Wie hat sich Deine Mutter nach dem Heimaufenthalt dir gegenueber verhalten?

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      Liebe Selina

      Gute Frage!

      Ja, ich habe meine Mutter ein Leben lang gehaßt, weil ich ihr die Schuld an Allem gegeben habe. Meinen Vater seltsamerweise nicht.

      Sehr viel später, meine Mutter war schon lange tot, erfuhr ich erst durch meine Brüder, daß meine Mutter bei ihrer Geburt Sauerstoffmangel hatte und dadurch geistig behindert war. Bei meinen wenigen Besuchen merkte ich schon das etwas anders war, aber ich habe mich immer geweigert auch nur ein Wort mit ihr zu wechseln.

      Während der Nazizeit sollte sie vergast werden, was ihre Familie, ich weiß nicht wie, verhindern konnte.

      Ich habe bitterlich geweint, weil ich ihr so lange Unrecht getan habe und es war mir eine Lehre. Ihren Enkelsohn, mein Sohn, habe ich nicht in ihre Nähe gelassen, weil ich sie bestrafen wollte.



      Hagiel
      Es tut mir Leid, diesen Thread werde ich nicht weiter verfolgen können;
      man kann es schier nicht glauben, was Menschen ihren eigenen Kindern
      antun können.

      Hab mir einiges durchgelesen und kann es nicht begreifen und.............
      es macht mich kaputt. Dabei hab ich doch auch meine Geschichte.



      1PS schrieb:

      Es tut mir Leid, diesen Thread werde ich nicht weiter verfolgen können;
      man kann es schier nicht glauben, was Menschen ihren eigenen Kindern
      antun können.

      Hab mir einiges durchgelesen und kann es nicht begreifen und.............
      es macht mich kaputt. Dabei hab ich doch auch meine Geschichte.
      Das kann ich gut verstehen, Peter, ich meine, ich hatte ja nie eine Mutter, ich kenne sie ja nur aus mehr oder weniger flüchtigen Begegnungen. Ja, es ist schwer zu begreifen und ich finde, gerade weil viele von uns selbst Kinder oder Enkelkinder haben, die sie mit viel Liebe und Verständnis großgezogen haben oder es noch tun und ihnen das geben, wo sie sich selbst als Kinder nach gesehnt haben,...tut es einem in der Seele weh, diese Schicksale zu lesen.
      Viele teilen sich das Leid auf unterschiedliche Weise, aber alle haben fast das gleiche gemein, einen "Liebesentzug" durch die Eltern (Mutter) und das tut weh.
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.

      Forengeist schrieb:

      1PS schrieb:

      Es tut mir Leid, diesen Thread werde ich nicht weiter verfolgen können;
      man kann es schier nicht glauben, was Menschen ihren eigenen Kindern
      antun können.

      Hab mir einiges durchgelesen und kann es nicht begreifen und.............
      es macht mich kaputt. Dabei hab ich doch auch meine Geschichte.
      Das kann ich gut verstehen, Peter, ich meine, ich hatte ja nie eine Mutter, ich kenne sie ja nur aus mehr oder weniger flüchtigen Begegnungen. Ja, es ist schwer zu begreifen und ich finde, gerade weil viele von uns selbst Kinder oder Enkelkinder haben, die sie mit viel Liebe und Verständnis großgezogen haben oder es noch tun und ihnen das geben, wo sie sich selbst als Kinder nach gesehnt haben,...tut es einem in der Seele weh, diese Schicksale zu lesen.
      Viele teilen sich das Leid auf unterschiedliche Weise, aber alle haben fast das gleiche gemein, einen "Liebesentzug" durch die Eltern (Mutter) und das tut weh.

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      Liebesentzug...Liebesentzug...???
      damit hätte ich leben können......hätte sie mich neben sich leben lassen.....dann wäre ich schon zufrieden gewesen.
      Den Liebesentzug habe ich nicht gespürt....weil ich nie bei ihr den kleinsten Funken Liebe gespürt habe.Nie.
      Hass...Wut...das war alles da...als Erwachsener.
      Als Kind....Trauer..Verzweiflung....Hass..und Liebe zu ihr...
      Vergeben...ich nie !
      ich muß euch leider sagen ich hasse diese frau ,weil sie mir meinen vater vorenthalten hat ,weil sie mir eine glückliche kindheit geraubt hat ,weil sie mich als jugentliche denoziert hat,weil sie mich bei der stasi angezeigt hat und und und .im laufe der jahre ist mein hass auf sie nur größer gewurden weil ,um so mehr wissen ich habe um so mehr sachen kommen zum vorschein die sie uns angetan hat.auch heute versucht sie noch über meine kitis bei mir für unruhe zu sorgen.aber eins kann ich euch sagen ,nicht diese erbärmliche frau
      das alles gilt aber nur für mich ,zum glück gibt es auch mütter die ihre kinder lieben
      Ich schließe mich da 1PS Zeilen an. Du hast mir aus der Seele gesprochen.

      Auch ich hätte zu diesem Thema sehr viel zu schreiben.
      Mich würde das im Moment viel zu viel Energie kosten,
      und die ist mir zu schade sie für Menschen zu investieren,
      die uns im Dreck haben liegen lassen.

      Ich war auch mit meinen Kindern in sehr großer Not,
      aber es hätte sich keiner erlauben dürfen, mir meine
      Babys wegzunehmen.

      LG
      Nicki

      Nicki schrieb:

      Ich war auch mit meinen Kindern in sehr großer Not,
      aber es hätte sich keiner erlauben dürfen, mir meine
      Babys wegzunehmen.


      Ohne es gut zu heißen, oder in diese Situation gekommen zu sein (dafür bin ick nicht alt genug gewesen zu Ostzeiten), ABER...................ich bin fest der Meinung, dass EINIGE (nicht alle) Mütter im DDR-Regime völlig machtlos waren, wenn sie auch noch so gekämpft haben. Kenne zumindest 2 Fälle aus meiner Heimzeit, da bin ich 100% sicher, dass diese Mutter wie eine Löwin gekämpft hat und die Tochter ist dennoch im Heim gelandet.

      Forengeist schrieb:

      Mir geht bei all den Geschichten, die sehr traurig und auch erschütternd sind durch den Kopf, ob ihr Eure Mutter hasst? Oder ob sich ein Gefühl von Gleichgültigkeit im laufe der Zeit eingestellt hat bzw. Euch Eure Mutter durch diese Erlebnisse egal ist.
      Oder seit ihr heute noch auf der Suche nach einem winzig kleinem Stück Liebe...
      es ist NUR meine erzeugerin und mehr nicht.
      gefühle für sie ne ne und noch mal ne

      und wenn du die suche nach mutterliebe meinst.
      die hab ich bekommen von meiner mutti (pflegemutter)
      Ich sage Euch, kann Euch Alle, Gut, verstehen, von meiner seite kann und werde ich Nicht, sagen, das ich Meine, Mutter, Hasse, ..ich kann das Nicht, das Wort, Mutterhassen, auch Nicht, vertragen, weil, ich liebe, meine Mutti, Zusehr. "Meine Mutter konnte für ihr Leben Nix-Nichts", .."für Ihre blöde "Situation", Ungerechtesscheißleben", .."entschuldigt bitte, meine Ausflüche", "ich kann jetzt leider Nicht anders ..Dankeschön !" Sie war leider Nur, zur falschen Zeit, am Falschen, Ort". Ich weiß, tut Mir soleid, jeder von uns hat, seine eigene böse, Geschichte. Alle von Uns, Mussten, mehr oder noch viel-Mehr, oder weniger, durch Höllengehen. So wie auch Werner. Alles, Fürchterliche, ..Geschichten, habe ich mehr-Mals, durchgelesen, um Euch nochmal Besser, zu verstehen. ..Ich. Hasse. Meine. Mutter. Niemals !! !ch kann nur von meiner ..Mutter sprechen, sie hat 71,9-Jahre ,,fürchterlich mühsam, und Grausam ..Und Umsonst ..Leben-Müssen, ..Sie hatte Ihr Lachen und Weinen Verloren, Ihr Herz war Erfroren !!! :S

      LG WernerR ;(

      Hallo, all meine lieben regenbogen stadt kinder,

      vorgestern hatte ich all eure geschichten gelesen, ja, ich war sehr traurig und musste auch mehrere male weinen. viele menschen waren doch einfach unfaehig gute endschluesse zu ziehen und viele sind auch heute unfaehig ein moralisches gefuelltes leben zu leben. sie haben so ein "designer leben" eine ausbildung eines gefuehles welches resultat ist eine unfaehigkeit zu lieben und einen konflict mit worten oder auch argumenten zu loesen. so mit den woertern koennen sie nicht da das herz kalt ist und dadurch kommt bei vielen auch ein sexuelle benehmen das in unserer heutigen kultur auch fast aktzeptiert wird.

      in meinen letzten 5 jahren versuche diesen generational curse zu verstehen und studiere menschen von damals und heute. eigentlich nicht viel unterschied, ausser natuerlich diese kinderheim situation in welchen ich auch von geburt bis ich fast 7 jahre alt war. ich denke auch zurueck und frage oft, warum bin so viel geschlagen worden? meine oma war eine sehr temperamentvolle frau, in spaeteren jahren konnte ich glauben, dass sie nicht einfach anders konnte, sie konnte mir keine liebe geben, keinen druck, kein streichel, nur hostility. sie hatte solche grossen problem in ihren eigenen leben, mit meiner mutter die damals schon in den usa wohnte und wir drei kind im kinderheim lebten. das schlimmste fuer sie war ich, jetzt hatte sie keinen tropfen leben uebrig. jedoch schon als kind war ich sehr dankbar dass oma mich aus dem heim geholt halt.

      wie hat sich meine mutter mir gegenueber nach dem heimaufenthalt verhalten? das resulat war das groesste lernen in meinem eigenen leben da ich es fuer 40 jahre versuche zu verstehen und das war eine emotionale journey. ein paar eimer traenen, tausende stunden von traurigkeit und die aller groesste enttauschung meines lebens, da ich ja mehr erwartet habe. das ist ja das problem, ich habe zu viel erwartet und dadurch machte ich mein eigenes leben miserabel. die groesste enttaeuschung war dass sie ihre soehne in ihrem leben nicht aktzeptiert welche in den 50 ziger jahren adoptiert wurden. ich habe sie gefunden und sie hat sie 3 mal gesehen, jedoch schon fuer 20 jahre darf ich ueber das thema nicht sprechen.

      mir ist es bewusst dass all die maenner welche sie in ihren hatten fuer sie wichtiger waren als ich oder meine brueder, sie sagte oft sie hat 2 leben, das "deutschland" hinter ihr ist und sie moechte nicht darueber sprechen und hofft dass sie es auch vergisst, natuerlich da gehoeren meine brueder und ich dazu. ich habe keine kontakt mehr mit meinen brueder, sie hat es versaut.

      ich bin immer die jenige, die anruft auch wenn ich noch in houston wohnte habe ich sie und ihren freund eingeladen, dass letzte mal ging nicht gut. ach, wenn ich jetzt so daran denke in diesen moment, das wort nicht gut, oder die erinnerung nicht gut, es sind 40 jahre nicht gut. vielleicht halte ich doch eine hoffnung, dass eines tages wir uns gut aussprechen koennten, da sie das nicht kann. mann darf ja nur ueber themen sprechen welche ihr passen.

      meine lieben kinder in der regenstadt, ich hasse meine mutter auch nicht, ich moechte auch keinen hassen. hass ist eine definition von vielen woertern, es ist nicht gut fuer die seele.

      jetzt, mit 57 jahren alt sage ich, das thema mutter: in bestimmten situation werden emotion geteilt und von leuten auf grund der erinnerung und wahrnehmung verschieden bewertet. geteit ist hier das schluessel wort. ich denke,

      es ist eine unfaehigkeit mit staerkster abneigung und der kern ist schuldgefuehl.

      vielen dank fuer eure geschichten, ja meine kinder, es tut mir auch weh, jedoch hat mir auch viel geholfen. die geschichten anderer menschen, kann man erkennen ein universales problem, dass ist doch hass nicht wert.

      mit lieben gruessen von eurer uschi
      lieber isurfnix,

      habe deine geschichte noch einmal durchgelesen, ich bin auf diesen zornmueller schon so richtig boese, er gehoert vors gericht. hatt etwas zeit heute frueh und bin durch eine internationale telephon buecher gegangen. da fand ich einpaar zornmueller.

      Edit : Keine persönliche Daten einstellen. (Datenschutz)
      Selina


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      isurfnix, schau mal unter "phone book of germany"!

      lass mir wissen, mit lieben gruessen, deine uschi

      aischa schrieb:

      lieber isurfnix,

      habe deine geschichte noch einmal durchgelesen, ich bin auf diesen zornmueller schon so richtig boese, er gehoert vors gericht. hatt etwas zeit heute frueh und bin durch eine internationale telephon buecher gegangen. da fand ich einpaar zornmueller.

      Edit : Keine persönliche Daten einstellen. (Datenschutz)
      Selina


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      isurfnix, schau mal unter "phone book of germany"!

      lass mir wissen, mit lieben gruessen, deine uschi
      nicht böse sein aber nu musss ich doch lachen über zorm-müller.

      er hieß einfach nur müller :rocket: in einem andern forum wo wir uns ex müllerknechte gefunden haben wurde aus ihm zornmüller. :cursing: :cursing: :cursing: :cursing:
      weil er einfach nur zornig war. hab im netz einen müller gefunden der im wie aus dem gesicht geschnitten ist, könnte ein ableger von diesem sein.

      gruss isurfnix
      Hallo,

      Meine Mutter, sie hat sich immer um mich gekümmert auch als mein Vater sie geschlagen und mit dem Messer bedroht hat. Ich wurde Ihr mit 3 Jahren weggenommen, weil meine Großmutter Beziehungen zum Jugendamt hatte.
      Mit deren Hilfe ließ sie mich ins Heim einweisen unter nicht belegten Gründen. Meine Großmutter konnte meine Mutter nicht leiden weil sie meinen Vater für seine Taten verlassen wollte.
      Da Ihr das gleiche passiert ist, wollte sie nicht das es Ihrem Goldsohn (meinem Vater) auch so ergeht und er Unterhalt zahlen muss. Hat er auch so nicht obwohl er es musste.
      Meine Mutter hat sich ständig bemüht mich aus dem Heim zu bekommen, keine Chance. Das Gericht beschloß dann das Sorgerecht zu entziehen weil "sie sehr leichtfertig" sei.
      Das war die Begründung! Mehr konnte Ihr nicht zu Lasten gelegt werden da sie Arbeit und eine Wohnung hatte.
      Alles was meine Großmutter dem Jugendamt erzählt wurde für rechtens erklärt, Beziehungen machten es möglich. Sie erzählte das meine Mutter sich Prostituiert hätte, dabei hatte sie nur einen Schulfreund der sie unterstütze und ihr half.
      Von meiner Großmutter die das Sorgerecht für mich bekam, bekam ich dann den ganzen Hass auf meine Mutter zu spüren. Jahrelang eingesperrt, sie drohte mir mit Heim wenn ich zu meiner Mutter Kontakt aufbauen würde, jahrelange demütigung und pein, Lügen über meine Mutter und und und.
      Das die ganzen Lügen die sie mir über meine Mutter erzählte eigentlich Taten ihrer Tochter und Ihres Sohnes waren, habe ich durch erhalt der Dokumente vor kurzem erfahren.

      Meine Mutter habe ich nach nun 31 Jahren wieder gefunden und ich bin froh das ich sie wieder habe. Die Zeit die uns genommen wurde kann uns keiner wiedergeben, aber ich mache das beste daraus.

      Ich kann über meine Mutter nur gutes sagenund bin froh sie nach so langer Zeit wieder gefunden zu haben.

      Stan :)

      Stan75 schrieb:

      Ich kann über meine Mutter nur gutes sagenund bin froh sie nach so langer Zeit wieder gefunden zu haben.
      Das ist eine sehr traurige Geschichte, aber Gott sei Dank mit einem doch schönem Ende. Stan ich freu mich für Dich mit. :) Ja, es ist schlimm, wenn Streit und Hass auf Rücken von Kinden ausgetragen werden, die eh in einer Abhängigkeit hängen und absulut kein Mitspracherecht haben.
      Stan ich wünsche Dir und Deiner Mutter ein schöne Zeit und ich denke, das ihr Euch nach solanger Zeit, viel zu erzählen habt.

      Selina
      Hinweis:

      Der Forengeist beinhaltet mehrere Accounts von ehemaligen Teammitgliedern,
      die uns vor langer Zeit verlassen haben und welche viele Erstbeiträge von den Heimen erstellten.

      Es ist somit also ein reiner Systemaccount,
      hinter dem keine reale Person steht, die auf Beiträge oder PN´s antworten kann.

      Seht also bitte davon ab, dem Forengeist zu schreiben, da ihr keine Antwort erhalten werdet.
      Wie hat sich Deine Mutter nach dem Heimaufenthalt dir gegenüber verhalten?

      Meine (Mutter)? Sie hat nichts weiter gemacht, als das sie mich ausgetragen hat.

      Meine 2 Jahre ältere Schwester wurde in Paderborn vor die Kirche gelegt. In der DDR wurde ich in einer Gartenlaube ausgesetzt, zu Winterzeit. Anwohner bemerkten das aber sehr schnell und so kam ich in ein Säuglingsheim.
      Dann in ein Vorschuhlheim und dann nochmals in verschiedenen Heimen, bis ich 18 war.

      Die Frau, welche ich nun wirklich nicht als das bezeichnen (Mutter) möchte, hat nach meines Wissenstandes insgesamt 6 Kinder geboren, welche alle in Heimen aufgewachsen sind. 1976 habe ich dann diese Frau kenne gelernt.
      Arme auseinander und "Mein Sohn" und pla-pla-pla. Das war Alles. Natürlich habe ich mich nicht darauf eingelassen, sondern habe sie nach einer Stunde verlassen. Am nächsten Morgen stand sie vor meiner Wohnungstür. Ich
      öffnete diese und vor mir stand eine riesige geöffnete Reisetasche - natürlich alles Westwaren. "Nimm deine Tasche und verschwinde!" Diese Person hatte eine Bekannte in der Nähe von Berlin (Velten) und war der Meinung,
      man könne alles vergessen, was gewesen war. Nur da wusste ich bereits, was mit meinen Geschwistern passiert war. Also alles andere als eine Mutter. Selbst diese hat sie nicht in den Heimen besucht und nicht mal zum
      Geburtstag oder oder Weihnachten einen Brief oder Karte geschickt.

      Ich bin dann 1984 in den Westen abgehauen und habe da diese Person besucht. Sie wohnte in Hagen. Ich musste in der Küche sitzen, Ihr Mann saß mir gegenüber und hörte sich ein Fußballspiel, aus einem Kofferradio, an. Nachdem ich einiges wissen wollte, was-wieso-warum, sie darauf alles mögliche versuchte zu erklären, jedoch immer nur Anderen die Schuld zuzuschieben versuchte, war ich nach etwa 3 Stunden weg. Ihr Mann, nicht sie, hat sich bei mir
      dafür entschuldigt. Damit war das Thema "MUTTER" für mich erledigt.

      Letzte Jahr brauchte ich die Sterbeurkunde und da habe ich erfahren, dass sie 91jährig 2018 gestorben ist. Und ich wohne keine 30 Km entfernt. Es hat mich nie interessiert und ich habe, und das ganz sicher, kein schlechtes Gefühl dabei. Diese Person ist mir völlig egal. Nur zwischen der Heimentlassung und dem ersten Besuch habe ich etwas Hoffnung gehabt. Aber dann nie wieder.

      Vor Jahren habe ich vom Amt einige Schreiben bekommen, weil diese Person irgendwie bedürftig wurde und das Amt natürlich Geld verlangte. Dann ging es hin und her. Ich habe das Internet durchforstet, Information gesammelt und diese an das Amt geschickt. Dazu noch eine kurze Erklärung und sie haben sich doch tatsächlich schriftlich bei mir entschuldigt.

      Das zum Thema: Mutter und Heimentlassung.

      1999 ist meine Schwester, zu der ich ein sehr gutes Verhältnis hatte, an Krebs gestorben. Unser (Mutter) wollte doch tatsächlich zur Beerdigung kommen. Die jüngste von uns, die Monika, , sie wohnte damals in der Nähe unserer (Mutter), habe ich das gesagt was auch Rosi (die verst.) zwingend wünschte: Nicht unsere Mutter. Von der Geburt bis zum Lebensende kümmerte sie sich nicht darum und dann sollte das passieren? Das habe ich dann Monika ganz deutlich zu verstehen gegeben und sie war nicht bei der Urnenbeisetzung dabei. Dann, und das wäre sicher gewesen, hätte ich sie raus geschmissen und hätte sie lautstark "Raabenmutter" genannt.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „anklip“ ()

      Oh,wie ich das kenne,meine Mutter war nicht ganz soschlimm drauf,aber es war aehnlich!Sie holte mich manchmal aus dem yUntericht heinaus,nur um schnell was Susses vorbei zu bringen!Ich habe mich geschaemt dafuer!Als meine Kinder schon 6 oder 7 Jahre waren,habe ich auch den Kontakt abgebrochen,ich wollte mich und meine Kinder vor ihr schuetzen!Ich habe sie als Kleinkind geliebt,Beide,aber nachher war es nur noch nicht zum Aushalten!Ich war auch nicht bei ihrer Beerdigung,was ich heute bereue!Bei meinem Vater war ich anwesend ,er ist ganz schrecklich zu Tode gekommen! Ich wollte damal aus der Leichenhalle entfliehen,es war so bedrueckend ,so schrecklich!Ich sagte ja schon,dass ich nicht auf ihrer yBeerdigung war,ich fand dann nach Jahren auch nicht ihr Grab,ich wollte mit ihr reden,es ging aber nicht! Ich muss aufhoeren,sonst weine ich
      Ich habe meine Mutter so ca. 1984/85 kennengelernt, während ich in der Ausbildung war. Es flatterte ein Brief von ihr bei mir ein. Anfangs war ich ziemlich irritiert, und auch verunsichert. Sie schickte mir sogar 20 DM für die Zugfahrt.
      Nach anfänglicher Unsicherheit besuchte ich meine Eltern in Seevetal. Ich wurde am Bahnhof abgeholt, mein ältester Bruder war dabei. Als ich dann meine Mutter sah, war ich erschrocken. Später erfuhr ich, dass sie regelmäßig zur Dialyse musste. Na ja, und dementsprechend hatten wir nicht so viel Zeit miteinander. In Gesprächen mit ihr erfuhr ich dann auch, dass sie meinen Brief, den ich ihr geschrieben habe, bekommen hat. Doch sie konnte mich nicht holen, weil das Jugendamt jeglichen Kontakt verboten hatte. Der Brief war ein Hilfeschrei von mir, und ich war sowas von enttäuscht und traurig, da ich nie eine Antwort bekam. Ich fing an, diese Frau zu hassen, weil sie zuließ, dass man uns so schlimme Sachen antat.
      Nach den etlichen Gesprächen fing ich aber an, umzudenken. Heute habe ich meinen Eltern verziehen, denn sie haben wohl doch versucht, uns wieder zu sich zu holen. Das machte aber das Jugendamt scheinbar nicht mit.
      Nach einer Woche bei meinen Eltern fuhr ich dann wieder nach Hause. Dann fuhr ich mit meinen Geschwistern noch mal nach Seevetal, zur Beerdigung meines Vaters. Er ist recht jung gestorben, war wohl ein Herzinfarkt. Meine Mutter starb kurz nach ihm. Davon erfuhr ich aber erst, als eine Inkassogesellschaft Geld einforderte. Da war sie aber schon einige Jahre tot. Das man uns darüber nicht informierte, hat mich ziemlich wütend gemacht.
      Mit meinem damaligen Freund fuhr ich zum Friedhof, wo meine Mutter beerdigt wurde. Es war für mich ein Schock, da nur ein kleines gelbes Plastikschildchen mit dem Namen drauf, in der Erde steckte.
      Auf jeden Fall war das Verhalten meiner Mutter mir gegenüber gut. Sie freute sich, mich zu sehen. Ich glaubte ihr auch, das sie damals keinen Kontakt zu uns aufnehmen durften.
      Tja, so bleiben aber viele, viele Fragen leider unbeantwortet.

      -Von Leuten, die immer alles besser wissen, können wir nichts lernen.-

      von Ernst Ferstl

      -Wer selbst keinen inneren Frieden kennt, wird ihn auch in der Begegnung mit anderen Menschen nicht finden-
      -Denke daran, das Schweigen manchmal die beste Antwort ist.-
      von Dalai Lama
      Wie SIE sich verhalten hatte, wurde gefragt. Wie kann man es beschreiben, außer dass sie in jeder Hinsicht überfordert war, was, by the way, auch aus den Unterlagen meiner Heimeinweisung hervorgeht. Die Arbeit war wichtig und dann, auch ihr Kind.

      Völlig überfordert, - schon lange vor der Einweisung ins Heim, - mit einem Jungen wie mir, sie, die doch tatsächlich die nie gestellte Frage nach meiner Entlassung stellte; "was haben sie bloß mit dir gemacht"? Naiv war sie, nicht wissen wollen und nicht wissen könnend, und trotzdem immer total besorgt... der Rest gehört hier nicht her.
      Es ist nicht das Ziel des Lebens, auf Seiten der Mehrheit zu stehen, sondern man muss versuchen, nicht im großen Heer der Verrückten zu landen. Mark Aurel