Könnt ihr euch noch an das Elternhaus mit seiner Einrichtung erinnern?

    Es gibt 3 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Herbert 1960.

      Könnt ihr euch noch an das Elternhaus mit seiner Einrichtung erinnern?

      Wer kann sich noch an das Elternhaus erinnern, an die Einrichtung der Wohnung, und an die Lebensweise der Familie. Ich weiß noch, als meine Mutter noch lebte, wohnten wir mit 6 Leuten in einer Dreizimmer Wohnung. Kam man in die Wohnung rein, ging rechts das Bad ab und danach rechts in die Koche. Links der Eingangstür befand sich das Schlafzimmer der Eltern, gerade aus dann das Wohnzimmer mit angrenzendem Kinderzimmer links.
      Im Kinderzimmer schliefen wir Kinder dann zu 6. Es gab zwei Hochdecken und 2 normale Betten, ich schlief im unteren Hochbett. I

      Im Wohnzimmer befanden sich Sofakissen, mit Brokat. In der Mitte ein großer Tisch mit Stühlen und rechts am Fenster die sogenannte Raucherecke.

      In der Küche befand sich ein altmodischer Herd, der mit Feuer angemacht wurde und mit den zugehörigen Feuerhaken bedient wurde. Auch hier ein riesen großer Tisch mit Stühlen.

      Vater, Mutter in Oldenburger strasse.jpg

      Da sieht man noch den Herd und meine Eltern
      [b]

      Auch das Bad wurde noch mit Feuer beheizt, das dann in eine Zinkwanne eingelaufen lassen wurde.

      Das Schlafzimmer meiner Eltern war nicht anders, als die Schlafzimmer heut zu tage.

      Die Diele war riesen groß.

      Nach dem Tode meiner Mutter änderte sich alles und wir wurden aus der Wohnung raus geworfen wegen Mietschulden, ab ging es in eine Baracke, aber darüber möchte ich jetzt hier nicht wieder erzählen.

      Obwohl es jetzt 50 Jahre her ist, kann ich mich noch genau an die Wohnung erinnern.

      Habt ihr noch Erinnerungen an euer Zu Hause?
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.
      Ja Trullaplu, ich weiß, das wir auch in einer Zinkwanne Wasser eingelassen hatten. Wir haben das Badewasser in der WM66 warm gemacht und dann in die Wanne gepumpt. Dann weiß ich wie wir mit einen Blocker den Flur nach dem bohnern blank putzen mussten. Das Ding war garnicht so leicht. Später hatte mein Vater dann ein Haus gebaut weil wir Kinderreich waren. In der DDR war eine Familie ab 4 Kinder Kinderreich und da gab es so manche Unterstützung. Im Keller waren Räume für Koks und Kohlen, ein Raum für Werkzeuge und einen Raum für Vorräte und Eingewecktes. Im Erdgeschoß war links die Küche daneben die Stube und neben der Stube ein Kinderzimmer und ganz rechts ein Gästeklo. In der ersten Etage war dann links das Badezimmer daneben mein Kinderzimmer, daneben das Elternschlafzimmer und daneben das zweite Kinderzimmer. Im oberen Kinderzimmer haben meine zwei Brüder geschlafen und im unteren Kinderzimmer meine Schwester. Als ich ausgezogen war, wurde meine jüngste Schwester geboren. Somit war das Haus immer voll. Hinterm Haus hatten wir einen Garten. Mein Vater baute ein Hühnerhaus, so hatten wir immer frische Eier. Unter der Haustürtreppe war noch ein Raum wo mein Vater Hasenställe hatte. Oh man da kommen Erinnerungen wieder hoch. Nach der Wende hat mein Vater das Haus verkauft.
      Zuvor die Mietwohnung wurde vom Erdgeschoß beheizt und ich weiß wie wir noch Kohlen gestapelt hatten damit wir alles unter bekommen. Eine Wohnung ist mir noch ganz gut in Erinnerung aus den 60ziger Jahren. Das war so furchtbar. Vom Flur aus ging es links in die Stube, in der Stube links eine Tür da gings ins Elternschlafzimmer und in dem Schlafzimmer war eine Tür da gings ins Kinderzimmer. Vom Flur aus rechts ging es in eine Abstellkammer durch die Abstellkammer kam man ins Plumpsklo. Da hatte ich mich immer gefürchtet. Das schlimmste war, das wir unseren Hintern mit Zeitung gereinigt hatten. Wir mussten immer Zeitung zerreisen so das wir Vorrat im Klo hatten. Dann vom Flur aus nach der Abstellkammer war die Küche. In der Küche hatten wir immer ein Sofa. An der Wand war immer so ein Wandteppich. Die Fließen im Flur waren schwarz weiß mit Sternenartigen Muster. Ich habs nicht vergessen. Heute könnte sich das keiner mehr vorstellen. Mein Vater hatte vor 1960 im Armenhaus gewohnt. Da gabs nur ein Waschbecken im Flur, dort haben alle Bewohner mit dem Eimer Wasser geholt. Wäsche gewaschen wurde im Hof und die Plumpsklos waren über dem Hof in Schuppenartigen Gebäuden. Einfach ekelhaft. Achja und die Herde oder Öfen in der Küche mussten wir auch anschüren. Da stand den ganzen Tag ein großer Topf mit Wasser drauf damit wir immer warmes Wasser hatten. Und es gab auch oft Piepbrot. Es wurden ein paar Schweiben Mischbrot auf die heiße Platte gelegt und da kam Salz druaf und weil es beim rösten so piepende Töne entsstanden sind hieß es bei uns Piepbrot.
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Angi90“ ()

      Bei mir ist es keine 50 Jahre her und ich kann mich nur nicht an die erste Wohnung erinnern. Da habe ich mit meinem Vater gewohnt, bis ich 5 oder so war. Ich weiß da nur, dass ich da mal krank war und auf dem Nachttisch standen so ne Zweige mit klebrigen Knospen. Dann habe ich da mit Fliegen gespielt, die Flügel ausgerissen (die armen Fliegen) und ne Leine aus dünnen Bindfaden um den Hals gebunden. Das Fenster ging zum Hof raus. An mehr kann ich mich da nicht erinnern.

      In der nächsten Wohnung, die mein Vater mit seiner schwangeren Frau (meine Stiefmutter), die auch ein Kind mitbrachte, bezog, war sehr groß. Es muss wohl eine Doppelwohnung gewesen sein, die 2 Keller und 2 Böden und wohl nur 100 Mark Miete gekostet hatte. Die war direkt in der Fußgängerzone und ich habe direkt auf die Jugendmode geschaut, wo nachts immer die Werbung (Leuchtbuchtaben) "Jugendmode" lief. Jedr Buchstabe einzeln und dann noch alles zusammen. Das war ein Geblinke. Das schien direkt ins Fenster rein. Mein Zimmer hatte eine extra Tür ins Treppenhaus, die aber immer zu blieb, direkt neben der Wohnungstür. Da waren 2-3 Löscher drin und eine Pappe von innen angeklebt, die man hochklappen konnte, um zu sehen, wer vor der Wohnungstür stand. Neben der Tür stand ein großer massiver Kleiderschrank und daneben mein Bett. In der Nacht hatte ich eine Zeit lang angst vor diesen Löchern in der Tür. Ich dachte da immer es kommt der Zinker (von dem Film) und steckt da seine Pistile mit den Schlangengift durch dir Löcher und erschießt mich im Bett. Da habe ich mich dann bestimmt im Bett in der Ecke vom Kleiderschrank versteckt.

      Im Treppenhaus gab es ein Geländer mit vielen schneckenartigen Schnürgeln, die ich beim Treppewischen immer penibel mit putzen musste. Ich musste sogar an meinem Geburtstag die Treppe wischen. Da war ich 1. und 2. Klasse.

      Wenn man die Treppe hoch kam, war geradeaus die verschlossene Tür von meinem Kinderzimmer und links rum die Wohnungstür. An der Tür war eine Briefkastenklappe, auf der stand "Briefe" ich habe das immer "Beriefe" gelesen, bin ja erst zur Schule gekommen. Dann ging es in den Flur rein. Links´s war gleich das winzige WC (1x1 Meter) mit nen kleinen Waschbecken. Da musste ich immer von meinen kleinen Geschwistern die Baumwollwindeln auswaschen und wenn ich dann doch mal groß eingemacht hatte, die Schlüpper auswaschen. Nach dem WC ging es links in die Küche mit angrenzender Speisekammer, Rechts ging es ins große Kinderzimmer. Von diesem Großen Kinderzimmer ging es wieder rechts in mein Kinderzimmer und links ins Wohnzimmer. Da war eine abgehangene Decke drin. Vom Flur ging es geradeaus einmal im 45°Grad-Winkel auch in Wonzimmer und im 45°Grad-Winkel nach links ins Schlafzimmer. So konnten wir dort immer Hasche spielen über den flur ins Kinderzimmer, ins Wohnzimmer in den Flur, wieder ins Kinderzimmer und auch umgekehrt. Man könnte also im Kreis laufen. Vom Schlafzimmer ging es links in ein weiteres Kinderzimmer und von dort aus ins Bad mit Wanne und Badeofen. Von dieser Wohnung kam ich dann ins Heim.

      Nach dem Heim, ab der 7. Klasse kam ich zu meinen Großeltern. Das war eine kleine Wohnung, die 32 Mark Miete kostete. Das Klo war eine Treppe Tiefer und musste mit dem Nachbarn geteilt werden. Treppe hoch, links ging es in die Wohnung und dann in den Flur. Vom Flur ging links die Küche mit Gasherd, Waschbecken und Wanne ab. Waschbecken hatte einen kleinen Elektrobeuler und die Wanne einen Großen 80 Lieter Beuler. Das Wasser von der Wanne lief in das Fallrohr der Dachrinne. In der Küche gab es noch ein Loch in der Wand, eine Durchreiche ins Wohnzimmer. Vom Flur ging es geradeaus ins Wohnzimmer und witer geradeaus dann ins Schlafzimmer. Das Wohnzimmer hatte einen Berliner Kachelofen, das Schlafzimmer nichts dergleichen, weil der Schornstein defekt und gesperrt war. So fror im Winter schon mal die Bettecke an der Wand an. Ich schlief von der 7. Klasse bis in die Lehre bei meinen Großeltern mit im Schlafzimmer. Also nix mit Kinderzimmer und Freiheiten und so. Die Küche war auch sehr klein und so hatte ich am Fenster ein Brett unter dem Fensterbrett, was man hochklappen und mit einer Latte als Tischbein abstützen konnte. da machte ich Hausaufgaben und da saß ich auch mit meinen paar wenigen Freunden, wenn die mal da waren. Von daher bekomme ich heute immer einen mächtigen Hals, wenn Eltern ihren Kinder sonst was für ein Kinderzimmer bieten und sich dann so hinstellen und sagen, dass muss so sein und anders geht es gar nicht. Klar, es waren andere Zeiten, keine Frage. Dennoch halte ich heute Vieles sehr überzogen.

      Nach 13 Jahren, auch mit einem Schreiben (eine Eingabe) an Erich Honecker, bekam dann meine Großeletrn endlich ihre Neubauwohnung in der Platte. Damals leckte sich jeder alle Finger danach ab. Keine Kohlen hucken, kein Feuer machen (Hab ich oft in der vorigen Wohnung gemacht auch Holz gehackt und Kohlen, sogar für den 70 Jähren Nachbarn täglich hochgetragen.) Warmes Wasser kommt aus der Wannd, ganz ohne Beuler, unbegrenzt beliebt das warm. Ich habe sie als erstes besichtigt, in der 4. Etage, kam mir das hoch vor, wir wohnten vorher im Hinterhaus, in der 2. Etage. Das war ne 3-Raum Wohnung. Treppe hoch, rechts in die Wohnung in den Flur rein. Geradeaus ging es in mein Kinderzimmer (Hurra, ich hatte wieder ein Kinderzimmer, ganz für mich allein!), rechts ins Bad und nächste Tür in die Küche. Links ging es in Schlafzimmer und Nächste Tür war das Wohnzimmer mit Balkon.

      So, genug gepinselt, reicht erst mal ...
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      Unsere Mutter hatte eine normale Küche mit den Geräten die zu einer Küche gehören.
      Im Bad hatten wir so ein E. Boiler und eine Badewanne. Im Wohnzimmer war ein Esstisch. Da haben wir aber nur zusammen Gegessen wenn Oma und Opa zu besuch gekommen sind. Den Ersten Fernseher hatten meine Eltern 1965 Gekauft. Und oben waren vier Schlafzimmer. Ein Eltern Schlafzimmer und die drei Kinderzimmer. In der Waschküche hatte unsere Mutter so eine WM 66 und so eine Tischschleuder.
      Und später hatte sie so eine Halbautomatische Waschmaschine gekauft. Und einen Trabi 601 Deluxe Limousine. Und Später Den Lader aus Russland.

      Mein kleiner Kater Nicki.