Womit habt ihr als Kinder zu Hause oder in den Heimen gespielt

    Es gibt 15 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Muesch.

      Womit habt ihr als Kinder zu Hause oder in den Heimen gespielt

      Es gab früher für uns so viele Kinder Spiele, die man heute kaum noch sieht. Ich weiß noch, ich habe immer gerne Gummi Twist gemacht, dieses springen, mal gerade, mal verkreuzt, war für mich das schönste.

      Oder Seilchen springen, dabei wurde immer das folgende Lied gesungen: Teddybär, Teddybär brumm brumm brumm,
      Teddybär Teddybär dreh dich um
      Teddybär mal ein Haus
      und Teddybär geh nach Haus.

      Dann auch Völkerball, ich weiß noch ich war darin immer sehr gut und wurde dann als erste auserwählt, wenn die Mannschaft gegründet wurde.

      Dann Hinke kasten, das war für mich auch immer sehr schön, auch Land abnehmen, ach war das herrlich.

      All diese aufgezählten Spiele habe ich zu Hause immer gemacht, an die Spiele in den Heimen habe ich überhaupt keine Erinnerung.
      Immer wenn über eine Sache Gras gewachsen ist,
      kommt ein Esel und frisst es wieder runter.
      So ein Kuschel Teddy hatte ich auch. Wir hatten zum Spielen so ein Holzbaukasten.
      Denn so einen Metallbaukasten da konnte man ein Traktor oder ein Auto oder ein Kran bauen. Und so einen Musik Kreisel der Musik machte beim drehen. Und Federball und Fußball oft gespielt. Auch Halma oder Hütchen hab ich gerne gespielt. Oder Mikado da hab ich meistens verloren. Und auch das Kartenspiel Mau Mau.
      Die Wahrheit bringt einem an seinem Ziel.
      .
      Die von trullaplu und Herbert 1960 genannten Spiele kenne ich auch alle.
      In meiner Kindergartengruppe hatten wir sehr viel Spielzeug, für drinnen und draußen. Unter anderem auch eine Holzeisenbahn mit richtig vielen Gleisen und Zubehör. Ausserdem auch noch einen Eimer mit Legosteinen (die kleinen und die grossen). Oft haben wir auch "Reise nach Jerusalem" gespielt. Als zu den älteren Kindern gehörend, war ich da klar im Vorteil. Ich kann mich auch noch daran erinnern, daß die Erzieherin uns "Strickliesel" beigebracht hat. Wir hatten auch einen Kinder - Nähkasten, aber für den waren wir nicht so zu begeistern.
      Als ich mit fast 7 Jahren in die Gruppe für ältere Kinder verlegt wurde, hatten wir außer einer Spielesammlung ("Mensch ärgere dich nicht", "Halma" usw.) kein Gemeinschaftsspielzeug. Wir mussten es uns zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken lassen. Ich bekam zum 7.Geburtstag eine Puppe von einem älteren Mädchen und Puppengeschirr. Begeistern konnte ich mich für "Elfer raus". Mit diesem Spiel konnte man auch "Mogeln" spielen, ein Riesenspass. Ich habe auch gerne gepuzzelt, seltsamer Weise fehlten am Schluß immer ein oder zwei Teile. Ein Junge hatte Stelzen, die habe ich mir auch gerne ausgeliehen. Draußen haben wir Spiele wie "Plumpssack", "Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?", "Fischer, wie tief ist das Wasser?" oder auch Verstecken und Fangen gespielt. Meine Lieblingsbeschäftigung war allerdings Lesen z.B."Räuber Hotzenplotz" und "Hanni und Nanni".
      Wirklich gut sind meine Erinnerungen an damals nicht.
      Aber " Wer hat Angst vorm schwarzen Mann " kenne ich auch noch.
      Auch ich habe viel und gerne gelesen. Hanni und Nanni kenne ich, Räuber Hotzenplotz, Der Trotzkopf.
      Kuscheltiere hatte ich nicht. Meinen ersten Plüschhund bekam ich, da war ich 15 oder 16 Jahre alt, also von den letzten Pflegeeltern. Ich war schon ein wenig enttäuscht, da ich eigentlich einen Teddy haben wollte.
      Den habe ich mir dann vor etlichen Jahren selbst gekauft :rolleyes: .

      Hm, schon lange nichts mehr von Trullaplu gelesen.
      Im Kinderheim gab es einen großen umzäunten Hof, getrennt nach Geschlechter. Es gab dort ein Klettergerüst, eine Schaukel und Sandkasten. Es gab keine persönlichen Spielsachen. Ich hatte im Kindergartenalter eine Pupe von meiner Tante bekommen, die ich aber nicht für mich allen haben durfte. Die Pupe hat die Zeit im Heim, so wie ich auch "überlebt" und sie wurde mit anderen kleinen Habseligkeiten, die wir ab ca. 12. Lebensjahr in einem kleinen persönlichen Fach aufbewahren durften, aufbewahrt. Bei meiner Heimentlassung (mit 14 Jahren) habe ich aus dieser Zeit 2 Spielsachen: die Puppe und eine kleine Glasente zu meinen "neuen" Pflegeeltern mitnehmen dürfen.
      Beide Teile habe ich mir bisher gut aufgehoben.
      Bevor ich den Tag sinnvoll nutzen muss, Schnell noch das. In Erinnerung blieb mir nur in der wenigen Freizeit, die sie uns zugestanden, Tischtennis. Fussball spielten sie/wir natürlich auch, doch machte ich bis auf den ersten oder zweiten Tag nach der Ankunft im Heim dann nicht mehr mit. Völkerball spielten wir regulär während des Sportunterrichts und ich erinnere mich jetzt gerade sogar noch an eine Fahrradtour mit einem Teil der Gruppe. Der andere Teil durfte wohl gerade nicht diesen Teil der Freizeit mitmachen. Apropos machen. Ich muss dann mal was tun. ;)
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      Meine Erzieherin hatte mal etwas an meinen Tischmanieren auszusetzen. Das Gespräch lief ungefähr so ab :
      Sie : "Wie bei den Kannibalen!"
      Ich : "Wieso, wie bei den Kannibalen?"
      Sie : "Ja, die haben auch keine Tischmanieren."
      Ich mochte solche Vergleiche nicht, und habe sie damals gefragt, woher sie das denn so genau weiß. Auf jeden Fall bekam ich ein paar Tage später zu meinem 15.Geburtstag einen kleinen Kannibalenkochtopf aus Holz und ein Porzellanhuendchen zum Hinstellen geschenkt. Ich war sauer, habe die beiden Teile aber trotzdem aufbewahrt. Der Kannibalentopf ist mir vor einiger Zeit aus der Hand gefallen und dabei ist ein Bein abgebrochen. Ich habe ihn dann weggeworfen. Die Puppe, die ich zu meinem 7.Geburtstag von einer Heimkameradin geschenkt bekommen habe, habe ich auch aufbewahrt. Zwischendurch wasche ich sogar ihre Anziehsachen.
      Handball habe ich damals auch gespielt, im Verein. Tischtennis auch, aber nur kurz, da es dann etwas später in eine andere Stadt zu neuen Pflegeeltern ging.

      Ich hatte auch Spielzeug, aber das kam mit dem Umzug leider nicht mit. In der neuen Stadt hatte ich nichts mehr, keine Erinnerungsstücke ;( . Als ich mal vor etlichen Jahren in diesem Dorf anrief, sagte man mir, es wäre nichts mehr da. Wenn ich heute so drüber nachdenke, finde ich es eine ziemliche Sauerei von denen. Es waren meine Sachen, und die wurden mir weggenommen.
      Wer zeigt denn seinen Kindern nicht gerne, womit er/sie sich als Kind beschäftigt hat?

      Wir haben von unseren Kindern noch so einiges eingelagert. Lego, Playmobil, Bilderbücher etc. etc. Wer weiß, vielleicht gibt es ja doch mal Enkelkinder ^^
      Es ist so lange her und wenn ich nur wüßte, ob wir noch etwas gespielt hatten, doch je länger ich drüber nachdenke, meine ich mich daran zu erinnern, dass wir bei schlechtem Wetter oder im Winter im Aufenthaltsraum, der zugleich auch Essensraum war, Schach gespielt hatten. Ich konnte schon ein wenig Schach bevor ich ankam und ein paar Spiele ein paar Mal sogar hatten wir auch gespielt. Ich weiß nicht mehr, mit wem und es kann auch sein, dass sogar Mensch-ärgere-dich-nicht Steine dort herumschwirrten.

      Komisch, manchmal kommt immer wieder ein Stückchen zum Vorschein und ich wollte, ich hätte damals alles fotografiert. Nur ganz wenige Bilder aus der Heimzeit liegen mir vor, die ich selbst gemacht habe und auch bei einem Besuch entstanden sind, doch den Alltag fotografisch festhalten - das wäre es gewesen. Irgendwie ging das nicht, entweder, weil es nicht gestattet war, solche Sachen festzuhalten oder auch, weil keine Fotoapparate erlaubt waren. Ich kann es wirklich nicht sagen, aber Fotos wären genial gewesen. Wie gesagt, einige, ganz wenige habe ich, die ich selbst gemacht hatte während eines Besuchstages entstanden, aber wieso danach keine Fotos mehr durch mich gemacht wurden, kann nur die Erklärung beinhalten, dass es nicht erlaubt war. Wahrscheinlich gab es schon damals Datenschutz. :/
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel
      Mir fällt noch ein Hobby ein.Ich habe Lackbilder gesammelt und getauscht.Wenn meine Schulhefte voll geschrieben
      waren habe Ich die Seiten geknickt und die Bilder darin gesammelt und bin los gegangen zum tauschen.Oder wir haben uns leere Zigarrettenschachteln gesammelt und als Karten getauscht.Ja in meiner Kinder und Heimzeit
      war es mir nicht langweilig einer hatte immer Ideen.Wir haben im Heim viel gesungen und musiziert.Ich hatte mir
      immer eine doppelseitige Mundharmonika gewünscht und im Heim wurde man zu Weihnachten auch beschenkt
      und die brachte mir das Christkind.Mussten wir so sagen aber mit 10Jahren glaubt man doch am Weihnachtsmann
      oder? grumble