Entschädigungszahlungen!! Das Ergebnis des runden Tisches in Berlin

    Es gibt 134 Antworten in diesem Thema. Der letzte Beitrag () ist von Angi90.

      Ich denke mal, da gibt es noch Haken und Ösen.

      Wieso zahlen die Kirchen nichts? Die haben am meisten von den Heimkindern profitiert.

      Wieso soll das, wenn überhaupt der Staat alleine zahlen? Wer ist denn da berechtigt?
      Wie soll das alles vonstatten gehen?
      Alle Heimkinder aus der BRD? Wieso alle?
      Muss jeder für sich trotzdem extra das einklagen?
      Ist das wirklich entschieden? Ich glaub da nicht dran. Das ist noch nicht beschlossene Sache.

      Wieso soll, wenn überhaupt nur eine Einmalzahlung stattfinden? Das ist nur ein kleiner Brocken der mal einfach so hingeworfen wird.

      Na, vielleicht sind die Fragen schon gestellt, konnte mir leider nicht alles durchlesen. Sind nur so meine Gedankengänge, die ich mir mache.
      Ich selbst erwarte für mich persönlich nichts. Dafür freue ich mich über jeden, der schon sein Ziel erreicht hat.
      Ja ihr Lieben, wo beantragt man nun diese Entschädigung? Würde mich mal interessieren. Ich glaube, ich sollte einen Anwalt einschalten.
      Habe keinen Nerv mehr mich mit den Behörden herum zu streiten.
      Ich hoffe, das es alle schaffen und stark genug sind diese Sache auch durch zu ziehen.
      Alles gute für die Zukunft an alle!
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit
      Danke Micky! Leider habe ich keine Unterlagen außer mein Zeugnis wo der Stempel drin ist.
      Aber mein Bruder ist Anwalt und er will sich darum kümmern ob es noch Unterlagen von mir gibt.
      Zwei ehemalige Heiminsassen habe ich schon gefunden. Vieleicht sollten wir uns zusammen tun.
      Na ich werde erst mal in deinen Beitrag rein schauen.
      Liebe Grüße Iris
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit
      Pünktlich zu Weihnachten habe ich aus Berlin Post bekommen. Danach sieht es so aus,
      das die gemachten Vorschläge ( Empfehlungen) des Runden Tisches etwa Mitte Januar dem Bundestag überreicht werden und man erhofft sich eine zeitnahe Umsetzung.
      Erst wenn die Beschlüsse der einzelnen Parlamente vorliegen, wird informiert über Anlaufstellen, Beratungsstellen und auch wird es Hinweise geben, wo man Anträge auf Entschädigung stellen kann.

      Also: es kann dauern. :)
      Könnte vieleicht auch interessant sein.

      18.02.2011 - 17:38
      Unrecht an behinderten Heimkindern aufklären.
      Ursula Lehmann diskutiert in der Fürst Donnersmarck-Stiftung
      Lehmann © FDST

      Von kobinet-Korrespondent Franz Schmahl

      Berlin (kobinet) Behinderte Kinder und Jugendliche waren in den 50er und 60er Jahren in Heimen der sogenannten Behindertenhilfe hilflos Misshandlungen ausgesetzt. Dieses Unrecht muss aufgeklärt werden, fordern Betroffene wie Ursula Lehmann in Berlin. Sie kam als Sechsjährige 1949 in das Evangelische Johannesstift.

      Der Quellenhof, heute ein „Wohnangebot mit familienähnlichen Wohngruppen für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige mit Körper- und Mehrfachbehinderungen“, war damals für sie ein Ort der Leiden. „Wenn es Prügel gab, konnte von uns keiner weg rennen oder sich mit den Armen vorm Gesicht schützen“, sagt die Frau, die heute in der Behindertenszene als streitbare Aktivistin im Rollstuhl bekannt und geachtet ist.

      Auf 12 Seiten hat Ursula Lehmann ihre Kindheitserinnerungen im Johannesstift aufgeschrieben, um Ende Mai vergangenen Jahres noch zu erreichen, dass das Schicksal behinderter Heimkinder an dem vom Deutschen Bundestag eingesetzten "Runden Tisch Heimerziehung" berücksichtigt wird. Die vergeblichen Forderungen behinderter Heimopfer auf Beteiligung waren auch vom Behindertenbeauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen unterstützt worden. Da jetzt der Abschlussbericht des Runden Tisches diskutiert wird, ist Hubert Hüppe wieder aktiv und verlangt, erlittenes Unrecht aufzuklären, die Verantwortlichen zu benennen und die Opfer zu entschädigen (kobinet 16.2.11): „Die behinderten Heimopfer können nicht länger warten.“

      Ihr Anliegen, schlimmes Leid auch von Kindern mit Behinderungen in Heimen der frühen Bundesrepublik bekannt zu machen, so erfuhr Ursula Lehmann aus dem Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche, sei auch der Diakonie wichtig. Als Beispiel wurde die Stiftung Volmarstein in Westfalen genannt. Innerhalb der Behindertenheime der Diakonie war das Johanna-Helenen-Heim in Volmarstein wohl die Einrichtung, bei der die schlimmsten Missstände herrschten.

      Das Johannesstift in Berlin-Spandau hat in einer Studie zur Heimerziehung zwischen 1945 und 1970 „körperliche Züchtigung“ nicht bloß als „Ausrutscher“ ausgemacht. Prügel und Einsperrung im Bunker gehörten zum Erziehungsrepertoire. Die Studie stützt sich auf noch erhaltene Heimakten des Lehrlingsheims Ulmenhof. Über die damalige „Behindertenhilfe“ wird nichts ausgesagt.

      Doch gerade darum geht es heute Ursula Lehmann. Behinderte Heimkinder dürfen nicht länger tabuisiert werden. „In den vergangenen Wochen habe ich nichts gehört, auch nicht einen einzigen Satz, über Misshandlung behinderter Heimkinder im Johannesstift“, so Lehmann im kobinet-Gespräch. „Übrigens, ich lege keinen Wert auf Entschädigung. Ich will nur, dass nicht verschwiegen wird, was damals geschehen ist. Nur bei rückhaltloser Aufklärung können wir hoffen, dass sich so was nicht wiederholt.“


      Liebe Grüße Micky

      es hilft hier wohl nur, nicht locker lassen

      naja .......keine Entschädigung ist auch nicht die Sinnvollste Lösung. Verschweigen geht schon lange nicht mehr auch dank solcher Heimforen aber auf eine angemessene Entschädigung zu verzichten heisst auch,mir war es egal.Das kann und darf so nicht sein.Wie viele haben keinen vernünftigen Beruf erlernen können, wie viele sind Seelische Krüppel, wie viele leben heute am Existenzminimum und sind für alles dankbar was ihnen zugesprochen wird.Wie soll Wiedergutmachung stattfinden,mit Worten,etwa Entschuldigung ich wollte das nicht ? Ne ne das darf und sollte nicht sein.Diese Einrichtungen haben damals von den Ex Heimis profitiert sollen sie auch heute etwas vom Profit zurückgeben das die Seelen nicht heilen wird aber zumindest einige Wunden "verbunden" werden können.

      die Frage an alle Heimkinder

      Hallo ihr Lieben,

      Ich lese hier immer "die Heimkinder der BRD" !

      Was ist mit den Heimkindern der DDR? Vielleicht habe ich ja auch etwas falsch gelesen, dann möge man mich bitte Berichtigen. Auch in den DDR - Kinderheimen wurde geprügelt und es gab sexuelle Übergriffe und von Kinderarbeit ganz zu schweigen. Da habe ich persönlich sogar noch ein Foto von.

      Was mir aber vielmehr im Kopf herum geht, warum kämpft hier jeder für sich allein? Habt Ihr vielleicht mal darüber Nachgedacht, das wir eventuell viel mehr erreichen könnten, wenn wir uns zusammen schließen?! Auch ich habe meinen Rehabilitierungsantrag gestellt und gerade die von mir "erwartete Stellungnahme" zurück an das Gericht gesandt, obwohl schon zu 99,9 % fest steht, das mein Antrag abgelehnt wird.

      Ich bin so wütend, dass glaubt Ihr nicht. Man verlagt von einem "Opfer" eine Stellungsnahme und die Täter lassen sich in der Sonne den Bauch braun brennen und beziehen ihre fetten Renten.

      Ich jedenfalls denke, das wir mit einer Sammelklage, oder was immer man starten kann vermutlich mehr erreichen könnten, als wenn jeder für sich allein kämpft. Vielleicht gibt es jemand von Euch der Ideen hat und weiß wie man da etwas bewirken könnte. Es würde mich echt brennend interessieren.

      Erst mal ganz liebe Grüße an Euch alle

      Manu

      Manu1963 schrieb:

      Hallo ihr Lieben,

      Ich lese hier immer "die Heimkinder der BRD" !

      Was ist mit den Heimkindern der DDR? Vielleicht habe ich ja auch etwas falsch gelesen, dann möge man mich bitte Berichtigen. Auch in den DDR - Kinderheimen wurde geprügelt und es gab sexuelle Übergriffe und von Kinderarbeit ganz zu schweigen. Da habe ich persönlich sogar noch ein Foto von.

      Was mir aber vielmehr im Kopf herum geht, warum kämpft hier jeder für sich allein? Habt Ihr vielleicht mal darüber Nachgedacht, das wir eventuell viel mehr erreichen könnten, wenn wir uns zusammen schließen?! Auch ich habe meinen Rehabilitierungsantrag gestellt und gerade die von mir "erwartete Stellungnahme" zurück an das Gericht gesandt, obwohl schon zu 99,9 % fest steht, das mein Antrag abgelehnt wird.

      Ich bin so wütend, dass glaubt Ihr nicht. Man verlagt von einem "Opfer" eine Stellungsnahme und die Täter lassen sich in der Sonne den Bauch braun brennen und beziehen ihre fetten Renten.

      Ich jedenfalls denke, das wir mit einer Sammelklage, oder was immer man starten kann vermutlich mehr erreichen könnten, als wenn jeder für sich allein kämpft. Vielleicht gibt es jemand von Euch der Ideen hat und weiß wie man da etwas bewirken könnte. Es würde mich echt brennend interessieren.

      Erst mal ganz liebe Grüße an Euch alle

      Manu
      Ist doch Wurst, ob DDR oder BRD.......Kämpft hier überhaupt Einer ? Oder wirklich nur jeder für sich ?
      Hallo Manu,

      hier sind auch Ehemalige Heimkinder aus der DDR. Es sieht vielleicht nicht gerade so aus, aber ich habe selbst aus verschiedenen Themen heraus lesen können, das es so ist.
      Dein Vorschlag mit der Sammelklage klingt nicht schlecht. Vielleicht wäre auch eine Unterschriften Sammlung ein Versuch wert. Bisher gab es auf Fragen einige Tipps die auch sehr hilfreich waren. Manch einer wartet vielleicht auch, ob jemand Erfolg hat und es dann probiert was in die Wege zu leiten. Dann gibt es auch Menschen, die mit Ämtern schlechtes verbinden und sich eventuell nicht trauen. Viele wissen vielleicht auch nicht, wo sie hin gehen sollen , an wen sie sich wenden sollen oder ob es Geld kostet. Das sind alles verschiedene Dinge wo sich manch einer damit beschäftigt. Jeder Mensch ist anders und jeder geht anders mit diesen Thema um.
      Ich hoffe, das viele diese Plattform finden werden und sich Rat und Tipps holen kann! Denn nichts funktioniert ohne Mund zu Mund Propaganda!

      Natürlich finde ich es sehr traurig, das die Täter der gerechten Strafe entgehen als wäre nie etwas gewesen. Können wir das heute noch ändern???
      Für dich wünsche ich mir, das du Erfolg hast, was immer du auch unternimmst!

      Sei lieb gegrüßt Iris
      Wer jedes Wort auf die "Goldwaage" legt, bekommt seelisches Übergewicht.
      -Fred Ammon-

      Wirklich weise ist, wer mehr Träume in seiner Seele hat, als die Realität zerstören kann!
      -Unbekannt- Indianerweisheit

      sazeni schrieb:

      Leute, es gibt in Deutschland keine Sammelklagen!!!

      Selbst wenn, jeder Fall ist individuell oder einzigartig und muss auch einzeln geprüft werden.

      Letztendlich kann man sich aber aus dem Netz bei Vereinen oder Foren oder auch bei realen Anlaufstellen nützliche Informationen und auch Tipps einholen.

      Einen groben Unterschied zwischen Ost und West konnte ich so auch nicht feststellen.

      Ich persönlch traue mich auch noch nicht so recht an die Reabilitierung ran, weil ich der Meinung bin, dass es eh zwecklos ist und ich vielleicht auch gar kein Recht darauf haben sollte. Es gibt viele andere Heimkinder, denen es viel viel schlechter ging. Ich kam durch das Verhalten von mir und meinen Eltern ins (Spezial)-Heim, wo es mir eigentlich ganz gut ging. Ich wurde nicht mißhandelt oder so. Das einzige, was ich vielleicht denke, wäre der Freiheitsentzug und das versaute Leben. Aber war es denn wirklich versaut? Woher will ich wissen, was ohne Heim passiert wäre? Meine Großeltern wollten mich schon früher rausholen und es wurde abgelehnt. Das wäre das Einzige, auf das ich pochen könnte. Politische Gründe gabs meines Wissens auch nicht.

      Es wird wohl Einigen so gehen, dass sie keinen so rechten Sinn darin sehen und es gar nicht erst versuchen.

      Es werden viel viel mehr Heimkinder Angst vor der ganzen Prozedur haben, alles noch mal durchmachen zu müssen.

      Ohne Rechtsverdreher ist man wohl auch ausgeliefert. Und mit ist auch nicht gesagt, obs klappt. Abgesehen davon, können sich den Viele auch gar nicht leisten. Dann muss man wohl auch die Kostenfrage abwägen.

      Und ob es sich unterm Strich lohnt, wenn man Schlimmes durch und damit eigentlich schon abgeschlossen hat, das alles nochmal durchmachen zu müssen und dafür noch Geld auszugeben, wobei der Ausgang der Geschichte völlig ungewiss ist? Das Überlegen sich Viele wohl drei Mal.
      Wer lesen kann ist klar im Vorteil!

      Hallo Ihr lieben Regenbogenstadtbewohner,folgende Info möchte ich Euch weitergeben.


      Koalition
      Kommt Entschädigung für Opfer von DDR-Kinderheimen?
      erstellt 11.04.11, 21:14h
      Rostock/dapd. In der schwarz-gelben Koalition gibt es einen neuen Vorstoß zur Entschädigung und Rehabilitierung von Opfern aus ehemaligen DDR-Spezialkinderheimen. Der rechtspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion Christian Ahrendt kündigte in der «Ostsee-Zeitung» einen gemeinsamen Entschließungsantrag von Union und FDP an, nach dem ostdeutsche Opfer von Demütigungen, Gewalt und Missbrauch in DDR-Spezialheimen «gleichwertige Formen der Wiedergutmachung» erfahren sollten wie Betroffene in den alten Ländern. Es geht den Angaben zufolge wahrscheinlich um einige Zehntausend Opfer der Heimunterbringung in der DDR, deren Leiden bisher weder am «Runden Tisch Heimerziehung» noch am «Runden Tisch Kindesmissbrauch» behandelt wurden.

      Ahrendt sagte der Zeitung, es sei bisher «kein Ruhmesblatt, wenn es Bundestag und Bundesregierung bisher nur geschafft haben, sich mit dem Schicksal der Heimkinder West und dem der Opfer von Kindesmissbrauch zu beschäftigen». Auch das Schicksal der DDR-Heimkinder müsse endlich an einem Runden Tisch aufgearbeitet werden. Dieses Unrecht dürfe nicht länger vergessen und ignoriert werden.

      Zur Finanzierung von Maßnahmen für Hilfen und zur Rehabilitation für ostdeutsche Heimopfer schlägt die Koalition vor, Gelder aus dem Vermögen der Parteien und Massenorganisationen der ehemaligen DDR heranzuziehen. Da dieses Vermögen aber bereits auf die Ost-Länder verteilt sei, ergebe sich daraus «eine besondere Finanzierungsverantwortung dieser Länder», heißt es im Koalitionsentwurf.

      Im Jahr 1989 existierten in der damaligen DDR rund 30.000 Heimplätze in Einrichtungen der Kinder- und Jugendfürsorge, etwa 23.400 davon waren seinerzeit belegt. In sogenannten Spezialkinderheimen waren rund 2.900 Kinder untergebracht. Genaue Zahlen, wie viele Kinder diese Spezialheime durchlaufen mussten, liegen offenbar nicht vor. Für besonders auffällige 14- bis 18-jährige Jugendliche gab es außerdem 31 Jugendwerkhöfe sowie den berüchtigten geschlossenen Jugendwerkhof Torgau mit zusammen 3.336 Plätzen.



      Liebe Grüße Micky
      Stehen da Wahlen an?

      Wenn ja, ist es ne Finte; wenn nein ist Arendt ein einsamer, bald unliebsamer Rufer in der Wüste wenn,
      ja, wenn er es denn ehrlich meint.
      Ich denke aber erher, ein FDP-Fraktionangehöriger hat mal wieder nen vermeintlichen
      Strohalm gefunden. ;)



      Ja Jan ich wollte damit auch nur ausdrücken, die Rechtslage ist noch gar nicht geklärt. Der Bundestag hat noch keine Entscheidung nach dem Abschlußbericht des RundenTisches Heimkinder auf den Weg gebracht, was ja logisch ist denn wer will seinen größten Arbeitgeber des Landes verurteilen. Aus der Geschichte Deutschlands müsste dies doch jeden klar sein. Wir sollten ihnen aber immer wieder deutlich machen, wir haben nichts vergessen und erwarten von unseren Politikern, dass sie solche Schweinereien wenigstens aufklären und somit auch das Stigma für Heimkinder.
      Ein Kind im Heim sollte die gleichen Rechte haben, wie ein Kind in einer Familie, damit wäre schon viel erreicht. Sie sollen ihre Kontrollpflichten verstärken, damit es zu solchen auswüchsen nicht mehr kommen kann. Sehe dies auch im Fall von Pflege- und Altenheimen.
      Wer sich also um das Wohl seiner Bürger wirklich kümmert, dem sollte die Menschenwürde oberste Priorität sein.

      Micky und da sieht man es, es wird wieder klassifiziert, bei solchen Verhandlungen und genau da liegt doch der Haken, alle Einrichtungsformen sollten in die Verhandlungen kommen und nicht nur wieder eine Heimform.
      Zitat aus Text von Micky:
      Es geht den Angaben zufolge wahrscheinlich um einige Zehntausend Opfer
      der Heimunterbringung in der DDR, deren Leiden bisher weder am «Runden
      Tisch Heimerziehung» noch am «Runden Tisch Kindesmissbrauch» behandelt
      wurden.

      Siehste und das zum Beispiel ist es was für mich in jeglicher Weise diesen komischen runden Tisch samt der dran hängenden Vereine zu Nicht brauchbar erklärt. Was will ich sowas unterstüzen wenn die nur West außen dran stehen haben und in ihrem Munde ?
      Nee da kann man es dann echt besser machen wie man es sowieso stets musste, sich da allein durch kämpfen. Frage mich wozu man nen Runden Tisch schafft und dann noch nen Verein dazu womöglich der aber nur das Thema am Rande anschneidet bzw. nur für eine Seite. 20 Jahre Widervereinigung aber nach 20 für West und nach 40 ....ach nee wenn dann alle tod sind auch für Ost ?? Braucht keiner !

      Davon ab kommt da mal wieder nen faer Beigeschmack auf.Warum so vorsichtig mit Ost ? Iss da etwa doch noch zu viel in Staasi Akten was werte "West" Politiker im Mitwirken der Taten enttarnen würde oder wovor drück man sich da ?

      Entschädigungszahlungen

      .
      Weitestgehende Veröffentlichung ausgehend von Australien.
      ( im Internet und per Rundmail individuell an mehrere hundert Empfänger )


      ♦♦♦ HEIMKINDER. - Damit alle Politiker/Abgeordneten Bescheid wissen. ♦♦♦


      All dies steht jetzt auch überall im Internet, ob die Medien in der BRD es veröffentlichen oder nicht.


      Damit alle Bundestagsabgeordneten bezüglich dem bevorstehenden Gesetzgebungsverfahren betreffend „Heimkinder-Entschädigung“ bestens informiert sind --- und die Bevölkerung ebenso Bescheid weiß.


      Damit auch Ihr alle Bescheid wißt.

      Allen Bundestagsabgeordneten Ergebnisse der Internet-Abstimmung und Forderungen der Ehemaligen Heimkinder Mitte April 2011 persönlich zugestellt.

      Folgendes 2-seitige Schreiben, in diesem genauen Wortlaut, wurde jedem und jeder Bundestagsabgeordenten persönlich direkt durch den Postverteiler des Bundestags – im Reichstagsgebäude – zugestellt, um sicher zu stellen, dass sie alle genaustens informiert sind um ihren Verantwortungen und Verpflichtungen bei jeglichem diesbetreffenden Gesetzgebungsverfahren im Parlament gerecht zu werden.


      Verein ehemaliger Heimkinder e.V.
      1. Vorsitzende: Monika Tschapek-Güntner - Kassenführer: Horst Otto - Schriftführerin: Heidi Dettinger - BeisitzerInnen: Brigitte Diederich, Dirk Friedrich

      EH c/o Monika Tschapeck-Güntner Sandwelle 10 59494 Soest


      19. April 2011

      Sehr geehrte Frau ... / geehrter Herr,

      wir, ehemalige Heimkinder organisiert in einem der international größten Zusammenschlüsse, dem Verein ehemaliger Heimkinder e.V., sind betroffen von der Eiseskälte, mit der Staat und Kirchen uns begegnen.

      ● Wir sind zutiefst empört darüber, dass man zwar das „radikal Böse“, das uns in unserer Kindheit und Jugend angetan wurde, am „Runden Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre“ (RTH) dokumentierte, die Konsequenzen aus diesem Tun für uns – den Opfern dieses „radikal Bösen“ sich aber nicht wirklich erkennbar niederschlagen sollen.
      ● Wir fühlen uns missachtet – wieder einmal – von denen, die uns schon einmal missachtet haben, misshandelt, missbraucht auf jede nur erdenkliche Art.
      ● Wir fühlen uns betrogen von denen, die uns bereits um unsere Kindheit, unsere Jugend, um Schul- und Berufsausbildung betrogen haben.
      ● Wir sind zornig ob der Kaltschnäuzigkeit, mit der empfohlen wird, uns – die Überlebenden des größten Verbrechens der Bundesrepublik Deutschland – mit einer völlig indiskutablen Summe abzuspeisen. Und das dann auch noch als einen Erfolg verkaufen will. Uns verkaufen will!
      ● Wir sind wütend, traurig, retraumatisiert, einige sind voller Hass und Ablehnung. Wir fragen uns: Ist dieses unser Land? Sind wir „Gleiche unter Gleichen“? Oder sind wir wieder und immer noch die stigmatisierten Schmuddelkinder, mit denen nach Belieben umgesprungen werden kann...

      Wir haben uns umgehört und eine Umfrage gemacht, bei unseren Mitgliedern und darüber hinaus:

      „Lieber den Spatzen in der Hand als eine Taube auf dem Dach?“
      Und haben gefragt:

      „Abgesehen von einzelnen Punkten des Abschlussberichtes "Runder Tisch Heimerziehung der 50er und 60er Jahre", mit denen ich eventuell übereinstimme, teile ich hiermit mit, dass ich die in diesem Bericht festgehaltene Empfehlung an den Deutschen Bundestag zur finanziellen Entschädigung ehemaliger Heimkinder als
      O unangemessen ablehne O angemessen akzeptiere O Ich weiß nicht/kann mich nicht entscheiden

      Wir fragten unsere Vereinsmitglieder per Post und öffentlicher noch: Im Internet. Die Frage und die Abstimmung ist nicht repräsentativ aber auf jeden Fall sollte sie als richtungsweisend betrachtet werden.

      Der Rücklauf lag bei ca. 1.000 Antworten.

      Gut 88% aller Befragten antworteten, dass sie die empfohlene finanzielle Entschädigung als unangemessen ablehnen!

      Lediglich etwas über 9% findet die Empfehlung angemessen und akzeptabel.

      Die restlichen knapp 3% konnte sich nicht entscheiden.

      Der VEH e.V. ist der Meinung, dass hier eine große Zahl von ehemaligen Heimkindern sich sehr deutlich zu Wort gemeldet hat und dass Politik und Kirchen gut daran täten, auf diese Meinung zu hören und den Überlebenden dieses einzigartigen Nachkriegsverbrechens – begangen in einem Rechtsstaat und an Kindern und Jugendlichen! – durch eine angemessene finanzielle Entschädigung im Alter zumindest einen Teil der ihnen geraubten Würde zurückzugeben.

      Unsere Forderungen umfassen folgende Punkte:

      1. 300 € monatlicher Opferrente pauschal für alle ehemaligen Heimkinder.
      2. Auf Wunsch des/der Ehemaligen statt der monatlichen Opferrente eine Einmalzahlung von 54.000 € (300 € monatlicher Rente hochgerechnet auf 15 Jahre).
      3. Die Möglichkeit für besonders geschädigte ehemaliger Heimkinder, bei Glaubhaftmachung ihrer besonderen Schädigung eine höhere Einmalzahlung oder Opferrente.
      4. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern mit Behinderung.
      5. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern aus der damaligen DDR.
      6. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern, deren Heimzeit in den 40er Jahren lag.
      7. Die Einbeziehung von ehemaligen Heimkindern, deren Heimzeit in den 70er und 80er Jahren lag.

      Wir bitten Sie, unsere Forderungen zu beachten und sich für diese in Ihrem Rahmen und mit Ihren Möglichkeiten einzusetzen und teilen Ihnen vorsichtshalber schon mal mit, dass wir weiterhin für unser Recht und unsere Forderungen kämpfen werden.

      Wir haben nichts zu verlieren außer unserer Altersarmut, unserer Demut, unserer Angst.

      Mit freundlichem Gruß

      Monika Tschapek-Güntner
      1. Vorsitzende Verein ehemaliger Heimkinder e.V.


      Kontoverbindung: Hamburger Sparkasse Konto-Nr. 1 026 214 47 6 BLZ 200 505 50


      Ich - ehemaliges Heimkind Martin MITCHELL - persönlich bin kein „Heimkinder-Repräsentant“ / „Heimkinder-Vertreter“. Ich bin „politischer Aktivist“ und mehr oder weniger „Einzelkämpfer“ --- ich mache einfach was ich kann und was in meinem Vermögen liegt und ich tue es ehrenamtlich. Wenn es jemanden zum Nutzen ist, gut so. Verträge nehme ich nicht an und versprechen tue ich garnichts.
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!

      GERMANY. - Wer soll für den Schaden der Heimopfer und Missbrauchsopfer haften? ---- Bezüglich den Heimopfern geschuldeten Entschädigungszahlungen!

      .
      Ich, Der Australier Martin MITCHELL ( „Ehemaliges Heimkind“ ), ansässig in Australien seit 1964, verbreite AUCH DIES momentan an alle in aller Welt, die es interessiert.


      Sind Sie DARAN interessiert ?


      [ Roland Busche - DIE LINKE - Duisburg ] [ Beruf: Lehrer; Geburtstag: 05/01/1964 ]

      [ DIE LINKE - Landesverband NRW: Duisburg ]

      [ DIE LINKE - Ortsverband Duisburger Bezirk Homberg/Ruhrort/Baerl ]

      [ DIE LINKE im
      LVRDIE LINKE im Landschaftsverband Reinland ( Köln ) ]

      28. August 2009

      DIE LINKE - Landesversammlung Rheinland [
      Landeshaus Köln ! ]

      »»» Rede von Roland Busche zur Resolution Ehemalige Heimkinder

      @ http://linksfraktion-lvr.de/detail_reden.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=10846&tx_ttnews%5BbackPid%5D=417&cHash=46c71c4357

      Sehr geehrter Herr Vorsitzender, liebe Kolleginnen und Kollegen! Selbstverständlich unterstützt Die Linke im
      LVR die Resolution. Trotzdem wagen wir neben der Würdigung auch ein paar kritische Anmerkungen.

      Wir hätten uns zum Beispiel gewünscht, dass die Antragsteller sich wenigstens die Mühe gemacht hätten, eine eigene Sprache für die Entschuldigung zu finden. Stattdessen haben sie die Resolution des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen wortwörtlich übernommen.

      Das Los vieler Kinder und Jugendlicher in den 50er- und 60er-Jahren in Heimen auch des
      LVR ist – und wir finden, das ist nicht nur aus heutiger Sicht – erschütternd. Oft wurden sie wegen Nichtigkeiten von den Jugendämtern in Heime verwiesen. Der Grund war oft sogenanntes abweichendes Verhalten oder Unangepasstheit.

      Die Kinder und Jugendlichen waren in den Heimen schutzlos Erziehungs-, Disziplinierungs- und Züchtigungsmaßnahmen ausgeliefert, die getrost als verbrecherisch bezeichnet werden können und die die Konsequenz eines Heimerziehungssystems waren, das noch in der Tradition der Nazizeit stand.

      Die Entschuldigung ist richtig, kommt aber trotzdem viel zu spät. Es ist dennoch wichtig, dass wir alle als Vertreter des Landschaftsverbandes Rheinland sie endlich geben. Sie bedeutet hoffentlich für die Betroffenen, die vielfach ihr Leben lang unter den Folgen der damaligen Erziehungsmethoden gelitten haben, dass sie nun etwas leichter einen Weg finden können, versöhnlicher mit ihren Wunden und Ängsten aus dieser Zeit umzugehen.

      Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir können mit dieser Entschuldigung schlimmes Unrecht nicht heilen; wir können die Verletzungen nicht rückgängig machen. Wir können ihnen nur versichern: Nichts vergessen und niemand.

      Neben der öffentlichen Entschuldigung fordern die ehemaligen Heimkinder finanzielle Entschädigung für die erlittenen Qualen und die Anerkennung ihrer Arbeitszeiten im Heim für die Rente. Jugendliche und junge Erwachsene haben in den 50er- und 60er-Jahren in Heimen schwere körperliche Arbeit verrichtet und hierfür keinen bzw. wenig Lohn erhalten. Arbeitsverhältnisse wurden bundesweit erst ab 1972 sozialversicherungspflichtig behandelt.

      Hier bleibt die Resolution leider sehr vage. Es ist lediglich die Rede davon, dass der
      LVR das in seinen Möglichkeiten Liegende tun will. Wenn wir als Maßstab die Millionen nehmen, die als Unterstützung für die WestLB [ d.h. West Landesbank;WestLB AG (Eine der größten deutschen Banken mit Hauptniederlassungen in Düsseldorf und Münster) ] möglich waren, wäre das doch eine gute Nachricht für die Betroffenen. Allein: So wird’s dann wohl doch nicht gemessen werden.

      Die Linke erinnert daran, dass eine Prüfung über finanzielle Entschädigung der Opfer Konsens gewesen ist, und mahnt hier Eile an. Unwürdiges Gezerre und ein bewusstes Verzögern der Auszahlung wie bei der Entschädigung der Zwangsarbeiter/-innen würde die Betroffenen erneut verhöhnen – und das will ja keiner von uns.

      Die vom
      LVR finanzierte Studie zum Schicksal der ehemaligen Heimkinder ist ein begrüßenswerter Ansatz. Es fehlt uns dort allerdings die Beschäftigung mit den Nutznießern der erniedrigenden Arbeitverhältnisse; denn es ist eine Aufgabe des Respekts, die Frage zu klären, welche Firmen von den Praktiken profitiert haben und wie sie heute zu ihrer Verantwortung stehen.

      Wir erwarten, dass der LVR sich mit den Firmen in Verbindung setzt, damit sich diese an der Entschädigung beteiligen.

      Es sei an dieser Stelle auch darauf hingewiesen, dass erst die Generation der gegenwärtig zunehmend angefeindeten 68er mit ihrer Autorität-in-frage-stellenden-Haltung ein Umdenken geschaffen hat in der von Ordnung, Disziplin, Gehorsam, Fleiß und Sauberkeit dominierten Heimerziehung.

      Vieles, liebe Kolleginnen und Kollegen, ist inzwischen besser geworden. Aber wir müssen wachsam bleiben; denn es gibt immer wieder Aufrufe zur Wiedereinführung repressiver Erziehungsmethoden. Wir erinnern dabei an die unselige Forderung zur Einrichtung von sogenannten Bootcamps mit ihren der Heimerziehung der 50er- und 60er-Jahre verwandten Praktiken.

      Bleibt anzuführen, dass behinderte Heimopfer in der Resolution nicht ausdrücklich erwähnt werden, aber hoffentlich dennoch einbezogen sind, da diese Menschen doch ganz besonders wehrlos den grausamen Methoden der damaligen Heimerziehung ausgeliefert waren.

      Vielen Dank für Ihre Konzentration und Aufmerksamkeit.

      (Allgemeiner lebhafter Beifall) «««


      Betreffend der „Heimkinder-Zwangsarbeit“ und den „
      Nutznießern der erniedrigenden Arbeitverhältnisse: Liste derFirmen, die von den Praktiken profitiert haben“ siehe: EHEMALIGE HEIMKINDER BLOG NR. 1 @ http://heimkinderopfer.blogspot.com/2010/07/ehemalige-heimkinder-heimkinder.html

      __________________________________

      Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf ‚Landesverrat‘ genannt wird.“ ( Erich Kästner )

      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit. Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit.“ ( MM )
      Freiheit ist keine Selbstverständlichkeit; Freiheit bedarf ständiger Wachsamkeit!