Wie hat sich Deine Mutter nach dem Heimaufenthalt dir gegenueber verhalten?

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      Wie hat sich Deine Mutter nach dem Heimaufenthalt dir gegenueber verhalten?

      Hallo, all meine Lieben,

      seit jahrzehnten frage ich mich warum meine mutter sich so unmoeglich benimmt mir gegenueber. ich versuche seit jahren aber da ist so etwas fremdes mit ihr, versuche es zu verstehen.moechte gerne wissen ob ihr auch so etwas mit machen muesst.!

      wuerde mich wirklich sehr freuen wenn ich von hoeren koennte.

      mit lieben gruessen, eure uschi
      Hallo Uschi,ich war genau vom 17.10.1969-01.07.1972 im Spezialkinderheim.Meine Mama hätte mich nie im Stich gelassen.Sie hatte 1960 versucht mit mir in den Westen ihren Verwanten zukommen.Leider schlug die Flucht fehl,meine Mama kam für ein halbes Jahr in den Knast und ich mit 3 Jahren in ein Heim nach Heiligenstadt.Seitdem stand sie von der Stasi unter Aufsicht all die Jahre.1969 wurde ich von einem Lehrer sexuell genötigt und man glaubte mir nicht und meiner Mutti auch nicht.Sie hatte keine Chance als Alleinerzieherin und Vorbestrafte.Bald kann ich Ihr einen großen Wunsch erfüllen.Sie ist noch nie geflogen und ich werde ihr eine Reise als Dank dafür das sie immer für mich da war und ist schenken.Das geht aber auch nur weil ich meine Rehabilitierung durch habe.Liebe Grüße Micky

      Rechtfertigungen

      ....waren es die ich immer zu hören bekam. Man hatte ihr (angeblich) damit gedroht

      das Gewerbe zu entziehen. Sie hatte einen Blumenladen.

      Aus heutiger Sicht ist in diesem Staat alles möglich gewesen.

      Auch solche Repressionen.

      Mich in all den 9 Jahren da raus zu holen wäre ihr unmöglich gewesen. So sprach sie immer.

      Ich selbst habe ihr mehrfach sehr eingehend meine Lebensumstände in

      diesen Heimen geschildert. Ich bin dann auch schon mal "verlegt" worden.

      Mit der Erfahrung Durchgangsheim!

      Im anderen Heim wars dann dafür härter, strenger, mit Gewalt ausübenden Erziehern

      hatte ich reichlich zu tun. Meine Mutter behauptete immer ihr wären die Hände

      gebunden gewesen. Habe ich ihr das je so abgenommen? Nein, ich meine nicht!

      Irgendwann hatte ich aufgegeben, mich auch im wesentlichen in mich selbst verkrochen.

      Da ich unter Druck, über die Mutter, die 9. u. 10. Klasse im Heim absolvieren musste, habe

      ich gewissermassen von innen heraus gestreikt. Meine Leistungen pegelte ich so ein

      nicht sitzen zu bleiben. Wenns mir so war zeigte ich allen daß ichs eigentlich kann.

      Habe aber sehr deutlich gemacht, daß ich nicht w i l l !

      Beschwerden über mich gelangten immer zu ihr. Strafen wie Urlaubssperren usw.

      prallten an mir ab, zeigten rein äußerlich keine Wirkung.

      Hatte ich doch am Ende der 8. Klasse schon eine Lehrstelle. Selbst gesucht!!

      In meinem TRAUMBERUF Koch!

      Die musste ich dann, da selbst gesucht, auch zur Strafe selbst zurückgeben!

      Für dieses Vorgehen von Heim, Jugendamt. Elternhaus und Schule habe ich dann alle

      und alles gehasst. Auch meine Mutter. Das gab sich dann zwar wieder etwas. Aber ein

      herzliches Mutter/Sohn Verhältnis wurde es wohl nie wieder.

      Als meine Mutter starb habe ich ihr unter bitteren Tränen innerlich vergeben was sie mir

      als Kind angetan hatte.

      Ich habe mit ihr meinen Frieden gemacht.

      Es war und bleibt trotzdem m e i n e M u t t e r !!!

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „ecke“ ()

      Meine Mutter - sie hatte 10 Kinder geboren und alle sind immer wieder ins Heim gekommen.

      Mit meinem Vater hat sie 6 Kinder gemacht - mein Vater war alt. Als ich 6 Jahre alt war, starb er mit 67. Von da an waren wir durchweg bis zur Volljährigkeit im Heim. Als ich 17 Jahre alt war, starb meine Mutter. Sie hatte immer schon zuviel getrunken und an diesem Tag war es wohl besonders viel. Mit 4 Promille im Blut wollte sie den Bus auf der anderen Straßenseite erreichen - aber ein Auto kam zuvor und hat sie überrollt. Wir konnten nie richtig mit unserer Mutter reden, da sie immer unter Strom stand, wenn wir sie am Wochenende besuchen durften.

      Nach dem Heim hab ich mir irgendwo im Hinterhaus in Kreuzberg meine ersten vier Wände gesucht. Mir war es wurscht, Hauptsache raus. Wir waren alle auf uns alleine gestellt. Vom Jugendamt kam gar nichts mehr - nicht mal ne Erstausstattung. Jedenfalls hat uns niemand gesagt, dass uns das zugestanden hätte. Erst Jahre später, als sowieso alles zu spät war, hab ich das erfahren. Meine ersten Möbel hab ich mir zusammen gesucht. Aus Kellern oder wenn jemand wusste, dass da noch irgendwo was Brauchbares bei 'ner Wohnungsauflösung dabei war.

      Ich habe lange nach dem Tod mit meiner Mutter gehadert. Und ganz schlimm war es, als ich mein erstes Kind hatte. Ich hätte sie eigentlich irgendwo gebraucht. Ich war so was von wütend, weil sie ihr Leben so verpfuscht hat und uns nie die Liebe gegeben hat, die wir so nötig gebraucht hätten. Irgendwann hab ich ihr im Geiste verziehen. Jeder lebt nunmal sein Leben.
      Ich habe meine Mutter nach ca. 30 Jahren wieder das erstemal gesehen, durch Zufall, da wir Kinder nach 30 Jahren vom Sozialamt einen Brief bekamen, daß wir Unterhalt für unsere Mutter bezahlen müßten, habe Sie dann ausfindig gemacht, (60 km von meinem Wohnort enfernt) war eine ganz irre Geschichte, war mit dem Zug unterwegs um meine Mutter zu suchen und unterhielt mich mit einer fremden Frau im Zug wo sich nachher rausstellte daß es meine Mutter war ( Kurzfassung) . Es ließ mich kalt, und Sie heulte, es war für mich eine Fremde (ich war 5 Jahre alt als sie abhaute). Ich besuchte sie dann öfters und hätte sie gerne in meiner Nähe gehabt um sie kennenzulernen sie erzählte mir einiges aus meiner Kindheit, über meinen Vater
      der nicht mehr lebt u.s.w.habe dann von Ihrem Nachbar erfahren das wenn ich wieder gefahren bin, sie sich lustig über mich macht und alles was sie mir erzählte gelogen wäre, und sie nochmal 4 Kinder auf die Welt gebracht hat und nach der Geburt weggegeben hat. Ab der Sekunde habe ich den Kontakt
      wieder abgebrochen, daß ist jetzt wieder 17 Jahre her. Jedes Mal wenn ich sie besucht hatte ging es mir hinterher so schlecht, aber ich wollte sie kennenlernen. Es war aber so eine Enttäuschung für mich, heute denke ich ehrlich gesagt öfters mal nach
      ob ich nach ihr schauen soll. Liebe habe ich damals von ihr keine gespürt, auch kein schlechtes Gewissen, nur Rechtfertigungen.
      Als ich meine kennen lernte, war ich etwa 15 Lenze jung. ich hatte unter Schweigepflicht von einem
      Ordensbruder die Adresse bekommen und wolle sie aufsuchen. Sie war nicht da, die Adresse war aber
      richtig. Eine Frau Schaute aus dem Fenster und rief mir spontan zu: Du bist doch der Sohn von Frau
      B. Ja, sagte ich und sie meinte auf meine etwas verwunderte Frage, dass ich ihr wie aus dem Gesiht
      geschnitten ähnlich sehe.

      Wenige Tage später kam sie in de Lehrbetrieb, stellte sich kurz vor und wollte mich umarmen. Wollte;
      aber nicht mit mir. sie drückte ein paar Tränchen raus und meinte so was wie dss sie mich "endlich"
      gefunden hat.

      Kurz und gut, es gab ein paar Besuche und sie meinte durch ihre Handlungen, nun weiter mit Schlägen
      versorgen zu müssen. Bei meinem letzten Besuch rüffelte sie wieder, wollte wieder schlagen, was ihr
      nicht gelungen ist. Mit Distanz schleuderte ich ihr ihre Worte ins Gesicht, die lauteten: "Was kann ich dafür,
      wenn der Herrgott mir die Kinder in die Wiege legt, aber die Mutterliebe vergessen hat" und ich zu ihr
      weiter: Wenn du glaubst, ich hätte deine ganze Verwandschaft blamiert, dann sag ich dir jetzt, nicht ich
      habe dich blamiert vor deiner verwandschaft, sonder du hast dich knapp 16 Jahre lang selbst in deiner
      Verwandschaft blamiert. Setzt 2 Kinder in die Welt und kümmerst dich nen Dreck darum.

      Sie war 42, als sie starb, was ich dann aber erst ein halbes Jahr später erfuhr.

      Das wars in Kürze, obwohl bei mir das Mutter-Thema eigentlich schon für sich fast nen Roman abgeben könnte.

      Mein Mütterlein...

      Lagerleben


      wie schon in einen anderen beitrag erwähnt,flüchteten wir 1957 in den westen...meine mutter,zwei schwestern von mir und ich...

      meinen vater--ein säufer und hurenbock---liesen wir zurück...zur zeit unserer,, abreise" ging er gerade seinen hobbys nach....bevor ich weiterschreibe,muss ich noch erwähnen,das meine mutter später immer erzählte,sie sei hochschwanger gewesen(haha...bitte hochschwanger immer im hinterkopf behalten beim weiterlesen)...

      erste station unserer flucht war das auffanglager marienfelde in westberlin....wenig erinnerungen..weissbrot,erdbeermarmelade,kakao...bis zum erbrechen....

      zweite station...berlin-lichtenrade...barackenlager...hier wurde es schon interessanter!

      wir durften als kinder das lager nie verlassen....die bösen bubis von der stasi hatten die angewohnheit,kinder zu entführen um die rückkehr der eltern in die ddr zu erpressen....

      erste unterkunft ....ein grösseres zimmer,das wir noch mit zwei ehepaaren plus ihren kindern teilen mussten...eine alte dame,ein junggeselle...meine mutter leckte sich schon die lippen.....

      in der zweiten oder dritten nacht wachte ich von einem gestöhne usw weiter auf...kletterte von meinen stockbett runter..und was sah ich ? der mann auf meiner mutter....dachte er tut ihr weh,weil sie so winselte,nahm einen schuh und schlug ihm auf den arsch...und bezog eine fürchterliche tracht prügel von ihm...meine mutter schaute zu und sagte dann sie hätte keine lust mehr zu warten so das diese drecksau mich endlich in ruhe liess....

      alle anderen erwachsenen gaben plötzlich schnarchtöne von sich..sie wollten zeigen wie tief sie schliefen um ja nicht in die sache reingezogen zu werden...



      die alte dame schmierte sich jeden abend ein brot mit schmierkäse und legte es auf einen teller..frühstück für den anderen morgen..da ich immer hunger hatte frass ich ihr eines nachts das brot weg....und hatte am anderen morgen angst,deswegen prügel zu bekommen.....aber aufregung umsonst...die dame war in der nacht gestorben..da meine oma immer von geistern erzählt hatte usw,, getraute ich mich nachts nicht mehr auf die toilette...hatte angst der geist der dame würde kommen und sein brot zurück verlangen...und pisste von da an lieber ins bett...

      dann wurden wir in eine quarantäne -baracke gesteckt...meine mutter erzählte später immer,wie krank wir gewesen waren..stimmte nicht..wir hatten schlicht und einfach nur läuse.....

      als flüchtling erhielt man ein kleines taschengeld---freitagsmittags...abends ging dann die post ab...erst wurde gesoffen..dann schlägereien..mann gegen mann,frau gegen frau.....dannalle miteinander..dann alle gegeneinander...meine mutter immer zwischen drin(man merke sich..hochschwanger hahaha)...wieviel männer sie inzwischen beglückt hatten weiss ich nicht mehr...nur das ich von den meisten prügel bezog das weiss ich noch..weil ich mich immer gegen sie gestellt hatte....warum? ich denke ich war eifersüchtig..weil ich meine mutter damals noch liebte.....

      nach lichtenrade ging es wieder zurück nach marienfelde...blieben dort etwa drei wochen.dann wurden wir per flugzeug nach hannover verfrachtet....nach einer nacht auf dem flughafen ging es weiter zum nächsten lager....















      per zug in den schwarzwald...kirchzarten..wieder barackenlager..wieder ein zimmer mit anderen familien teilen....meine mutter ging wieder ihrem hobby nach(immer noch hochschwanger!!!) ich bekam wieder prügel von ihren liebhabern...das alte spiel.

      schulbesuch wie in berlin---gleich null. war einfach keine schule da...hat damals auch keinen menschen interessiert.....

      in einem abgetrennten teil des lagers lebten letten und esten(keine ahnung. so wurden sie von den erwachsenen eben genannt)...auf jeden fall sorgten diese leute wenigstens für abwechslung im eintönigen lagerdasein...soffen wie die löcher..dann gingen sie mit beilen und anderen diversen sachen auf einander los..immer polizei...immer unterhaltung!!

      nach einigen monaten(ich glaube acht) ging es weiter nach ulm/donau....ehemalige kaserne ,die zum flüchtlingslager umfunktioniert wurde...nach etwa drei wochen in einen grossen saal mit anderen familien bekamen wir dann eine wohnung zu geteilt...immer noch lager..aber endlich mal nur für uns allein...und nun brachte meine mutter endlich mal zwillinge zur welt...wie lang war sie hochschwanger unterwegs?müssten so zweieinhalb jahre gewesen sein...es darf gelacht werden.

      woran erinnere ich mich noch betreffs ulm? fallen mir nur eben die schuhe ein...bekam ich von einer spendenstelle...uralte damenstiefel?schuhe?...reichten mir bis zum knie...mit hohen absätzen. weil ich immer ausgelacht wurde,schlug ich dann die absätze mit einem beil ab...sah noch dämlicher aus..egal!warm waren sie ja ,die schuhe....



      von ulm ging es dann weiter...nächstes lager...crailsheim/franken...

      endlich ohne zaun.wohnblöcke...hatten eine drei-zimmerwohnung....mussten aber dann ein zimmer abgeben,da zogen drei junggesellen ein....ei,wie lachte da das herz meiner mutter....und hatte auch schon einen neuen galan...mit armprothese...die prothese legte er immer fein säuberlich auf den küchentisch,bevor er mit meiner mutter im zimmer verschwand um zu ....

      ab und zu schlug er mir dieses teil um die ohren,wenn ich es wagte mich gegen ihn zu stellen...dann wechselte meine mutter zu anderen galanen und so ging es immer weiter...prügel,kein schulbesuch usw

      aber ich bekam das erste fahrrad meines lebens--hatte meine mutter bei irgendeinen versandhaus bestellt.von dem rad hatte ich aber nicht viel. nahm mir nach ein paar tagen gleich ein bäcker ab,weil wir bei ihm schulden hatten...

      ich baute mir selber ski...aus gebogenen fassbrettern...ging nun garnicht

      und blieb das erste mal nächtelang von zu hause weg...schlief in scheunen usw...meine mutter hat es wahrscheinlich nicht einmal bemerkt.jedenfalls hat sie nie eine bemerkung deswegen gemacht....ich suchte das erste mal in mülltonnen nach essen und auf der müllhalde nach kleidung(habe ich auch schon mal irgendwo geschrieben)und liebte meine mutter nicht mehr....

      nach crailsheim ging es dann weiter in die stadt,in der ich jetzt wohne....wie lang waren wir unterwegs?4jahre ?5jahre..ich weiss es nicht mehr...so das wars ....nur noch ..hier ging erst richtig die hölle los...bis ich endlich ins heim kam....

      ich möchte noch hinzu fügen.....diese ganzen arschlöcher,die ich als kind in den lagern kennengelernt habe,waren nur menschen in meinen näheren umfeld....alle anderen lagerbewohner waren liebe und anständige menschen......



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      weiter...nach den lagern





      endlich!!! kein flüchtlingslager mehr!!!

      wann kamen wir hier in E.an? anfang der sechziger jahre....neubausiedlung....extra für flüchlinge aus dem boden gestampft..unsere wohnung..drei zimmer für sieben personen...mutter,sechs kinder. die einrichtung bekamen wir vom sozialamt..das nötigste. meine mutter kaufte dann gleich einen musikschrank..radio,plattenspieler..auf raten.dann eine fernseher..auch auf raten...die sie aber nach zwei monaten nicht mehr bezahlte.für den händler kein proplem..er kam ,baute an den fernseher ein kästchen..und wir mussten dann jedemal eine mark einwerfen,wenn wir was ansehen wollten.eine mark..eine stunde gucken...

      wenn wir dann kein geld mehr hatten,brachen wir das kästchen auf und kauften mit dem geld brot etc...bis es dem händler zu blöde war und er den fernseher abholte....

      ich ging wie immer meiner einzigen beschäftigung nach..essen zu organisieren usw..schule wie auch zu lagerzeiten gleich null...ich glaube,meine mutter hat mich nicht mal angemeldet....

      an eine schlimme sache aus dieser zeit kann ich mich noch gut erinnern....

      neben dem neubaugebiet gab es viele verwilderte gärten...mit baufälligen gartenlauben usw...eine der lauben war mein versteck...eines tages verkroch ich mich mit einer handvoll vergammelter äpfel in meinem versteck....da flog die tür der laube auf..herein kam ein stadtarbeiter,der es auf uns flüchtlingskinder abgesehen hatte...er zog den gürtel aus seiner hose und mit den worten :hab ich dich du russensau...prügelte er auf mich ein(russensau und russenschweine wurden alle flüchtlinge von ihm tituliert)...als er dann endlich verschwand schleppte ich mich bis zur nahen strasse..wo mich eine frau später fand...sie brachte mich zur polizei und erstatte anzeige gegen den arbeiter(was aber nichts brachte..die einheimischen hielten zusammen)...danach ging sie mit mir ins krankenhaus...

      diagnose..zwei rippen gebrochen..schultermuskulatur(rechts) zerschlagen...

      der kommentar meiner frau mama zu dieser sache : warum bist du so blöd und lässt dich erwischen...



      war halt ein fall für sich,meine frau mama...egal ..weiter..

      wir wohnten noch gar nicht lang in der wohnung ,da schleppte sie ihn an...herrn paul zimmer..analphabet,alkoholiker,schläger...und alle prügel,die ich von ihren diversen liebhabern bekommen habe waren harmlos gegen die die ich jetzt regelmässig bezog...er prügelte mit allem was er in die hand bekam auf mich ein..wenn er nicht mehr weiter wusste hüpfte er auf mir rum..irgendwann--während einer seiner prügelorgien---sagte ich zu ihm : wenn ich gross bin bringe ich dich um...zum glück hielt ein nachbar das geschrei von mir nicht mehr aus und rief die polizei...paulchen hätte mich an diesem abend wahrscheinlich totgeschlagen...nach ein paar monaten verschwand er spurlos..und das mütterchen war todtraurig...

      aber nicht lange...dann legte sie sich einen hausitaliener zu..wie viele alleinstehende frauen aus ihrem bekanntenkreis...italiener gab es auf den umliegenden baustellen genug....

      ich muss sagen..gegen diese ständig wechselnden herren hatte ich nichts einzuwenden..sie prügelten nicht...und es gab meistens was zu essen..spaghetti mit tomatensosse....ich kann es heute nicht mehr sehen....

      und frau mama war wieder mal schwanger...war nur peinlich,weil sie nicht wusste welcher der italiener als vater in frage kommt....und erzählte später immer...sie könne das nicht wissen,weil sie bei nacht und nebel vergewaltigt wurde---es darf gelacht werden!

      ich weiss nicht mehr.wie lange wir in der wohnung lebten...irgendwann mussten wir ausziehen..frau mama hatte keine miete bezahlt....

      dann zogen wir in einen anderen stadtteil...selbst ich war sprachlos,als ich unsere neue unterkunft sah...ein ehemaliges lustschloss(wie passend für meine mutter)..aber schloss???eine ruine!!!sah aus wie nach dem krieg...

      wir

      bekamen zwei zimmer...eines ca.8qm..das andere ca. 20qm..deckenhöhe ca.4meter-wie es halt früher zu

      kaisers zeiten üblich war...ein alter küchenherd..zum kochen und heizen...in den fenstern fehlten teilweisse die scheiben ...ich schlug mein lager unter einem fenster auf...eine schlechte wahl...wenn es regnete wurde ich patschnass..und im winter erfrohr ich fast..egal wieviel lumpen ich über mich zerrte.....als ich es nicht mehr vor kälte aushielt...richtete ich mir in einer abstellkammer--die auch zu den zwei zimmern gehörte einen neuen schlafplatz ein..hinten gerümpel..vorne ein alter liegestuhl..mein bett...

      die toiletten befanden sich in einen anbau--plumpsklos...nachts war es unheimlich,wenn man zur toilette wollte...nirgends licht...wir stellten dann einen eimer ins zimmer..stank zwar..aber war besser wie nachts durch die gänge irren..



      das schlimmste in dieser behausung waren die ratten..es wimmelte regelrecht von ihnen...sogar nachts krabbelten sie über uns drüber....

      mein leben bestand nur noch aus rumtreiben...ich flüchtete von zu hause in einen nahe gelegenen wald..und ernährte mich von alten obst und gemüse und manchen zeug,das ich so fand...

      nach hause trieb mich nichts mehr....die einzige verbindung die ich noch mit daheim hatte war eine jüngere schwester,mit der ich mich hin und wieder traf...

      dann wurde ich krank..hatte fieber usw...also musste ich doch nach hause...nach etwa drei tagen tauchten dann die polizei auf ...und brachte mich in die schule..der rektor kam..knallte mir eine das es mir fast die füsse weg zog..und die polizisten schauten diskret weg...ich riss mich dann los und flüchtete wieder in den wald...

      wie lange lebte ich dort?zwei monate...dann traf ich mich mit einem junglehrer...das gespräch hatte meine schwester mit ihm vereinbart...er hatte von mir gehört und sich mit dem jugendamt in verbindung gesetzt...er sprach stundenlang auf mich ein..bis ich dann einverstanden war nach den sommerferien in ein kinderheim zu gehen...er sorgte dafür ,das ich in den ferien noch 4 wochen an einem zeltlager teilnehmen durfte..besorgte mir kleidung etc .....er war einer der wenigen guten menschen ,die ich in meinem leben traf..

      nach den ferien holte mich dann die frau vom jugendamt ab...und brachte mich ins heim...

      der kommentar meiner mutter zu der frau vom jugendamt : ich weiss auch nicht,wieso der junge so geworden ist,ich habe doch alles für ihn getan.....
      ....................................................
      das hab ich mal geschrieben....einige haben es schon gelesen...

      aber das passt zu diesem thema...

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      meine mutter hat sich nie geändert...
      sie hat gegen all ihre kinder intrigiert...
      hat sich in das familienleben ihrer kinder eingemischt..und fast geschaft das einige ehen zerbrochen wären...
      sie hat nicht's getaugt...
      ---------------------------------------------
      damals...nach dem heim war ich ( trotzt verbot) ab und an bei meiner familie....ich wollte etwas kontakt zu ihr aufbauen...
      denn ich hatte sie als kind gehasst...und doch geliebt.
      später habe ich zu ihr den kontakt abgebrochen...nach etwa 14 jahren bin ich auf das drängen meiner zweiten frau hin wieder zu meiner mutter gegangen....und ..nein..alles beim alten...im gegenteil....sie war noch böser geworden.
      vor ca.4 jahren ist sie gestorben...ich bin nicht zur beerdigung gegangen...ich weiß nicht mal wo ihr grab ist....

      Wonzel schrieb:

      1PS schrieb:

      Das wars in Kürze, obwohl bei mir das Mutter-Thema eigentlich schon für sich fast nen Roman abgeben könnte.
      Hast du Lust, den evtl. zu schreiben? Tue das....



      Nee Du, da fehlt mir wirklich die Lust dazu. Da liegen soviel Ereignisse drum herum,
      dass ich wahrscheinlich meinen Inneren Frieden wieder verlieren würde. Zudem
      bin ich auch einfach zu faul dazu, denn das erfordert akribische Arbeit. Und noch
      etwas: Da sind so viele Dinge geschehen, die die allermeisten Leser kaum glauben
      würden und dennoch sind sie wahr.

      Dein sicher gut gemeinter Tipp in allen Ehren, aber - wie sagt man so leicht hin -

      OHNE MICH. :)
      Lieber hippie,

      Mein gott, es ist fast unglaublich was du alles mitgemacht hast, es tut mir so sehr leid. mein herz ist in schock und ich bin so stolz auf dich dass du deinen humor erhalten hast. vielen lieben dank fuer dein langes schreiben, ich weiss oder soll ich sagen, ich kann mir nur vorstellen wie du dich gefuehlt hast. fuer so viele jahre das alles mit zu machen und sicherlich hat sie nie gesagt, I am sorry! koennte es sein dass deine mutter krank war, hat nach einem mann gesucht dieser nie gut war fuer sie. da muss doch irgend etwas in ihren jungen jahren gewesen sein, dass sie dieser maenner in ihrem leben erlaubt hat.

      du bist nur 4 jahre aelter als ich und ich weiss damals in den 50 ziger and 60 ziger jahren war die menschheit in deutschland voll mit problemen, der 2.weltkrieg und diese wirtschaft in dieser zeit - armut, keine jobs, kein geld und deutschland kaputt. dann hatten unsere muetter eltern, diese hatten den 1. weltkrieg hinter sich, dann hitler, eine zeit ohne hoffnung und nur jeder hat seine eigene rettung im kopf. naja, kinder kommen mit liebe,dass dachten unsere muetter, maenner, vielleicht bringen sie mir glueck - naja die kinder, die sind halt da - es ist halt passiert, mal schauen was ich mit diesen mache. es war eine generation diese wussten wirklich nicht was falsch war entwaeter hatten sie sich geschaemt und wollten all ihre fehler verstecken oder sie machten was sie wollten, es war keine hoffnung in ihren gedanken, oder sie waren krank.

      noch einmal vielen dank fuer dein schreiben, soll es dir kraft geben und bitte mein lieber hippie, deine hoffnung und liebe in deinem herzen, lass es laufen wie wasser im schlauch. da du so trauriges mit machen musste, einsamkeint, ohne liebe,brutale schlaekerei, ohne dankbarkeit, traurigkeit, hunger, verwarlosigkeit und so weiter........jetzt bist du ein besserer mensch, ein mensch der weiss was man nicht machen soll.

      ich sage dass auch oefters, ich habe gelernt wass man nicht tun oder machen soll.

      mit lieben gruessen, von meinem herzen wuensche ich dir ein leben mit liebe und geduld.

      deine uschi

      mein deutsch, wie du siehst ist nicht gut, aber es wird bessser jeden tag.
      Mir fällt irgendwie auf, dass es bei sehr vielen - sicher nicht nur ehemaligen - Heimkindern
      Mütter gab, die im Grund genommen nur sich selbst und ihrem abnormen Verlangen nach "Liebe"
      nachgegangen sind. Dazu oftmals Alkohul- und Nicotinabusus bis zum Erbrechen und nur selten
      ist zu lesen oder zu hören, dass eine Umkehr statt gefunden hat.

      Wenn ich lese, dass da ein Kind von vielen Freiern (eher Hurenböcke genannt) in Gegenwart der
      Mutter geprügelt wird und später auch noch grundlos von irgend einem Drecksack fast zu tode kommt,
      dann muß ich auch angesichts aller anderen Begleitumstände (Nahrung und Klamotten aus dem Müll,
      Schlafplätze, die eher wohl einer Kloake gleichen und und und, dann ist es mir, ehrlich gesagt, in den
      Heimen noch sehr gut gegangen und ich dürfte mich eigentlich nicht beklagen. Denn all das, was
      offenbar vielen so erleben mussten, ist mir erspart geblieben............

      wenn da nicht Schillers Worte durch manch einer der "Ersatzmütter" erfahrbar gemacht worden wäre
      an vielen Kindern, an viel zu vielen Kindern, deren Mütter schlichtweg nur ihren eigenen Egoismus
      kannten.

      Notlagen hin, Notlagen her; dahinter ist sehr sehr viel Unwahrheit versteckt und kommt als Recht-
      fertigung über Jahre hinweg zum Vorschein. Im Grund genommen Verbrecher, die nie den Zwang
      der Gesellschaft zur Pflichterfüllung zu spüren bekamen. Und auch nicht - wider alle Natur -
      aus sich selbst wahr genommen haben.

      Mit den nächsten Zeilen will ich all denen etwas Mut machen,
      die de facto wie "Aussätzige" waren. Aussätzige, weil sie einfach
      und zu allermeist willkürlich ausgegrenzt waren; nicht nur aus
      dem, was Eltern hätten geben können, sonder auch aus dem,
      was die Gesellschaft ihnen Jahrelang verwehrt hat:
      Die Grundrechte eines menschenwürdigen Daseins.


      Ich...

      Geboren:
      Wertlos befunden
      in einer Welt
      in werteloser Zeit.

      Gepflanzt:
      in leerem Boden
      in diese Welt
      in freudloser Zeit.

      Verwahrt:
      amtlich genügt
      in dieser Welt
      für eine lange Kinderzeit.

      Glaube:
      zerschlagen von Träumen;
      sie jagen dahin
      zermahlen den Sinn
      in dieser Zeit.

      Hoffnung:
      wer wollte sie geben
      für dieses Leben
      in dieser Welt
      auf längere Zeit?

      Liebe:
      gesucht;
      vergeblich "verbucht"
      in einer Welt
      voller Tränen und Leid.

      Sterben:
      besser, als zeitlos verderben
      nur: wer wollte es nehmen
      im Leib liegt noch Leben
      mit dem Tode im Streit.

      Und niemand würde sich zeigen,
      niemand würde sich neigen
      wenn der Tod nach dem Toten greift
      in dieser Welt,
      in grausamer Zeit.

      Das war ich,
      was denn sonst!

      Kräfte in mir gefunden:
      oft selbst überwunden,
      zum Leben, zur Freude bereit
      in einer neuen Zeit!

      Das bin ich,
      was denn sonst.

      (1PS)
      Meine Mutter habe ich das erste mal gesehen, da war ich 6 Jahre alt...aber das war nur für einen kurzen Augenblick. Sie hat nicht mit mir geredet oder sonstwas.
      Mit 14 Jahren wollte sie mich aus dem Heim holen..ich sollte für sie anschaffen gehen, weil sie selbst krank war..mit 18 Jahren suchte ich sie auf. Als sie mich sah, heulte sie erst und nahm mich doch tatsächlich in die Arme. Nach 2 Tagen wurde offensichtlich was sie von erwartete..nämlich durch anschaffen für den Lebensunterhalt für sie zu verdienen...da ich ihr sagte, das ich da keinen Bock drauf hab, gabs richtig Zoff und wir gingen aufeinander los. Bevor es zu Mord oder Totschlag kam, habe ich dann das Weite gesucht.

      Als meine Kinder zwei und 4 Jahre alt waren, nahm ich nochmal Kontakt auf..aber total an Körper und Seele kaputt, sozial völlig am Ende..versprach sie mir, an meinen Kindern wieder alles gut zu machen, was sie an mir versäumt hatte. Dieses Gutmachen bestand aber darin, das wir sie mitversorgten, von ihr aber nicht mal ein Dankeschön kam. Ich habe dann auch den Kontakt wieder abgebrochen...weil ich nicht einsah, warum ich für sie aufkommen soll.
      Ich weiß nicht ob sie noch lebt und wenn nicht, wo sie begraben liegt. Wenn sie noch lebt müßte sie jetzt weit über 80 sein.
      Über meine "Mutter" verschwende ich keinen Gedanken und mir war nie ein Mensch so egal und gleichgültig wie sie. Sie ist eine Fremde und wird immer fremd bleiben.
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.