VEREIN EHEMALIGER HEIMKINDER reicht selbst HEIMKINDER-ENTSCHÄDIGUNG-LÖSUNGSVORSCHLÄGE beim »Runder Tisch Heimerziehung« ein !

    Es gibt 27 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Hexe.

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      manches lohnt sich, manches auch nicht.
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      der Wahl der eigene Weg seine Richtung ändert.

      In diesem Thread glaube ich mal nicht daran.



      Hallo Ihr Lieben,habe ich gerade als e-Maile bekommen.

      * Jahrgang 2011 >>
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      * Nach langem Leiden nun zügige Entschädigung

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      Nr. 4 / 24.1.2011

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      Götz Hausding
      Nach langem Leiden nun zügige Entschädigung

      HEIMKINDER

      Runder Tisch übergibt Abschlussbericht. Betroffene unzufrieden

      Viele Heimkinder wurden in den Jahren von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik verprügelt, drangsaliert, gedemütigt und vernachlässigt. Inzwischen ist ihr Schicksal einer breiteren Öffentlichkeit bekannt - Dank des Mutes der Betroffenen und Dank des Petitionsausschusses des Bundestages, der vor gut zwei Jahren einen Runden Tisch zur Aufklärung der "schwarzen Pädagogik" in der frühen Bundesrepublik eingesetzt hatte. Jetzt ist die Aufarbeitung der Heimkinder-Schicksale in den Bundestag zurückgekehrt: Am vergangenen Mittwoch nahm Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) den Abschlussbericht des Gremiums entgegen.

      Die früheren Heimkinder können auf eine rasche Entschädigung hoffen. Abgeordnete aller Fraktionen sagten die Bereitstellung eines Entschädigungsfonds noch in diesem Jahr zu. Dieser soll mit 120 Millionen Euro ausgestattet sein, jeweils zu einem Drittel getragen vom Bund, den Ländern und der Katholischen sowie der Evangelischen Kirche. 100 Millionen Euro davon sollen in den Unterfonds "Folgeschäden der Heimerziehung" fließen, 20 Millionen Euro sind für Rentenersatzleistungen vorgesehen. Norbert Lammert sprach sich dafür aus, die Lösung "so schnell wie möglich" umzusetzen.
      Rückblick

      Im Frühjahr 2006 gingen mehrere Petitionen zum Thema "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren in der alten Bundesrepublik" beim Ausschuss ein. Den Betroffenen ging es darum, ihre Erfahrungen öffentlich zu machen und um eine Entschuldigung für erlittenes Unrecht. Es ging ihnen aber auch um Wiedergutmachung finanzieller Art: um Entschädigungsleistungen für nicht entlohnte Arbeit und für Einbußen bei der Rente angesichts nicht eingezahlter Versicherungsbeiträge. Mehr als zwei Jahre beschäftigten sich die Abgeordneten mit der Thematik. Schließlich entschied der Petitionsausschuss, einen Runden Tisch einzuberufen - ein Novum in der Geschichte des Bundestages. Das Gremium konstituierte sich am 17. Februar 2009 unter dem Vorsitz der ehemaligen Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Grüne).
      Streitpunkt Entschädigung

      Heute haben die ehemaligen Heimkinder einen großen Teil ihrer Ziele erreicht. Die Öffentlichkeit ist informiert, das erlittene Unrecht anerkannt. Nicht zufriedenstellend gelöst ist aus Sicht vieler Betroffener jedoch die finanzielle Entschädigung. Rolf Breitfeld, als ehemaliges Heimkind am Runden Tisch beteiligt, nannte die Summe von 120 Millionen Euro "erbärmlich". Da lediglich 20 Millionen Euro für Rentenersatzleistungen zur Verfügung stünden, sei für ihn klar: "Der Topf ist angesichts von vermutlich über 30.000 Antragstellern unterfinanziert." Rein rechnerisch bleibe für jeden Betroffenen ein durchschnittlicher Rentenausgleich von lediglich einmalig 666 Euro. Sonja Djurovic, Betroffene und Mitglied am Runden Tisch, sagte, sie habe zwar dem Abschlussbericht zugestimmt, müsse aber ebenfalls feststellen, dass angesichts einer Summe von 120 Millionen Euro für die meisten Opfer keine angemessene Entschädigung möglich sei. "Für viele bietet sich damit ein neues Unrecht", kritisierte sie. An Bundestagspräsident Lammert und die anwesenden Abgeordneten gewandt appellierte sie, die Summe nochmals zu überdenken. Der Verein ehemaliger Heimkinder fordert eine pauschale Opferrente von monatlich 300 Euro oder eine Einmalzahlung von 54.000 Euro für jeden Betroffenen.

      Dass der Kompromiss des Runden Tisches noch einmal aufgeschnürt wird, erscheint unwahrscheinlich. Wohl aber gibt es gute Chancen, dass die im Abschlussbericht enthaltenen Empfehlungen zügig und ohne bürokratische Hürden umgesetzt werden. Das unterstrich etwa der Präsident des Kirchenamtes der Evangelischen Kirche Deutschlands, Hans Ulrich Anke. Ähnlich äußerte sich Johannes Stücker-Brüning von der Deutschen Bischofskonferenz. Abgeordnete aller Fraktionen kündigten an, sich fraktionsübergreifend für eine schnelle Umsetzung durch den Bund einzusetzen. Georg Gorrissen, Vertreter der Länder am Runden Tisch, sprach von einem "ehrgeizigen Zeitfahrplan", der aber umsetzbar sei. Die Länder würden sich erstmals im Februar treffen und diese Frage erörtern.

      Anlässlich der Übergabe des Abschlussberichtes lobte Bundestagspräsident Lammert die "verdienstvolle" Arbeit des Runden Tisches unter Vorsitz Antje Vollmers. Diese Arbeit sei mit der Übergabe des "bemerkenswerten Berichtes" nicht erledigt und dürfe auch nicht folgenlos bleiben, betonte Lammert. Alle Beteiligten hätten sich in einer "wechselseitig strapaziösen Annäherung" auf einen einmütig gefundenen Lösungsweg verständigt. "Dass dies bei diesem Thema gelingen würde, hätte wohl kaum jemand als sichere Prognose zu Beginn formulieren wollen", sagte Lammert. Die Vorsitzende des Petitionsausschusses, Kersten Steinke (Die Linke), lobte den Mut der Betroffenen, sich mit einer Petition an den Ausschuss zu wenden.
      Regionale Anlaufstellen

      Vollmer sagte, eine Besonderheit des Runden Tisches sei es gewesen, dass sechs Betroffene an ihm teilgenommen hätten. Es sei gelungen, öffentlich deutlich zu machen, dass den Heimkindern vielfaches Unrecht geschehen sei. Das in dem Abschlussbericht enthaltene Ergebnis habe man "Seite für Seite" miteinander abgestimmt. Nun müsse es zügig umgesetzt werden, forderte sie. Besonders dringend benötigt würden Übergangsregelungen und regionale Anlaufstellen für die Opfer, da der Runde Tisch Ende Februar auslaufe. Dazu sagte Lutz Stroppe, Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe im Bundesfamilienministerium, man habe sich mit den Ländern schon darauf verständigt, bis zum 1. März derartige Anlaufstellen zu schaffen.
      Einzelfallprüfung

      Ein weiterer Kritikpunkt der Betroffenen ist die Festlegung, dass die Höhe der Entschädigung je nach Einzelfall berechnet werden soll. Die Vorsitzende des Vereins ehemaliger Heimkinder, Monika Tschapek-Güntner, kritisierte das Ergebnis des Runden Tisches daher auch als "Farce" und kündigte Einzelklagen auf eine Entschädigung an. Der Verein wolle weiter für pauschale Entschädigungen kämpfen und lehne die Einzelfallprüfungen für Zahlungen aus dem Fonds ab. Tschapek-Güntner und Jürgen Beverförden, der als Stellvertreter am Runden Tisch mitgearbeitet hatte, empfahlen den früheren Heimkindern gleichwohl, Anträge an den Fonds zu stellen. "Wir werden die Anträge stellen und den Weg der Klage trotzdem gehen."

      Beverförden hatte schon vor der Übergabe des Abschlussberichtes in Interviews deutlich gemacht, dem Abschlussbericht nur unter "riesigen Bauchschmerzen" zugestimmt zu haben. Seiner Aussage nach seien die Heimkinder massiv unter Druck gesetzt worden. Es habe geheißen, wenn nicht weiterverhandelt werde, sei der Runde Tisch geplatzt, und es gebe gar nichts für die ehemaligen Heimkinder.
      Mehr zum Thema unter: www.rundertisch-heimerziehung.de
      Liebe Grüße Micky
      23.10.2011 Der Heimkinder-Fonds für 800 000 Heimkinder ist mit 120 Millionen Euro ausgestattet. Davon gehen nun noch 10% für Verwaltungskosten ab. Die Verwaltungskosten gehen an den Staat und die Kirchen. "Es geht nur noch um die Abwicklung eines Problems auf verwaltungstechnischem Weg."
      Quelle: top-medien
      Hinweis:

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      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

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      RZ-KOMMENTAR: Vertrauen der Ex-Heimkinder in den Rechtsstaat wird erschüttert

      Es klingt nach einer honorigen Geste, die Anerkennung verdient: Das Land hilft ehemaligen Heimkindern mit knapp 3,3 Millionen Euro.
      Politikredakteur Christian Kunst
      Jens Weber

      2,3 Millionen Euro fließen in den nächsten fünf Jahren für Rentenansprüche oder Therapien. Weitere 975 000 Euro steckt das Land in eine Anlauf- und Beratungsstelle, um den Opfern Gehör zu verschaffen und ihr Leid systematischer als bisher geschehen aufarbeiten zu können.

      Dem Land ist kein Vorwurf zu machen: Mit seiner jetzigen Entscheidung setzt Rheinland-Pfalz nur das um, was auf Bundesebene der runde Tisch Heimerziehung empfohlen hat – die Einrichtung eines 120 Millionen Euro umfassenden Wiedergutmachungsfonds, der zu je einem Drittel von Bund, Ländern und Kirchen finanziert wird. Und doch legt die jetzt bekannt gegebene Zahlung des Landes offen, um was es sich bei dieser Form der Wiedergutmachung handelt: um einen Skandal, bei dem die Opfer jahrelanger, oft von Kirche und Staat geduldeter Gewalt und Willkür erneut zutiefst gedemütigt werden.



      Bis zu 800 000 Kinder und Jugendliche – schätzungsweise 40 000 in Rheinland-Pfalz – haben zwischen 1945 und 1975 in Heimen die Schattenseiten des deutschen Wirtschaftswunders kennengelernt. Sie wurden misshandelt, geschlagen, getreten, zu Zwangsarbeit genötigt und nicht selten auch noch sexuell missbraucht. Nun mag der eine oder andere denken, dass dies ja nur Einzelfälle waren.

      Doch der runde Tisch Heimerziehung hat in seinem Ende 2010 vorgelegten Abschlussbericht eindrucksvoll belegen können, dass diese Misshandlungen das Resultat eines flächendeckenden Unrechtssystems waren. Von den Eltern, die ihre Kinder nicht selten in die Heime einweisen ließen, über die Jugendämter, die dies zuließen, und die Heimträger, vor allem die Kirchen, die unter ihrem Dach menschenverachtende Zustände zuließen, bis hin zu den Ländern, die ihrer Aufsichtspflicht nicht nachkamen, wurden schwere Fehler gemacht.



      Wenn Unrecht System hat, sollte es auch systematisch entschädigt werden, wie dies die Opferverbände seit Jahren verlangen. Sie fordern dies in Anlehnung an den Zwangsarbeiterfonds, mit dem deutsche Unternehmen für den Umgang mit Zwangsarbeitern in der NS-Zeit bezahlen. Es ist unverständlich, warum die ebenfalls schwer traumatisierten Heimkinder kein Recht auf eine solche Entschädigung haben sollen. Wiedergutmachungszahlungen sind nicht mehr als Almosen, die auf die heute 70 bis 80 Jahre alten Ex-Heimkinder wie Hohn wirken müssen. Eine solche Wiedergutmachung wird das Vertrauen der Opfer in den Rechtsstaat, das in ihrer Kindheit und Jugend ohnehin stark erschüttert wurde, weiter schwinden lassen. Eine aufgeklärte Demokratie sollte dies eigentlich unbedingt verhindern.

      Quelle : Rhein-Zeitung
      Ärger um Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder

      Ein Mädchen sitzt vor einer Wand, auf der der Schatten einer Hand groß zu sehen ist. © dpa-Bildfunk Fotograf: Julian Stratenschulte Detailansicht des Bildes Heimkinder wurden in Schleswig-Holstein teilweise viele Jahre misshandelt. Über die Art der geplanten Entschädigung gibt es jetzt Streit. Viele Jahre haben Heimkinder in Schleswig-Holstein unter Misshandlungen gelitten. Von Januar an wird es nun einen Topf geben, aus dem ehemalige Heimkinder Ausgleichzahlungen für Folgeschäden erhalten können. Bund, Länder und Kirchen zahlen zusammen 120 Millionen Euro in diesen bundesweiten Hilfsfonds. Ehemalige Heimkinder kritisieren aber, dass es viel zu wenig Geld sei und dass davon noch bis zu zwölf Millionen Euro für Verwaltungstätigkeiten ausgegeben werden sollen.
      Landesfürsorgeheim in Glückstadt berüchtigt

      Eines der schlimmsten und berüchtigtsten Heime war das Landesfürsorgeheim in Glückstadt. In der Nazizeit diente dieses geschlossene Heim als Gefängnis und Arbeitserziehungslager. Danach wurde das Haus zum Landesfürsorgeheim. Hier soll es bis in die siebziger Jahre brutal zugegangen sein. Für ein paar Zigaretten mussten die Insassen auf dem Dachboden Fischernetze knüpfen. Misshandlungen und Einzelhaft im Keller waren an der Tagesordnung. Systematisch soll dort die Menschenwürde verletzt worden sein. Viele, die dort längere Zeit untergebracht waren, fassten in ihrem späteren Leben nie wieder richtig Tritt.
      Neue Anlaufstelle mit zwei Mitarbeitern

      Im Januar soll deshalb auch in Schleswig-Holstein eine Anlaufstelle mit zwei Mitarbeitern eröffnen. Dort können Betroffene dann Anträge einreichen. Pauschale Entschädigungen wird es nicht geben - stattdessen aber Geld für Therapien, Ausbildungen oder Hilfsmittel wie Rollstühle oder Hörgeräte.
      Heimkinder: Zu wenig Geld für die Betroffenen

      Viele Heimkinder sind mit dieser Lösung jedoch nicht besonders glücklich. Sie kritisieren, dass ein Geschädigter ohnehin rein rechnerisch nur ein paar 1.000 Euro erhalten könne. Und wenn davon noch Geld in Verwaltungsstrukturen fließt, bleibe noch weniger für die Opfer. Die zwei Beschäftigten in der Anlaufstelle kosten voraussichtlich mehrere 10.000 Euro im Jahr. Geld, das nach Ansicht vieler Betroffener den Opfern des Landesfürsorgeheims in Glückstadt zugute kommen sollte.

      Quelle : NDR.de

      ehem Heimkinder sollen selbst die "Anlaufstellen-Betriebskosten" zahlen

      Wer heute noch daran glaubt, auch nur einen Cent als Entschädigung zu erhalten,
      ist entweder selbst der Weihnachtmann, oder er ist weiß Gott nicht ganz frisch
      im Kopf - eher sogar bereits ausgetrocknet.

      Von angebl. 120 Millionen sollen schon mal per se 10 % allein für die "Anlaufstellen"
      abgezweigt werden, also 12.000.000 als "Unkosten" - beitrag die der Staat wieder kassiert,
      ob da was aus gezahlt wird oder nicht. Sauhaufen!!!!