zufall in 2006 die Heimkinderforenseite und dann fing alles an. Wär das nicht passiert, wäre ich nie hier gelandet. :)
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

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      Tja, wahrscheinlich auch, weil sie, wie schon gepostet, Bilder besitzen, und man wissen wollte, was aus wem geworden ist. Wer sich auf dem Bild erkennt, könnte sich gern auch einmal melden. Drei von den drei Jungen kenne ich. :) Wer mich erkennt, der Junge links mit der Tolle und dem Sportzeug bekleidet, der war/bin ich. Die anderen Knaben, der Junge in der Mitte ist der schon genannte Bernd B. aus dem Prenzlauer Berg. Was immer aus ihm wurde. Ich habe ihn gesucht und nie wieder gefunden. Mit dem anderen Jungen re. habe ich vor etwa 12 Jahren telefoniert und erfahren, was mit unseren Erzieherinnen geschehen ist und natürlich auch aus ihm wurde. Mehr geht nicht.
      Dateien
      • JuB6b.JPG

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      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel

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      Nicht jedes Heim mag gut gewesen sein, es gab gravierende Unterschiede. Ich zum Beispiel war im Kinderheim Wesenberg am Weißen See. Es war für mich zu diesem Zeitpunkt der schönste Ort auf Erden, denn mein zu Hause war alles andere als schön. In diesem Kinderheim fand ich Geborgenheit, Zuspruch, Freunde und eine familiäre Atmosphäre. Das ich später einmal im Jugendwerkhof landen würde, daran hat das Kinderheim keine Schuld, das lag einzig und alleine an der Schule auf die ich zu dieser Zeit ging. Man möchte Freunde aus dieser Zeit wieder finden, zu denen man wirklich einen guten Draht hatte. Wir veranstalten so ziemlich jedes Jahr mal ein kleineres, mal ein größeres Treffen und es ist schön zu sehen, das doch aus fast allen was geworden ist, die in diesem Heim waren. Man kann seine Vergangenheit nicht so einfach vergessen, verleugnen oder abstreiten, es sei denn, man hat selbst im Heim schlimmes erlebt und das gab es ja nachgewiesenermaßen. Von meiner Zeit im JWH möchte ich da nicht sprechen, denn das waren Einrichtungen zur Umerziehung, zur Selbsterziehung und zum Teil auch Folter, Angst und leider manchmal auch Suizid(Torgau JWH). Wann und wie der richtige Zeitpunkt ist über solche Dinge offen zu reden, entscheidt jeder für sich selbst, zuweilen auch mit Hilfe eines Psychologen. Nun ja, ich glaube ich schweife hier etwas vom Thema ab, sorry. Ich persönlich finde diese Treffen immer wieder gut, es ist auch ein wenig Balsam für die Seele. In diesem Sinne MFG